KinoKritiken

Filmkritik zu “The Equalizer 3 – The Final Chapter” + Gewinnspiel

Denzel Washington kehrt als Rächer der Schwachen zurück

In einem italienischen Küstenörtchen räumt Denzel Washington als brutaler Engel der Gerechtigkeit ordentlich auf – in “The Equalizer 3 – The Final Chapter” kommt in den gelungenen Action-Szenen manchmal echtes “John Wick”-Feeling auf während der Gewaltgrad spürbar hochgeschraubt wurde, aber hierdurch das schwache Drehbuch nicht hinwegtäuschen lässt. Ob sich der Actionthriller im Kino lohnt, verrät unsere Filmkritik. Dazu wartet ein Gewinnspiel!

Denzel Washington ist stolze 68 Jahre. Trotzdem sieht man ihm sein Alter nicht an. Egal, ob er mit grimmigem Gesichtsausdruck Ungerechtigkeit beobachtet, durch die kleinen Stäffelchen joggt oder es gleich mit mehreren schwer bewaffneten Typen aus der Mafia zu tun kriegt. Privat lebt der in Mount Vernon geborene Schauspieler als gläubiger Christ, der bereits zweimal die Bibel komplett durchlas. Trotzdem zeigt er in der “The Equalizer”-Filmreihe nicht selten wo der sprichwörtliche Hammer hängt. Vor neun Jahren, also 2014, kam mit dem Erstling ein bis dato grandioser Actionfilm in die Lichtspielhäuser, der es verstand eine langanhaltend düstere Atmosphäre ohne überbordende Schießereien zu schaffen. Zudem war das Skript clever umgesetzt und mit Marton Csokas als Gegner unheimlich gut getroffen. Glatze, Charme und eine mysteriöse CIA-Vergangenheit. Die Fortsetzung zog weder in Sachen Atmosphäre, Storytelling oder gar Antagonist(en) gleich. Vielmehr war die Geschichte rund um Robert McCalls alte hasserfüllte CIA-Kollegen uninteressant dämlich inszeniert. Als Planungen für Teil 3 bekannt wurden, galt die alte Faustregel: Hop oder Top. Nachdem ich ihn, selbstverständlich im IMAX, sah kann ich sagen – irgendwie beides. Dabei verspricht die Grundkonstellation eigentlich wieder viel, denn Regisseur Antoine Fuqua bewies im Doppel mit Washington und Ethan Hawke im sehr überaus starken “Training Day” von 2001 bereits, dass er clevere Action mit gesellschaftlichen Zwischentönen präsentieren kann. Ebenfalls zeichnet er sich für die gesamte “The Equalizer”-Reihe verantwortlich. Doch die Handlung des dritten Teils wirkt teilweise unausgegoren.

Dabei beginnt er recht düster und nagt herrlich an seiner FSK 16-Freigabe. Robert McCall (Denzel Washington) wird nach einem Gemetzel in einem sizilianischen Weingut angeschossen und findet sich in einer kleinen Gemeinde an der Amalfiküste wieder. Enzo (Remo Girone) ein hiesiger Arzt rettet ihm das Leben und fortan verbringt er dort einige Zeit bis zu seiner Genesung. Als McCall sieht mit welchen Mitteln der dortige Camorra-Clan ihre Schutzgelder eintreibt – wird er sich entscheiden müssen: Greift er ein oder überlässt er den Bewohnern ihrem Schicksal? Doch ein Ereignis lässt ihn diese Entscheidung fällen. “The Equalizer 3 – The Final Chapter” nimmt sich überaus viel Zeit um in die Pötte zu kommen. Vielleicht liegt es an der traumhaften italienischen Kulisse mit ihren vielen kleinen Gassen oder eher am recht ungleich gewichteteten Drehbuch welches zwar für ein paar überraschende Momente sorgt, jedoch ein gutes Pacing vermissen lässt. Dabei ist er um Längen besser als sein Vorgänger – kommt aber nicht an Teil 1 heran, was größtenteils an den Schema F-Antagonisten liegt. Sie werden uns als organisierte Mafiosis verkauft, kommen einem aber wie stiernackige Rüpel ohne viel Hirn vor. Die Präsenz von Denzel Washington wiederum rettet so einiges und hält uns sprichwörtlich an der Stange. So gehören die oftmals sehr kreativ umgesetzten Action-Szenen zu dem Besten was man seit “John Wick 4” im Kino bestaunen darf. Zudem ist der Gewaltgrad deutlich höher gesetzt, was man bei angehackten Gliedmaßen und offenen Brüchen in Kämpfen durchaus merkt, wobei die FSK mit ihrer 16er-Freigabe noch sehr gnädig war. Komponist Marcelo Zarvos steuert diesmal den Score dazu und lässt tragischerweise den typisch-rotzigen “Equalizer”-Sound seines Vorgängers Harry Gregson-Williams vermissen, was zur ganzheitlichen Ästhetik der Reihe beitrug.

The Equalizer (Blu-ray)
  • Denzel Washington, Marton Csokas, Chloë Moretz (Schauspieler)
  • Antoine Fuqua (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren

Insgesamt macht “The Equalizer 3 – The Final Chapter” besonders im IMAX richtig Spaß, weshalb die herrlich gemachten Action-Sequenzen zwar das schwache Drehbuch etwas ausgleichen aber nicht gänzlich hinwegtäuschen kann. Für einen wunderbar spielenden Denzel Washington lohnt sich der Gang ins Kino allemal.

The Equalizer 3 – The Final Chapter. USA 2023. Verleih: Sony Pictures. Regie: Antoine Fuqua. Mit Denzel Washington, Dakota Fanning, Eugenio Mastrandrea. 109 Minuten. FSK: Ab 16 Jahren.

Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Nein.

Hier findest du unsere aktuellen Filmkritiken.

+++ Verlosung +++

Zusammen mit Sony Pictures Germany verlosen wir zum Kinostart von “The Equalizer 3 – The Final Chapter” ZWEI exklusive Fanpakete bestehend aus:

– 1 Rucksack (Equalizer-Style)
– 1×2 Kinokarten für den Film

The Equalizer 3
© Sony

Ihr müsst nur folgende Frage RICHTIG beantworten:

Wer spielte neben Denzel Washington im 2001 erschienenen Cop-Thriller “Training Day” den unerfahrenen Detektive-Frischling?

A: Ethan Hawke
B: Tom Cruise
C: Johnny Depp

Viel Glück!

Das Gewinnspiel ist BEENDET. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.

Teilnahmeschluss ist der 06. September 2023, 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. BITTE KEINE WOHNADRESSEN ODER SONSTIGE PRIVATEN DATEN SCHICKEN. Lieferung des Gewinns nur nach Deutschland.

Vielen Dank an Sony Pictures Germany für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „The Equalizer 3 – The Final Chapter” gibt es hier.

Diesen Film auf der weltgrößten IMAX-Leinwand schauen? Hier entlang.

Hier findest du unsere aktuellen Filmkritiken.

Bei den hier angezeigten Produkten handelt es sich um Affiliate Links, bei einem Kauf unterstützt ihr meine Arbeit. Letzte Aktualisierung 16.07.2024 / Bilder von der Amazon Product Advertising API. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.

Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"