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Acht Filamentrollen, acht Toolheads und möglichst wenig von den berüchtigten „Purge Poops“: Mit dem AxiLoop MC8 taucht ein weiterer ziemlich ungewöhnlicher 3D-Drucker auf. AxiLoop hat das Gerät jetzt erstmals offiziell gezeigt und will den MC8 auf der Formnext Asia 2026 in Shenzhen vom 26. bis 28. August live demonstrieren.
Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Statt mehrere Filamente nacheinander durch eine einzelne Düse zu jagen, setzt AxiLoop auf acht separate Toolheads. Passend dazu können acht Filamentrollen direkt am Drucker angeschlossen werden. Laden und Entladen des Filaments soll vollständig automatisch funktionieren.
Zehnmal weniger Abfall – zumindest laut AxiLoop
Besonders offensiv wirbt der Hersteller mit der Effizienz. AxiLoop spricht von zehnfach höherer Effizienz und zehnmal weniger Materialabfall gegenüber herkömmlichen Farbwechselsystemen. Wie genau diese Werte ermittelt wurden, hat das Unternehmen bislang allerdings nicht detailliert erklärt. Bis unabhängige Tests vorliegen, sollte man die Zahlen daher eher als Herstellerangabe verstehen.
Der Ansatz selbst ist dennoch interessant. Bei Systemen wie einem AMS muss beim Farbwechsel das bisherige Filament aus einer gemeinsamen Düse entfernt werden. Dabei landet teilweise ordentlich Kunststoff neben dem Drucker oder im Purge-Tower. Separate Toolheads können diesen Vorgang weitgehend vermeiden, weil jeder Kopf sein eigenes Material behalten kann.
300 Millimeter Bauraum und bis zu 600 mm/s
Auch beim eigentlichen Drucker kleckert AxiLoop zumindest auf dem Datenblatt nicht. Der MC8 bietet einen Bauraum von 300 × 300 × 300 Millimetern und soll Druckgeschwindigkeiten von bis zu 600 mm/s erreichen.
Beim Bed-Leveling nennt AxiLoop satte 2.500 Messpunkte. Die komplette Vermessung des Druckbetts soll laut Hersteller innerhalb einer Minute abgeschlossen sein. Hinzu kommen ein Touchscreen sowie ein eigenes App-Ökosystem, über das sich der Drucker drahtlos steuern lassen soll.
| Merkmal | AxiLoop MC8 |
|---|---|
| Druckverfahren | FDM/FFF |
| Toolheads | 8 |
| Filamentrollen | bis zu 8 |
| Bauraum | 300 × 300 × 300 mm |
| Geschwindigkeit | bis 600 mm/s |
| Bed-Leveling | 2.500 Messpunkte |
| Filamentwechsel | automatisches Laden/Entladen |
| Bedienung | Touchscreen und App |
| Preis | noch nicht bekannt |
| Marktstart | noch nicht bekannt |
Das Konzept kommt uns allerdings bekannt vor
Ganz neu ist die Idee eines Achtfach-Toolchangers 2026 nicht. Erst kürzlich hatten wir uns den InfiMech MX Pro angesehen. Der besitzt ebenfalls acht separate Toolheads und ebenfalls einen Bauraum von 300 × 300 × 300 Millimetern. Trotz der verblüffend ähnlichen Eckdaten handelt es sich nach dem derzeit öffentlich verfügbaren Material um zwei separat angekündigte Geräte. Beim InfiMech kommen beispielsweise induktiv beheizte Toolheads, aktive Bauraumheizung und diverse Überwachungsfunktionen hinzu. AxiLoop hat viele technische Details des MC8 dagegen noch gar nicht veröffentlicht. Eine Verbindung zwischen beiden Projekten lässt sich derzeit nicht belastbar belegen.
Ebenfalls interessant ist der Vergleich mit den zuletzt aufgetauchten Bambu-Lab-Patenten für einen automatischen Druckkopf-Wechsler. Während dort bislang lediglich Patentanmeldungen vorliegen, zeigt AxiLoop mit dem MC8 bereits ein konkretes Gerät.
Viele Fragen sind noch offen
Und davon gibt es einige. Über Hotend-Temperaturen, Bauraumheizung, unterstützte Materialien, Beschleunigung, Düsen, Slicer-Unterstützung und vor allem den Preis schweigt sich AxiLoop bislang aus.
Mehr Informationen sollen auf der Formnext Asia folgen. Dort will das Unternehmen den MC8 erstmals im laufenden Betrieb zeigen. Genau das dürfte spannend werden, denn acht Toolheads auf einem vergleichsweise kompakten Desktop-Drucker klingen auf dem Papier ziemlich fett – jetzt muss die Kiste nur noch beweisen, dass die Mechanik auch zuverlässig funktioniert.
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