
Doctor Who muss erst mal in die Warteschleife
Die TARDIS bleibt vorerst geparkt. Die BBC legt „Doctor Who“ nicht offiziell endgültig zu den Akten, aber die Science-Fiction-Serie bekommt erst einmal eine Zwangspause. Das bereits angekündigte Weihnachtsspecial für 2026 wird nicht produziert. Stattdessen soll die Zukunft der Serie neu aufgestellt werden.
Der entscheidende Punkt: Die BBC will „Doctor Who“ in ein neues Ausschreibungsverfahren geben. Produktionsfirmen können sich damit um die nächste Phase der traditionsreichen Serie bewerben. Die BBC betont zwar, dass „Doctor Who“ weiter ein wichtiger Teil des Senders bleibe, aber für Fans fühlt sich das natürlich trotzdem erst einmal an wie ein ziemlich harter Cut.
Kein Weihnachtsspecial 2026
Eigentlich sollte 2026 noch ein Weihnachtsspecial erscheinen. Daraus wird nun nichts. Die BBC begründet die Entscheidung damit, die Serie nicht mit einem einzelnen Übergangs-Special künstlich am Leben halten zu wollen. Stattdessen wolle man in die langfristige Zukunft investieren.
Disney-Deal ist durch
Ein weiterer Hintergrund ist das Ende der Partnerschaft mit Disney. Die jüngere „Doctor Who“-Ära lief international über Disney+ und bekam dadurch sichtbar mehr Budget und eine größere Bühne. Diese Phase ist nun vorbei. Damit muss die BBC neu klären, wie die Serie künftig finanziert, produziert und international ausgewertet wird. Für „Doctor Who“ ist das keine Kleinigkeit. Die Marke ist alt, groß und weltweit bekannt. Gleichzeitig ist sie teuer, anspruchsvoll und braucht eine klare kreative Richtung. Einfach weiterdrehen, weil man halt immer weitergedreht hat, scheint der BBC diesmal nicht zu reichen.
Russell T Davies und Bad Wolf wohl raus
Nach aktuellen Berichten endet auch die Zusammenarbeit mit Showrunner Russell T Davies und der Produktionsfirma Bad Wolf. Davies hatte die Serie bereits 2005 erfolgreich zurückgebracht und später erneut übernommen. Sein zweiter Lauf fällt nun offenbar deutlich kürzer aus als viele Fans gehofft hatten.
Besonders bitter ist die offene Lage nach dem letzten großen Cliffhanger. Ncuti Gatwa hatte sich als Doctor verabschiedet, am Ende stand plötzlich Billie Piper im Raum. Ob das als echte neue Inkarnation gedacht war, als Übergang oder als bewusstes Fan-Chaos, bleibt weiter unklar. Sehr „Doctor Who“ also. Nur diesmal ohne direkte Auflösung.
Die BBC versucht, das Ganze als strategischen Neustart zu verkaufen. Und ja, „Doctor Who“ ist nicht tot. Aber die Serie liegt jetzt erst einmal auf Eis, bis klar ist, wer sie künftig produziert und wohin die Reise gehen soll.
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