
Sovol M1D: Sieben Materialien, zwei Extruder und ein Werkzeugwechsel für den Schreibtisch
Sovol bereitet mit dem M1D einen ziemlich spannenden FDM-3D-Drucker vor. Der Hersteller kombiniert dabei ein IDEX-System mit einem Werkzeugwechsler. Klingt erstmal nach Maschinenbau-Bingo, ist aber genau die Sorte Technik, bei der Maker kurz aufhören, an ihrem Druckbett zu kratzen.
Der M1D setzt auf das von Sovol DualX genannte System. Ein Extruder bleibt fest im Drucker, der zweite Extruder kann verschiedene Werkzeugköpfe aufnehmen. Dadurch sollen sich bis zu sieben Farben oder Materialien in einem Druckauftrag nutzen lassen: ein fester Kopf plus sechs wechselbare Köpfe. Jeder Kopf besitzt eine eigene Heizung und kann vor dem Einsatz bereits aufgeheizt werden. Das soll Wartezeiten beim Farb- oder Materialwechsel reduzieren.
Werkzeugwechsel in rund fünf Sekunden
Der eigentliche Wechsel erfolgt über einen patentierten Greifmechanismus aus Metall. Laut Sovol soll ein Werkzeugkopf in etwa fünf Sekunden getauscht werden. Das ist besonders interessant für alle, die Mehrfarb- oder Mehrmaterialdruck bisher vor allem mit Filamentwechsel, Purge-Towern und ordentlich Plastikmüll verbinden. Gegenüber klassischen Filamentwechslern soll der M1D deutlich weniger Abfall produzieren, weil nicht ständig Material gespült werden muss. Das wäre vor allem bei teureren Filamenten, löslichen Stützmaterialien oder flexiblen Kombinationen ein echter Vorteil. Vorausgesetzt natürlich, das System läuft am Ende auch so sauber, wie es auf dem Papier klingt. 
Großer Bauraum und schnelle Bewegung
Der Bauraum des Sovol M1D liegt bei 300 × 300 × 350 Millimetern. Damit ist der Drucker nicht winzig, aber noch klar im Desktop-Segment unterwegs. Die maximale Druckgeschwindigkeit gibt Sovol mit 600 mm/s an. Dazu kommt ein Auto-Filament-System mit sechs Kanälen. Es soll Material automatisch laden und Probleme wie leeres Filament, verstopfte Düsen oder verheddertes Material erkennen. Eine Kamera überwacht den Druck und soll unter anderem Spaghetti-Fehldrucke sowie Fremdkörper auf dem Druckbett melden.
IDEX-Modi für Kopien, Spiegelteile und Materialmix
Durch das IDEX-System bietet der Drucker mehrere Arbeitsmodi. Im Single-Modus arbeitet der M1D klassisch mit einem Extruder. Im Copy-Modus können zwei identische Teile parallel entstehen. Der Mirror-Modus druckt gespiegelte Bauteile gleichzeitig, etwa linke und rechte Komponenten. Im Multi-Modus geht es dann um Farben, Materialien und Stützstrukturen in einem Auftrag.
Kickstarter statt direkter Marktstart
Der Sovol M1D soll zunächst über Kickstarter starten. Einen konkreten Termin für die Kampagne nennt der Hersteller aktuell noch nicht. Geplant ist ein Super-Early-Bird-Preis von 1.499 US-Dollar. Der spätere Listenpreis soll bei 1.799 US-Dollar liegen.
Weitere technische Punkte sind ein Wirbelstromsensor, eine KI-gestützte Kalibrierung, ein 5-Zoll-Touchscreen mit überarbeiteter Oberfläche sowie eine grundsätzlich quelloffene Plattform. Damit zielt Sovol klar auf Nutzer, die nicht nur auf „Drucken drücken“ wollen, sondern bei Bedarf auch tiefer ins System greifen.
Ich sag mal so:“Schauen wir mal“
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