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Preview: „007: First Light“ – Gameplay, Edition und alle Infos zum neuen Bond-Spiel

Unser großer Vorschau-Check zum IO Interactive-Blockbuster

„007: First Light“ kommt morgen in den Early Access und positioniert sich als moderner Neustart für James-Bond-Videospiele und setzt dabei auf einen Mix aus cineastischer Inszenierung und systemischem Gameplay. Entwickelt wird der Titel von IO Interactive, die sich bereits mit der „Hitman“-Reihe einen Namen für offene Missionsdesigns und elegante Spielsysteme gemacht haben. Entsprechend liegt die Erwartung nahe, dass auch Bond weniger als reiner Actionheld, sondern als flexibel agierender Agent interpretiert wird – alle Infos zum bevorstehenden Release.

Im Zentrum steht eine Origin-Story, die bewusst vor den bekannten Filmen ansetzt. Der Spieler begleitet einen noch nicht vollständig geformten Doppelnull-Agenten, dessen Aufstieg innerhalb des MI6 nicht nur über Missionserfolge, sondern auch über Verhalten und Stil definiert wird. Die Geschichte soll laut Entwickler weniger linear verlaufen als frühere Bond-Adaptionen und stattdessen Raum für unterschiedliche Herangehensweisen lassen – sowohl in Dialogen als auch in Missionsverläufen. Klassische Motive wie Verrat, geopolitische Spannungen und persönliche Loyalitäten sind gesetzt, werden aber in einem moderneren Kontext erzählt.

Spielerisch orientiert sich „007: First Light“ deutlich an Genreperlen wie „Hitman“, die IO Interactive perfektioniert hat sowie der „Uncharted“-Reihe. Große, halb-offene Areale bilden den Rahmen für einzelne Einsätze, die auf verschiedene Arten gelöst werden können. Schleichen, Täuschen, gezielte Eliminierung oder das geschickte Nutzen von Gadgets stehen gleichberechtigt nebeneinander. Anders als bei „Hitman“ scheint der Fokus jedoch stärker auf erzählerischer Führung zu liegen – Missionen sollen zwar Freiheiten bieten, gleichzeitig aber dramaturgisch enger inszeniert sein.

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Das Kampfsystem wirkt direkter als in den bisherigen IO-Titeln, ohne in reine Shooter-Mechanik abzurutschen. Feuergefechte bleiben eine Option, sind aber selten die eleganteste Lösung. Stattdessen rückt das Spiel situative Entscheidungen in den Vordergrund: Wann ist Diskretion sinnvoll, wann eskaliert eine Situation bewusst? Diese Balance könnte zum entscheidenden Faktor werden, um sich von anderen Stealth- oder Actionspielen abzugrenzen.

Technisch basiert der Titel auf der hauseigenen Glacier-Engine, die bereits in „Hitman World of Assassination“ zum Einsatz kam, hier jedoch erweitert wird. Besonders auffällig ist die Detaildichte der Umgebungen: internationale Schauplätze, von urbanen Zentren bis zu abgeschiedenen High-Tech-Anlagen, werden mit hohem Anspruch an Atmosphäre umgesetzt. Dynamische Beleuchtung, glaubwürdige NPC-Routinen und eine reaktive Spielwelt sollen dafür sorgen, dass Missionen nicht statisch wirken, sondern auf Spieleraktionen reagieren.

Technische Ausrichtung und Features:

– Engine: Weiterentwickelte Glacier-Engine mit Fokus auf dynamische Systeme
– Plattformen: Aktuelle Konsolen sowie PC

Spielmodi:

– Einzelspieler-Kampagne (storygetrieben, semi-offene Missionen)
– Herausforderungsmodus (variierende Missionsparameter, Wiederspielwert)
– Zeitbasierte Szenarien (optionale Zielvorgaben, Speedrun-Ansatz)
– KI-Systeme: Erweiterte NPC-Reaktionen, soziale Tarnmechaniken
– Fortschrittssystem: Fähigkeiten und Ausrüstung entwickeln sich abhängig vom Spielstil
– Steuerung: Kombination aus Third-Person-Stealth und situativem Action-Handling

Ein zentrales Element bleibt die Ausrüstung. Klassische Bond-Gadgets kehren zurück, werden aber funktional stärker ins Gameplay integriert. Statt reiner Gimmicks sollen sie echte Alternativen zu direkten Lösungswegen bieten – etwa beim Umgehen von Sicherheitssystemen oder beim Manipulieren von Gegnern. Gleichzeitig wirkt das Arsenal bewusst begrenzt, um Entscheidungen relevanter zu machen.

Bei den Editionen setzt IO Interactive auf ein vertrautes Modell. Neben einer Standardfassung wird es voraussichtlich eine erweiterte Version mit zusätzlichen Inhalten geben – darunter kosmetische Extras, möglicherweise frühzeitiger Zugang und optionale Bonusmissionen. Zudem gibt es die „Specialist Edition“, welche Amazon exklusiv verkauft wird und Inhalte der Deluxe Edition mit 4 Exklusive Outfits + Waffen-Skin sowie Glänzendes Paket – einschließlich 4 Gadget-Skins umfasst.

007 First Light Specialist Edition (Amazon exklusive) (PS5).
  • Begib dich auf Missionen an atemberaubenden Schauplätzen, fahre Fahrzeuge mit Kultstatus und erlebe ein filmreifes Abenteuer
  • Kämpfe mit Fäusten oder Patronen, nutze Gadgets, um in feindliches Territorium einzudringen, oder führe die Wachen hinters Licht
  • Stell deine Fähigkeiten auf die Probe und spiele deine Lieblingsmissionen mehrmals mit zusätzlichen Modifikatoren - für grenzenloses Spionagevergnügen

Interessant ist auch der gesamte Ansatz: Bond wird hier nicht als fertige Ikone präsentiert, sondern als Figur im Wandel. Entscheidungen im Spiel könnten Einfluss darauf haben, wie er sich entwickelt – weniger im Sinne eines Rollenspiels, sondern eher als narrative Gewichtung. Diese Ausrichtung passt zum generellen Anspruch, dem Spieler mehr Verantwortung für den Verlauf zu geben.

Kritisch bleibt abzuwarten, wie gut die Balance zwischen Freiheit und Inszenierung gelingt. IO Interactive steht für offene Systeme, Bond hingegen für stringente Dramaturgie. Wenn das Spiel zu stark in eine Richtung kippt, verliert es entweder an Spannung oder an spielerischer Tiefe. Auch die Frage nach Langzeitmotivation – jenseits der Kampagne – ist noch nicht vollständig beantwortet.

Unser ausführlicher Testbericht zu „007: First Light“ erscheint im Laufe der nächsten Tage.

Hier geht es zu unseren weiteren Tests.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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