
Dreame (ja, die mit dem Raketenauto) macht jetzt also auch Ringe und betritt damit als nächster Hersteller, den Smart-Ring-Markt. In Europa wurden der Dreame Smart Ring und der Dreame Glow Ring vorgestellt. Vorbestellungen sind in Europa bereits möglich. Für Deutschland nennt Dreame aber noch keinen finalen Preis und auch keinen konkreten Liefertermin. Genau da bleibt also noch etwas Nebel im Schaufenster.
Der Schritt passt trotzdem ins Bild. Dreame baut sein Portfolio seit einiger Zeit deutlich aus. Saugroboter, Wischsauger, Raketenautos und Mähroboter reichen offenbar nicht mehr. Jetzt sollen Wearables dazukommen.
Smart Ring mit Vibration
Der Dreame Smart Ring setzt auf einen kleinen Vibrationsmotor. Damit soll der Ring direkt am Finger auf Anrufe, Nachrichten und Erinnerungen hinweisen. Auch Hinweise gegen zu langes Sitzen sind vorgesehen. Je nach Modell ist von hochwertiger Keramik beziehungsweise einer Titanlegierung die Rede. Innen soll hautfreundliches Material zum Einsatz kommen. Der Ring soll dadurch unauffällig bleiben und sich auch nachts tragen lassen, ohne wie ein Fitnessgerät am Körper zu wirken.
Neben der haptischen Rückmeldung nennt Dreame auch eine Messung der Herzfrequenz. Zudem verfügt der Ring über weitere klassische Smart-Ring-Funktionen wie Schlafüberwachung, Ruhephasen, Trainingsdaten, Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoff und automatische Aktivitätserkennung. Spannend ist außerdem die angedeutete Gestensteuerung: Per Fingertipp soll der Ring etwa Musik steuern, Präsentationen bedienen, Fotos auslösen oder in E-Books blättern können.
Glow Ring für Gesundheitsdaten
Der Dreame Glow Ring geht stärker in Richtung Gesundheit und Schlafanalyse. Laut Dreame misst der Ring dauerhaft Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Körpertemperatur, Atemfrequenz und Schlafstruktur. Dazu kommen Aktivitätstracking und Schlafanalyse. Damit tritt Dreame klar gegen Anbieter wie Oura, RingConn und Samsung an.
Aber auch hier gilt Auch der Glow Ring ist kein Gesundheitsprodukt mit Zertifizierung Zipp und Zapp. Solche Geräte können Trends zeigen, Schlafmuster sichtbar machen und auf Veränderungen hinweisen. Sie ersetzen keine medizinische Diagnose. Wer echte Beschwerden hat, sollte sich nicht vom Ring beruhigen lassen, sondern einen Arzt fragen.
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Dreame-Sphere als neues Ökosystem
Auf der deutschen Dreame-Seite ist der „Dreame AI Haptic Ring“ bereits in der Dreame-Sphere-Übersicht zu sehen. Das deutet darauf hin, dass Dreame die Ringe nicht als isolierte Spielerei versteht, sondern als Teil eines größeren Ökosystems. Genau das könnte für den Hersteller wichtig werden.
Ein Ring, der nur Schritte zählt und Schlaf misst, ist 2026 keine Sensation mehr. Ein Ring, der mit Smart-Home-Geräten, Erinnerungen, Gesten und vielleicht später weiteren Dreame-Produkten zusammenspielt, wird interessanter. Vorausgesetzt, Dreame bekommt die Software sauber hin. Hardware kann die Marke. Bei Wearables entscheidet am Ende aber oft die App, nicht das Datenblatt.
Preis und Verfügbarkeit
Für Deutschland gibt es aktuell noch keinen offiziellen Europreis und keinen konkreten Liefertermin. Dreame nennt für Europa geöffnete Vorbestellungen. Der bereits gelistete Dreame Ring im US-Shop liegt bei 299 US-Dollar.
Der Smart-Ring-Markt bekommt damit den nächsten ernstzunehmenden Mitspieler. Und langsam wird es absurd: Erst haben alle Smartwatches gebaut, jetzt wollen alle an den Finger oder das Ohr. Fehlt nur noch der smarte Schnürsenkel.
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