
Sony scheint bei seiner PlayStation-Strategie wieder eine alte Schraube fester anzuziehen. Große Singleplayer-Spiele der eigenen Studios sollen künftig offenbar nicht mehr automatisch für den PC erscheinen. Für PC-Spieler wäre das eine ziemlich klare Ansage: Wer die großen PlayStation-Marken direkt spielen will, soll wieder stärker zur Konsole greifen.
Sony will die PS5 wieder wichtiger machen
In den vergangenen Jahren hatte Sony seine Haltung zum PC deutlich gelockert. Spiele wie Horizon Zero Dawn, God of War, Spider-Man, The Last of Us Part I oder Ghost of Tsushima fanden nach ihrer Konsolenphase den Weg auf Steam und in andere PC-Stores. Mal früher, mal später, aber immerhin. Das wirkte lange wie eine einfache Rechnung: Erst verkauft Sony das Spiel auf PlayStation, später wird auf dem PC noch einmal kräftig nachgefasst. Laut Bericht soll Sony intern stärker zwischen Live-Service-Titeln und klassischen Singleplayer-Produktionen unterscheiden. Multiplayer- und Online-Spiele brauchen möglichst große Spielerzahlen. Da ergibt ein PC-Release weiter Sinn. Bei storylastigen Prestige-Titeln sieht Sony den PC aber offenbar wieder weniger als Zusatzgeschäft und mehr als Gefahr für die eigene Plattform.
Singleplayer bleibt wohl wieder Konsole zuerst
Das heißt nicht automatisch, dass nie wieder ein PlayStation-Spiel auf dem PC erscheint. Die großen Singleplayer-Marken sollen wieder stärker als Kaufargument für PlayStation-Hardware dienen. Genau das war früher Sonys stärkste Waffe. Wer Uncharted, The Last of Us, God of War oder Spider-Man spielen wollte, brauchte eben eine PlayStation. Ende der Diskussion.
Live-Service bleibt die Ausnahme
Ganz vom PC verabschiedet sich Sony damit wohl nicht. Bei Live-Service-Spielen wäre das auch ziemlich unklug. Titel wie Helldivers 2 haben gezeigt, wie wichtig der PC für Reichweite, Community und langfristige Spielerzahlen sein kann. Auch kommende Online-Projekte dürften weiterhin nicht künstlich auf eine Plattform eingesperrt werden, wenn sie vom möglichst großen Publikum leben.
Gleichzeitig wird PS Plus teurer
Ausgerechnet in diese Phase fällt auch die nächste Preisbewegung bei PlayStation Plus. Sony hebt in ausgewählten Regionen die Preise für die einmonatige und dreimonatige Mitgliedschaft von PlayStation Plus Essential an. Ab dem 20. Mai 2026 kostet der Monat demnach 9,99 Euro statt bisher 8,99 Euro. Drei Monate steigen von 24,99 Euro auf 27,99 Euro. Der Jahrespreis bleibt laut Bericht vorerst bei 71,99 Euro.
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