NetzwerkTestberichte

Linksys Velop: W-Lan im letzten Winkel dank Mesh

WLAN Mesh Systeme sind in letzter Zeit immer mehr ins Rampenlicht gerückt wenn es um die lückenlose Abdeckung von großen Flächen geht. Linksys hat mit dem Velop Mesh System ebenfalls ein Komplettset im Angebot (mit drei Access-Points), um jeden Winkel mit gutem Empfang eurer Wohnung / eures Hauses zu versorgen.

Warum Mesh WLAN?

Bei größeren Wohnungen und Häusern kann es durch die Versorgung durch einen einzelenen zentralen Router zu Problemen kommen. Meist werden diese durch WLAN-Repeater, ein Powerline-System erweitert. Eine Priorisierung der eweiligen Komponentent gibt es in diesem heterogenen Umfeld nicht – die Abdeckung ist daher oft mangelhaft und die Leistung des Netwerkes in bestimmeten Bereichen daher meist schlecht. Mesh will gegen genau dieses Problem vorgehen indem es verucht die einzelnen Komponetnten in ein heterogenes Netz einzubetten und Signalstärken ggf. intelligent zu verteilen. Die einzelnen WLAN Accesspoints arbeiten bei Mesh Systemen zusammen und nicht mehr als eigenständige Systeme – dadurch soll der Nutzer nur noch ein großes WLAN Netzwerk spüren und sich innerhalb der verschiedenen Accesspoints ohne Performance-Einbußen problemlos bewegen können (sog. „Roaming“). Jedes Accesspoints wird somit zu einem leistungsstarken Tri-Band-Verbindungspunkt für eine Vergrößerung der Funkabdeckung durch die Kombination der drei Frequenzbänder und gewährleistet damit die optimale Lastverteilung.

Hübsch übersichtlich verpackt, alles da was man zur Installation benötigt

Genau so arbeitet auch das Velop-System von Linksys. Es besteht aus identischen Nodes die euer W-Lan Signal intelligent verteilen sollen. Jeder Node funkt über zwei 5-GHz-Bänder mit je 866 Mbit/s brutto und über ein 2,4-GHz-Band mit bis zu 400 Mbit/s. Zwei Gigabit-LAN-Ports auf der Unterseite ermöglichen den Anschluss von Geräten die per Kabel ans Netz angeschlossen werden müsen. Dank Multi-User-MIMO-Technologie verbindet Linksys mehrere Geräte gleichzeitig. Die dynamische Kanal-Auswahl garamtiert so, dass der entsprechende Note immer einen fast störungsfreien Kanal wählt und System die zur Verfügung stehende Bandbreite effizient nutzt.

zwei Ethernet-Ports pro Node

Installation und Set-Up

Die Einrichtung ist denkbar einfach: Einer der drei Nodes wird per Ethernet-Kabel an den Router oder ein Modem angeschlossen, das eigentliche Setup läuft dann über die Linksys-App, die für iOS- und Android-Geräte verfügbar ist. Euer Smartphone​ verbindet sich dann mit dem im Velop-Node per Bluetooth und führt euch dann mit einem einfachen Assistenten durch die einzelen Installationsschritte. Ist der erste Note eingerichtet und konfiguriert, könnt ihr im Anschluss die weitere Nodes hinzufügen. Diese müssen dann nur noch an eine Stromquelle angeschlossen werden, die App erkennt diese und richtet diese automatisch ein.
Die App teilt euch übrigens auch mit, ob der Node zu nah an einem anderen dran oder zu weit davon entfernt ist, damit ihr sie auch optimal ausrichten könnt.

Die App übersichtlich & simple und bietet Zusatzfunktionen wie einzelnen Geräten Vorrang (Priorotät) im Netzwerk einzuräumen, einen Gästezugang anlegen oder für Kinder Zeitpläne erstellen bzw. einzelne Seiten sperren. Über den Daumen gepeilt war das ganze in 10 Minuten erledigt.

Alternativ lässt sich das Velop-System auch über den Browser aufrufen. Im Menü finden sich hier detailliertere Einstellungen und für Profis weitere Protokolle und Diagnosefunktionen zur Fehlerbehebungen.

Nachdem alles installiert ist und das Mesh-Netz aktiv, zeigt euch jeder Nodes per LED Status an (Blau, Gelb, Rot). Bei dem blauen Dauerlicht funktionieren die Velop Nodes problemlos sollte allerdings die LED rot leuchten liegt ein Problem vor und ihr sollte das Setup noch einmal überprüfen. (Um es mit dem IT-Support zu sagen: Schaltet es mal für ein paar Sekunden aus). Den Schalter bzw. den Reset-Knopf findet ihr übrigens auf der Unterseite des jeweiligen Notes – Zur Not zieht halt den Stecker ;-D

Zuletzt ist Velop mit Amazon Alexa kompatibel – die per Skill z.B. das Gastnetzwerk ein- und ausschalten kann („Alexa, bitte schalte das Linksys Velop Gast-WLAN ein“) das konnte ich aber leider nicht testen.

Mein Testaufbau

Linksys unterstützt ja bei der Installation, um die optimale Platzierung zu finden – da ich in meinem Büro räumlich begrenzt bin, habe ich bei den einzelnen Notes lediglich darauf geachtet, dass die Notes sich überhaupt verbinden und diese nicht exakt ausgerichtet.

In meinem kleinen Testaufbau, aufgeteilt auf 2 Räume mit Rigips Wänden kam ich zu einer durchschnittlichen DL-Rate von 310 MBit/s, im Treppenhaus schaffte ich mit dem Smartphone dann noch fast 140 MBit/s und auf der Straße vor meinem Bürofenster „tröpfelten“ dann immer noch 65 MBit/s über das W-Lan. Mit meinem normalen Provider-Modem mit W-Lan ist bereits kurz nach der Bürotür bereits Schluss.

Ja, der Test ist hat jetzt nicht unter Laborbedingungen stattgefunden, aber niemand plant eine Wohnung um seine W-Lan optimal auszunutzen, man stellt die Notes halt da hin wo gerade platz ist, daher finde ich diese rein subjektiven Ergebnisse wesentlich besser als irgendwelche Laborwerte.

Fazit zum Linksys Velop AC3900 Mesh-System

Linksys hatmit dem Velop AC 3900 ein einfach zu installierendes System auf den Markt gebracht mit dem auch Amteure recht gut zurechtkommen. Weitere nützliche Funktionen wie der Kinderschutz oder Priorisierung beiten dazu noch einen Mehrwert. Selbst in meinem kleien Testaufbeu zeigten sich die Vorteile das Velop Mesh System bietet.

Das von mir geteste Set kostet aktuell um die 270 Euro (November 2018), was auf den ersten Blick nicht gerade günstig ist. Wenn man allerdings bedenkt, was zusätzliche Repeater, Powerline Adapter etc. kosten und man dann trotzdem noch ein schlechtere Abdeckung hat sollte man sich überlegen einem die Mehrkosten nicht durch die Vorteile ausgeglichen werden. Zudem sind die Nodes jetzt nicht so hässlich, dass man sie irgendwo verstecken muss. Das Mesh Netzwerk lässt sich übrigens über die 3 Nodes hinaus erweitern, falls doch noch eine Lücke auftritt, kann diese durch den Zukauf einer weiteren Station beseitigt werden.

Aber da ich hier nicht alles loben will, will ich auch noch ein paar Dinge erwähnen die mich ein wenig gestört haben – wäre ja auch zu schön wenn alles super wäre 😀 Es ist sehr nervig, dass ich jede Url die ich sperren möchte, einzeln eintragen muss. Ein Upoad einer Blacklist wäre da aus meiner Sicht besser.
Zudem ist man gezwungen sich ein Linksys-Konto einzurichten um die Notes zu konfigurieren, dies sollte z.B. optional sein, wenn man sein Netzwerk nicht remote konfigurieren möchte. Aber ansonsten hat mich jetzt nichts gestört.

Disclaimer: Das Velop AC 3600 Mesh Set wurde mir für den Testzeitraum kostenlos von Linksys zur Verfügung gestellt.

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Torsten

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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