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EA schließt BioWare: Aus für das legendäre Rollenspielstudio und neues Mass Effect

Electronic Arts streicht laut Bloomberg insgesamt 400 Stellen

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Electronic Arts zieht bei BioWare den Schlussstrich. Das kanadische Entwicklerstudio, das mit Rollenspielen wie „Knights of the Old Republic“ und „Dragon Age“ Videospielgeschichte geschrieben hat, wird nach mehr als 30 Jahren geschlossen. Auch das nächste „Mass Effect“, das sich bei BioWare in Entwicklung befand, steht vor dem Aus. Die Entscheidung ist Teil eines größeren Stellenabbaus bei EA, der laut einem Bericht von Bloomberg rund 400 Arbeitsplätze betreffen soll.

Gegründet wurde BioWare am 1. Februar 1995. Mit erzählerisch geprägten Rollenspielen erarbeitete sich das Studio international einen hervorragenden Ruf. Zu den bekanntesten Titeln zählen „Baldur’s Gate“, „Neverwinter Nights“, „Star Wars: Knights of the Old Republic“ sowie die Reihen „Dragon Age“ sowie „Mass Effect“. Electronic Arts übernahm das Unternehmen im Jahr 2007.

Nun endet die Geschichte des Studios. EA schließt im Zuge seiner aktuellen Umstrukturierung auch den traditionsreichen Standort im kanadischen Edmonton. Nach Informationen von Bloomberg sollen etwa 50 Beschäftigte von BioWare ihren Arbeitsplatz verlieren. Insgesamt plant der Publisher dem Bloomberg-Bericht zufolge den Abbau von rund 400 Stellen.

Die Studioschließung hat unmittelbare Konsequenzen für die Zukunft der „Mass Effect“-Reihe. Der nächste Teil befand sich bislang bei BioWare in Entwicklung, wenngleich auch in einem kleinen Team. Mit dem Ende des Studios wird das Projekt jedoch ebenfalls eingestellt. Damit verliert eine der bekanntesten Science-Fiction-Rollenspielreihen der Branche ihre bisherige Heimat.

Die Nachricht sorgt bei Fans für Entsetzen und Unverständnis. BioWare stand über Jahrzehnte für umfangreiche Rollenspielwelten, weitreichende Entscheidungen im Storytelling und Figuren, deren Geschichten Spieler:innen oft über viele Stunden begleiteten. Gerade die ersten beiden „Baldur’s Gate“-Spiele und die „Mass Effect“-Trilogie beeinflussten Menschen über die Grenzen hinweg und prägten das Rollenspiel-Genre nachhaltig.

Auch aus der Spielebranche kommen ebenfalls Reaktionen auf das Ende des Kult-Studios. Pawel Sasko, Associate Game Director bei CD Projekt RED, würdigte den Einfluss von BioWare auf seine eigene Laufbahn. Das Studio hinter der „Witcher“-Reihe und „Cyberpunk 2077“ sei für ihn eine wichtige Inspiration gewesen.

„Baldur’s Gate 1 and 2 shaped my imagination and the desire to create games“, schrieb Sasko. Ohne BioWare, das seine Leidenschaft für die Spieleentwicklung entfacht habe, wäre er heute nicht dort, wo er sei. Das Studio habe seine Vorstellungskraft geprägt und bereichert. Dafür werde er ihm immer dankbar sein.

Auch Thomas Puha, Communications Director bei Remedy Entertainment, äußerte sich zur Schließung. Er bezeichnete die Entwicklung als traurig, wenn auch nicht völlig überraschend. Zugleich verwies er auf ein grundlegendes Problem großer Publisher: Kleinere AAA-Produktionen könnten häufig nicht genügend Umsatz erzielen – um das wirtschaftliche Risiko für die Unternehmen zu rechtfertigen.

Gerade deshalb sei es problematisch, wenn Publisher gleichzeitig auf neue Marken verzichteten. Die Branche brauche originelle Spiele und neue Franchises, betonte Puha.

Die Schließung von BioWare ist Teil einer Entwicklung, die in der Spielebranche seit Jahren für große Diskussionen sorgt. Hohe Produktionskosten und massive Erwartungen an Verkaufszahlen setzen Entwicklerstudios unter Druck. Besonders ambitionierte Rollenspiele benötigen oft jahrelange Arbeit und große Teams, bevor sie überhaupt Einnahmen erzielen.

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Mit BioWare verschwindet ein Studio, das über Jahrzehnte hinweg zahlreiche andere Entwickler:innen und natürlich uns Spieler:innen massiv inspiriert hat. Der geplante Stellenabbau bei EA deutet zudem darauf hin, dass die aktuellen Einschnitte über das kanadische Studio hinausgehen – sagt Bloomberg. Welche weiteren Bereiche oder Studios betroffen sein werden, ist bis dato nicht bekannt.

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Benny Illgner

Benny Illgner

Redakteur
Tech-Journalist
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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter/Threads unter @IamIllgner an.

Schreibt und lebt nebenher das glorreiche Leben eines Technik-Bloggers. Interessiert sich für technische Spielereien jeglicher Art und spielerische Technik der allgegenwärtigen Videospiel-Konsolen. Primär für Gaming-, Smart Home-Krams und Reviews zuständig. Schlechte Wortspiele in Reviews eingeschlossen.

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