
Faces of Death: Neuer Trailer setzt auf Meta-Horror statt reinen Schockeffekt
Mit Faces of Death kommt am 10. April 2026 in den USA eine Neuinterpretation des berüchtigten Kult-Schockers „Gesichter des Todes“ von 1978 in die Kinos. Das Remake von Daniel Goldhaber verlagert das Konzept in die Gegenwart: Im Zentrum steht diesmal eine Content-Moderatorin, die auf brutale Videos stößt, welche Szenen aus dem Original nachstellen. Genau daraus zieht der Film seinen Reiz: Er spielt erneut mit der Frage, was echt ist und was nur Inszenierung.
Faces of Death von 1978 wurde berüchtigt, weil der Film dokumentarische Bilder, Archivmaterial und nachgestellte Szenen so vermischte, dass viele Zuschauer ihn für eine echte Snuff-Dokumentation hielten. Tatsächlich gilt heute als gesichert, dass ein erheblicher Teil der bekanntesten Momente gestellt war. Das betrifft ausgerechnet einige der Szenen, die den Ruf des Films geprägt haben. Gleichzeitig bestand der Film aber eben nicht nur aus Effekten, sondern mischte Fiktion mit echten Aufnahmen und echtem Archivmaterial.
Auch in Deutschland hat das Original eine lange Geschichte. Gesichter des Todes war hier über Jahrzehnte indiziert und galt entsprechend als einer der notorischsten Videotheken-Schocker überhaupt. Wichtig ist aber der aktuelle Stand: Die Indizierung des Originals wurde im Februar 2022 aufgehoben. Danach konnte der Film in Deutschland offen vermarktet werden und erhielt später auch wieder eine FSK-18-Freigabe.
Das neue Faces of Death scheint genau diesen Mythos modernisieren zu wollen. Statt VHS-Schmuddel und Grindhouse-Provokation geht es nun um Plattformen, Desinformation, virale Gewaltclips und die kaum noch greifbare Grenze zwischen echter Brutalität und kalkulierter Inszenierung.
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Ein Deutschland-Start für Faces of Death ist derzeit noch nicht bestätigt. Offiziell bekannt ist bislang nur der US-Kinostart am 10. April 2026.
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