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RTX aus der Cloud: NVIDIA öffnet GeForce NOW offiziell für Linux-Desktops

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Mit dem Start der Beta-Version der GeForce-NOW-App für Linux-PCs erweitert NVIDIA sein Cloud-Gaming-Angebot erstmals um eine vollwertige Desktop-Lösung für klassische Linux-Systeme. Nach einer bisher stark auf Handhelds wie das Steam Deck zugeschnittenen Variante richtet sich die neue App gezielt an Nutzer:innen von PCs und Notebooks und orientiert sich funktional an den bestehenden Versionen für Windows und macOS. Unterstützt werden zunächst Ubuntu 24.04 und neuere Distributionen.

Die technische Grundlage bleibt das bekannte Prinzip: Das eigentliche Rendering erfolgt vollständig in der Cloud. Anspruchsvolle PC-Spiele laufen auf entfernten RTX-Systemen und werden als Videostream auf den Linux-Desktop übertragen. Damit erhalten auch leistungsschwächere Geräte Zugriff auf aktuelle RTX-Technologien wie Raytracing und NVIDIA DLSS 4. NVIDIA spricht von einer Performance auf dem Niveau der RTX-5080-Klasse, die direkt aus der Cloud bereitgestellt wird. Im Unterschied zur bisherigen Linux-Handheld-Variante, die auf niedrigere Auflösungen und Bildraten optimiert war, ist die neue App klar auf Desktop-Szenarien ausgelegt und fügt sich in typische Linux-Workflows ein.

Parallel zum Start der Beta erweitert NVIDIA das Spieleangebot in der Cloud um zehn neue Titel. Darunter befinden sich sowohl klassische Rollenspielserien wie „The Bard’s Tale Trilogy“ und „The Bard’s Tale IV: Director’s Cut“ als auch aktuelle Veröffentlichungen wie „The Midnight Walkers“, „Cairn“ oder „Warhammer 40,000: Space Marine 2“. Auch „Prototype“ und „Prototype 2“ kehren über Ubisoft Connect in den Katalog zurück. Ergänzt wird die Auswahl durch „Total War: Three Kingdoms“ aus dem Epic Games Store. Mehrere dieser Spiele sind für den Einsatz mit RTX-Technologien optimiert und werden über die Cloud mit entsprechender Hardware-Unterstützung ausgeführt.

Ein weiteres Highlight folgt Anfang Februar mit dem Cloud-Start von „Delta Force“ von Team Jade. Der taktische Shooter soll ohne lokale Installation auf nahezu jedem kompatiblen Gerät spielbar sein und unterstreicht den Anspruch von GeForce NOW, plattformübergreifendes PC-Gaming unabhängig von lokaler Hardware zu ermöglichen.

Mit der Linux-Version reiht sich das Betriebssystem nun offiziell in die Familie der nativen GeForce NOW-Apps ein, zu der bereits Windows, macOS, Chromebooks, Mobilgeräte und Smart-TVs gehören. Für Linux-Nutzer:innen bedeutet das einen deutlichen Schritt in Richtung Gleichstellung mit etablierten Desktop-Plattformen. Statt experimenteller Workarounds oder Browserlösungen steht nun eine dedizierte Anwendung zur Verfügung, die speziell auf den Einsatz am Schreibtisch ausgelegt ist.

Die Beta markiert damit weniger einen Testlauf für Enthusiast:innen als vielmehr den Versuch, Linux als ernstzunehmende Gaming-Plattform innerhalb des Cloud-Ökosystems zu etablieren. Ob sich das Angebot langfristig durchsetzt, dürfte vor allem davon abhängen, wie stabil die App im Alltag läuft und wie konsequent NVIDIA den Spielekatalog weiter ausbaut.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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