GadgetsNewsWearables

Whoop lockert den Abo-Zwang – aber nur ein bisschen

So stimmen unsere Leser ab:

Whoop war lange ziemlich konsequent. Wer das Fitness-Armband nutzen wollte, musste zahlen. Nicht nur einmal für die Hardware, sondern dauerhaft fürs Abo. Genau dieses Modell wird jetzt erstmals aufgeweicht. Allerdings nicht in Deutschland, sondern zunächst in Australien.

Dort verkauft Whoop seine Hardware nun getrennt vom Mitgliedschaftsmodell. Das Whoop 5.0 kostet laut Bericht 99 australische Dollar, also grob 60 Euro. Dazu kommt aber weiterhin ein Abo, ohne das das Band praktisch nicht sinnvoll nutzbar ist. Das Jahresabo liegt bei 300 australischen Dollar, umgerechnet etwa 184 Euro. Beim teureren Whoop MG werden 149 australische Dollar für die Hardware und 450 australische Dollar pro Jahr für die Nutzung fällig.

Weniger Zwang, aber noch lange kein freier Tracker

Das klingt erst einmal nach einem Kurswechsel. In Wahrheit verschiebt Whoop vor allem die Rechnung. Bisher steckte die Hardware im Abo-Modell mit drin. Jetzt wird sie separat ausgewiesen. Für Neukunden ändert sich im ersten Jahr dadurch nicht zwingend viel, langfristig kann es aber günstiger werden, wenn man nicht regelmäßig neue Hardware braucht.

Whoop selbst positioniert seine Geräte weiter klar als Rundum-System für Schlaf, Belastung, Erholung, Stress und Gesundheitsmetriken. Auf der indischen Whoop-Seite werden unter anderem Schlaf-, Strain- und Recovery-Auswertungen, personalisiertes Coaching, VO₂-Max, Herzfrequenzzonen sowie beim Peak-Modell zusätzliche Healthspan- und Stressfunktionen genannt.

Das Problem bleibt trotzdem: Ohne laufende Mitgliedschaft ist Whoop eben kein klassischer Fitness-Tracker, sondern eher ein ziemlich hübsches Armband mit Sensoren, die gerne bezahlt werden möchten.

Die Konkurrenz macht es weniger kompliziert

Und genau hier wird es für Whoop zunehmend unangenehm. Der Markt für unauffällige Gesundheits-Tracker ohne Display wächst. Polar verkauft den Polar Loop offiziell als screen-free und subscription-free Fitnessband. Der Preis liegt bei 179,90 Euro, Zusatzbänder kosten 19,90 Euro. Alle wichtigen Funktionen laufen über Polar Flow, ohne monatliche Pflichtgebühr.

Dann wäre da noch Googles Fitbit Air. Der kleine, bildschirmlose Tracker wurde im Mai 2026 vorgestellt, kostet 99 Euro und kommt mit Herzfrequenz-, Schlaf- und Fitness-Tracking. Google legt zwar eine dreimonatige Premium-Testphase bei, die Basisfunktionen sind aber nicht grundsätzlich hinter einem Pflichtabo versteckt.

Fitbit Google Air - Screenless Activity Tracker with Fitness, Heart Rate, and Sleep Tracking - Personalized AI-Powered Coaching - Up to 7 Days’ Battery Life - Works with iOS and Android - Obsidian
  • Google Fitbit Air – das bequeme, intelligente Wearable für Google Health Optimiere deine Gesundheit mit unkompliziertem Tracking und personalisiertem Coaching
  • Google Health-Coach Mit Google Fitbit Air erhältst du drei Monate lang ein personalisiertes Coaching, das sich an deine Bedürfnisse anpasst – dank unkompliziertem, präzisem und kontinuierlichem Tracking

Whoop bleibt das Premium-Abo unter den Fitnessbändern

Damit steht Whoop zunehmend zwischen zwei Welten. Einerseits bietet die Plattform sehr tiefe Auswertungen und ist bei ambitionierten Sportlern beliebt. Andererseits sind viele Nutzer inzwischen schlicht genervt von Geräten, die man kauft und danach trotzdem weiter mieten muss. Genau diesen Nerv treffen Polar, Amazfit und Google aktuell deutlich besser.

Für Deutschland bleibt vorerst alles beim alten Modell. Hier ist das Band weiterhin im Abo enthalten. Ob Whoop das australische Modell später auch nach Europa bringt, ist offen. Spannend wäre es trotzdem. Denn ein Whoop ohne Abo-Zwang wäre für viele Nutzer vermutlich deutlich attraktiver.

Bei den hier angezeigten Produkten handelt es sich um Affiliate Links, bei einem Kauf unterstützt ihr meine Arbeit. Letzte Aktualisierung 16.09.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.

Torsten "Pixelaffe" Schmitt

Torsten "Pixelaffe" Schmitt

CvD & Evil Genius
3D-Druck, Serien & Filme, Gaming, jede Art von Gadget
Seit 20086.149 Artikel173 Tests

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen.

Thematisch passende Hubs
Wie fandest du den Artikel?

Folgt uns

Folgt uns auch auf unseren Techkrams-Kanälen bei Bluesky, Mastodon, X, Threads, Instagram, Facebook und LinkedIn, damit ihr keine News, Tests und Artikel verpasst. Dort gibt es regelmäßig neue Beiträge, Updates und zusätzlichen Technikkram.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Keine Werbung?

Klar, Werbung nervt manchmal. Das verstehen wir.

Trotzdem sorgt genau diese Werbung dafür, dass Seiten wie techkrams.de überhaupt existieren können. Hosting, Technik, Zeit, Tests, Recherche und Kaffee fallen leider nicht vom Himmel. Werbung ist dabei eine der wenigen Möglichkeiten, den Betrieb kostenlos für euch am Laufen zu halten.

Es ist also völlig okay, einen Werbeblocker zu nutzen. Wenn ihr techkrams.de aber mögt und unsere Arbeit unterstützen wollt, wäre es verdammt nett, wenn ihr den Werbeblocker für unsere Seite deaktiviert.

Kostet euch nichts. Hilft uns aber sehr.