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gamescom 2025 angespielt: Exoborne – Extraktion im Klimawandel

Hütet euch vor dem Feuer-Tornado!

Zwischen bombastischen Blockbustern und kleineren Indie-Ideen rücken auch Projekte ins Blickfeld, die noch nicht allzu viele Schlagzeilen gemacht haben. Zu dieser Kategorie zählt Exoborne, ein taktischer Extraction-Shooter von Sharkmob. Das Studio, bisher vor allem durch „Vampire: The Masquerade – Bloodhunt“ bekannt, versucht sich an einem Genre, das seit „Escape from Tarkov“ und Co. immer mehr Zulauf erfährt. In unserem Hands-On offenbarte sich dabei eine Mischung aus bekannten Mechaniken und frischen Ansätzen, die sich in einem auffälligen Setting bündeln – unsere Preview zum kommenden Extraktion-Shooter für PC und Konsolen.

Im Mittelpunkt des Spiels steht das Motto „Ausrüsten, reingehen, extrahieren“. Exoborne spielt sich aus der Third-Person-Perspektive und startet ähnlich Fortnite mit einem Abwurf aus einem Transportflugzeug. Das Szenario führt in ein verwüstetes Amerika, dessen Vegetation und Ruinen zunächst trügerische Ruhe ausstrahlen. Erst im Verlauf wird klar, wie sehr die Natur selbst zur Bedrohung avanciert. Neben feindlichen Soldaten, die als Bots erstaunlich hartnäckig auftreten, stellen vor allem extreme Wetterphänomene die eigentliche Herausforderung dar. Ein „Firenado“ – also ein Tornado aus Wind und Feuer – wirbelt die Spielregeln genauso durcheinander wie andere dynamische Effekte, die Bewegung und Sichtlinie massiv beeinflussen. Zwar wurde er uns vollmundig anhand von Screenshots gezeigt – in der spielbaren Version erschien er uns hingegen nicht.

Die Spieler:innen steuern sogenannte Exo-Rigs, die mehr Mobilität erlauben, aber auch taktisch eingesetzt werden müssen, da jeder Verlust endgültig ist: Wer im Gefecht fällt, kann nicht wieder einsteigen. In unserer Session zeigte sich deutlich, dass ein voreiliges Ausscheiden eines Koop-Partners das Team stark ins Straucheln bringt. Zwar lassen sich Aufträge mit Glück auch Solo beenden, doch das Chaos bzw. das Aufkommen von Gegnern nehmen spürbar zu. Die Auswahl an Waffen wirkte in der Demo solide, bestand aus Maschinengewehr und Scharfschützengewehr samt Aufsätzen, dazu kamen Granaten. Das Trefferfeedback war spürbar vorhanden, könnte aber gerne direkter sein. Waffen lassen sich zudem nach erfolgreich abgeschlossenen Aufträgen craften, was den Wiederspielwert erhöhen soll. Optisch setzt Sharkmob auf die Unreal Engine 5, die vor allem in den üppig begrünten Arealen und auf einem weitläufigen Fabrikgelände ihre Stärken ausspielen konnte.

Ob Exoborne sich jedoch im überfüllten Markt bestehender Extraction-Shooter behaupten kann, bleibt abzuwarten. Der offene Fokus birgt Chancen, wirkt aber zugleich relativ diffus. Selbst ein Jahr nach der ersten Präsentation kennen wir immer noch nicht den Grund für die von derart extremen Naturkatastophen durchrüttelte Welt. Spannend wird zudem, ob die Entwickler der Handlung mehr Raum bieten oder lediglich mit einer knappen Rahmenerzählung arbeiten – was aufgrund der spannenden Prämisse schade ist sie nicht zu nutzen. Erste Einblicke lieferten jedenfalls eine temporeiche Mischung aus taktischem Vorgehen, unberechenbaren Umwelteinflüssen und kooperativem Überlebenskampf.

Titel: Exoborne. Genre: Taktik-Shooter. Entwickler: Sharkmob. Publisher: Sharkmob. Engine: Unreal Engine 5. Testphase geplant: Closed-Beta 16. September bis 7. Oktober 2025. Release: Unbekannt.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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