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Creality Ender-3 V4 Combo: Neuer Multi-Material Drucker, 500 mm/s und Auto-Kalibrierung

Mit dem Creality Ender-3 V4 Combo hebt Creality die traditionsreiche Ender-Reihe auf die nächste Entwicklungsstufe der Serie. Im Fokus stehen eine überarbeitete Struktur, hohe Druckgeschwindigkeit, automatische Kalibrierung und die Anbindung an das Creality Filament System (CFS) für Mehrfarbdruck. Auf der offiziellen Produktseite nennt Creality außerdem eine maximale Druckgeschwindigkeit von 500 mm/s, Input Shaping, einen Direct-Drive-Extruder und Full-Auto-Leveling.

Was den Creality Ender-3 V4 Combo ausmacht

Laut  Creality setzt der Ender-3 V4 auf einen Unibody-Gantry aus Druckguss, der Vibrationen und Wackler reduzieren soll. Dazu kommen Input Shaping für sauberere Oberflächen, ein schnell wechselbarer Düsenaufbau mit magnetischer Abdeckung und ein neues einteiliges Heizbett, das für eine gleichmäßige Erwärmung der ersten Schicht sorgen soll. Creality nennt außerdem einen besonders leisen Betrieb von bis zu 47 dB im Quiet Mode.

Für den Alltag wichtig: Der Drucker unterstützt WLAN, USB-Übertragung und die Einbindung in die Creality Cloud. Darüber hinaus gibt es eine Stromausfall-Wiederaufnahme, Auto Filament Relay und – in Verbindung mit dem CFS – Filament-Verwicklungs-Erkennung sowie Unterstützung für RFID-Filamente. Damit will Creality den Bedienaufwand im Vergleich zu klassischen offenen Bedslingern spürbar senken.

Mehrfarbdruck mit CFS

Der vielleicht wichtigste Punkt ist die CFS-Kompatibilität. Laut Creality kann der Ender-3 V4 mit bis zu vier CFS-Einheiten verbunden werden, was theoretisch bis zu 16 Farben ermöglicht. Das ist für einen Drucker dieser Klasse ein bemerkenswerter Schritt, weil Mehrfarbdruck bislang oft deutlich teureren Systemen vorbehalten war.

Von einem konkreten Bundle wird offiziell noch nicht gesprochen, es heißt, dass der Ender-3 V4 selbst ist CFS-kompatibel. Der Preis startet bei unter 200 Euro, vermutlich ohne die CFS.

Das CFS selbst ist offiziell als 4-Spulen-System ausgelegt, unterstützt automatisches Nachladen, RFID-Erkennung, Restmengen-Schätzung, Feuchtigkeitsüberwachung und den Betrieb mit Trockenmittel. Im Creality-Wiki beschreibt der Hersteller zudem die automatische Auswahl passender Ersatzspulen mit identischen Eigenschaften, wenn ein Filament während des Drucks leerläuft.

Technische Daten des Creality Ender-3 V4 Combo

Merkmal Daten
Druckverfahren FDM
Bauraum 220 × 220 × 235 mm
Abmessungen Drucker 396 × 359 × 456 mm
Abmessungen Combo 838 × 396 × 456 mm
Nettogewicht Drucker 6,8 kg
Max. Druckgeschwindigkeit bis 500 mm/s
Max. Beschleunigung bis 12.000 mm/s²
Druckgenauigkeit 100 ± 0,1 mm
Schichthöhe 0,1–0,35 mm
Extruder Dual-Gear Direct Drive
Filamentdurchmesser 1,75 mm
Düse 0,4 mm
Max. Düsentemperatur 300 °C
Max. Heizbetttemperatur 100 °C
Druckplatte PEI
Nivellierung Vollautomatisch
Dateitransfer USB-Stick / Wi-Fi / Creality Cloud
Display 2,8 Zoll Farb-Touchscreen
Stromausfall-Funktion Ja
Auto Filament Relay Ja
Filament-Verwicklungs-Erkennung Ja, mit CFS
Input Shaping Ja
Beleuchtung Ja
RFID-Filamente Ja, mit CFS
Unterstützte Materialien Hyper-PLA, PLA, PETG, TPU 95A, ABS, ASA, PLA-CF, PA-CF
Dateiformate G-code, 3MF
CFS-Kompatibilität Ja
Max. CFS-Erweiterungen 4
Slicer Creality Print 6.0 oder neuer
Interner Speicher 8 GB eMMC

Quelle für die technischen Daten sind die offiziellen Spezifikationen von Creality.

Für wen der Ender-3 V4 interessant ist

Der Ender-3 V4 zielt klar auf Nutzer, die den Charme der Ender-Reihe mögen, aber deutlich weniger Bastelaufwand wollen. Der Bauraum von 220 × 220 × 235 mm bleibt klassisch und alltagstauglich, während die Kombination aus Auto-Leveling, Direct Drive, 300-Grad-Hotend und Input Shaping den Drucker flexibler macht als viele ältere Ender-Geräte. Dazu passt auch die Materialfreigabe, die neben PLA und PETG ausdrücklich ABS, ASA sowie carbonfaserverstärkte Filamente wie PLA-CF und PA-CF umfasst.

Gerade für Maker, die Figuren, Gehäuse, Halterungen oder farbige Deko-Modelle drucken wollen, ist die CFS-Anbindung das eigentliche Kaufargument. Wer dagegen nur gelegentlich simples PLA in einer Farbe druckt, wird den größten Vorteil dieses Modells möglicherweise gar nicht vollständig ausreizen.

Quellen

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

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