Kino

Filmreview: Ted

Gestern Abend war es seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder an der Zeit ins Kino zu gehen, da wir durch unseren Nachwuchs etwas in der Zeiteinteilung eingeschränkt waren, viel die Wahl auf TED.
Im Vorfeld hatte ich schon einiges über den Film gelesen und mein Frauchen war ebenfalls davon besser zu überzeugen als von Prometheus oder Batman, die ich mir wohl dann doch auf Blu-Ray ansehen muss.
Lange Rede, kurzer Sinn. Gegen 21:00 Uhr saßen wir dann im Kino und der Film ging los. Nach Trailern für „Was passiert, wenns passiert ist“, „Django Unchained“, „Wer’s glaubt, wird seelig“ und „Das Bourne Ultimatum“ gings dann auch schon los.
Zu Beginn des Films wird die Geschichte des kleinen John (Mark Wahlberg) erzählt der keine Freunde (Oooooohhhhh….) hat erzählt. Eines schönes Weihnachtsmorgens bekommt John von seinen Eltern einen Teddybären geschenkt den er sofort in sein Herz schließt. Er erklärt Teddy wie er seinem neuen besten Freund und schwört sich niemals von ihm zu trennen, wenn er doch nur reden könnte. Wie es in der schönen Filmwelt manchmal ist, geht genau dieser Wunsch in Erfüllung und Teddy steht am nächsten Morgen neben Johns Bett und beginnt diesen sofort vollzutexten. Was am Anfang für die Eltern ein Schock war, bei dem der Vater Ted sogar erschießen wollte, entpuppt sich schnell als Wunder und Ted wird zur Attraktion die es sogar bis in die Johnny Carson Show schafft. Doch die Off-Stimme sagt es in der es so schön in der Einleitung, das geht so lange bis es den Menschen am Arsch vorbei geht. Die Zeit und das Leben geht weiter, John wird erwachsen und Ted ist immer an seiner Seite. Die beiden sind unzertrennlich und gehen gemeinsam durch Dick und Dünn. Selbst als John mit seiner Freundin Lori (Mila Kunis) zusammenzieht ist Ted dabei.
John hat einen miesen Job als Autovermieter, Lori arbeitet in einer PR-Agentur mit einem schleimigen Boss und Ted kifft sich so durchs Leben. Als John zum vierten Jahrestag der Beziehung zu Lori vor die Wahl gestellt wird sich zwischen Ted und Lori zu entscheiden ist er in der Zwickmühle, denn wer er hatte Ted ja versprochen ewig für ihn da zu sein. Da Männer immer zu ihren Kumpels stehen, egal ob Stoffbär oder Mensch, fällt es John sehr schwer Ted vor die Tür zu setzen, nicht ohne ihm zu helfen einen Job in einem Supermarkt zu finden und dazu noch eine Wohnung in der laut Ted nur ganz wenige Menschen umgebracht wurden.
Beide gehen nun ihre mehr oder weniger getrennten Wege bleiben aber weiterhin in engem Kontakt und ziehen sich auch noch gemeinsam den einen oder anderen Joint durch. Ted animiert John auch sich mit ihm zu treffen, obwohl John eigentlich arbeiten müsste. Als Vorwand sich von der Arbeit wegzustehlen schiebt John Lori vor die angeblich zwischen die Fronten zweier Kampfhunde gekommen ist. Nachdem John`s psychopathischer Boss daraufhin Lori Besserungswünsche schickt, hängt natürlich der Haussegen schief und die erste Krise ist vorprogrammiert. John verspricht so etwas nie wieder zu tun, was aber kurze Zeit später bei einer von Ted veranstalteten Party widerlegt wird. John schleicht sich einfach von einem Firmenparty von Lori’s Firma um sein Idol Sam Jones (den Hauptdarsteller aus dem 1980-er Klassiker „Flash Gordon“) zu treffen, der durch Zufall auf Teds Party aufgetaucht ist. Die Party läuft mit einer Menge Drogen und Alkohol komplett aus dem Ruder bis Lori auftaucht und John aus der gemeinsamen Wohnung wirft. Angepisst und wütend zerstreitet sich John mit Ted und zieht alleine in ein billiges Hotel.
Ab diesem Zeitpunkt beginnt der „Herzschmerz“-Strang in dem John versucht Lori aus den schleimigen Fingern ihres Bosses zu befreien und ihr Herz zurückzuerobern. Dazu kommt noch, dass Ted von einem Psychopathen verfolgt wird, der seinem Sohn versprochen hat ihm alles zu geben was der sich wünscht, und dieser wünscht sich Ted. Alles Endet in einem Showdown in die für mich drei Handlungsstränge zusammengeführt werden, den ich hier jetzt nicht weiter spoilern möchte, denn schließlich sollt ihr euch den Film auch noch ansehen.
Alles in allem kann man sich Ted ansehen. Ted ist ein Film der die Wünsche fast jeden Kindes aufgreift und konsequent weiterführt, denn wenn es das Wunder von Ted wirklich einmal passieren würde, wie würde das ganze weitergehen wenn man wirklich ein Stofftier hat das einen für den Rest des Lebens begleitet? Diese Idee zusammen mit dem Witz von McFarlane (Schöpfer von Family Guy) macht Ted zu einem gelungen Film der nicht durch wirre Action oder tief schürfende Dialoge punktet, sondern den Witz zweier Freunde die sich seit Ewigkeiten kennen und zwischen die sich eine Frau stellt. Der Film lebt auch von seinen kleinen Seitenhieben und witzigen Cameos, wie den von Ryan Reynolds, oder Sprüchen wie die über einen schwulen Fight Club. Was ich mich allerdings gefragt habe ist, wie der Film in der Originalfassung wirkt, da ich glaube, dass einige der Witze dann doch eher auf das deutsche Publikum zugeschnitten wurden.
Fazit: Ted kann ich für eine leichte Abendunterhaltung uneingeschränkt empfehlen. Ausserdem ist es mal was etwas Neues, kein Remake, Sequel oder Prequel und das macht Ted in meinen Augen im Moment zu etwas besondrem im Hollywood Remake-Wahn. Okay…es wird sicherlich noch Leser geben die andere Filme mit „zum Leben erwachtem Spielzeug kennen“ (Chucky, Small Soldiers, Puppet Master etc. etc.) aber keiner der Filme greift die „Beziehung zwischen einem Mann und seinem Teddy“ so lustig auf, wie McFarlane dies in Ted tut.

Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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