TL;DR Wochenrückblick: GTA 6 bei Netflix, Disney+ verstümmelt 4K und Banjo-Kazooie sind wieder da
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Diese Woche war wieder so eine, in der man morgens kurz ins Internet schaut und abends feststellt, dass inzwischen GTA 6 bei Netflix gelandet ist, OpenAI angeblich einen Donut fürs Wohnzimmer baut und Banjo-Kazooie wieder aus ihrer Kiste gekrochen sind. Normaler August also.
Dazu gab es Ärger für Meta, neue Hardware, einen interessanten 3D-Drucker und mit The Adventures of Elliot ein Spiel, das ziemlich genau zeigt, wie schmal der Grat zwischen liebevoller Nostalgie und „das haben wir früher aber auch schon so gemacht“ sein kann.
GTA 6 zeigt sich ausgerechnet bei Netflix
Bei Grand Theft Auto VI wird inzwischen offenbar auch die Präsentation zum Event. Rockstar will am 27. August 2026 einen ausführlicheren Blick auf GTA 6 zeigen – zunächst exklusiv für Netflix-Abonnenten. Damit wird ausgerechnet ein Streamingdienst zur Bühne für eines der größten Spiele des Jahres.
Der eigentliche Release bleibt nach aktuellem Stand beim 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Bis dahin dürfte Rockstar vermutlich noch ein paar weitere Scheiben Wurst vom Marketing-Salami abschneiden.
Disney+ bringt 4K zurück. Also irgendwie.
Disney+ sorgte in Deutschland zuletzt für reichlich Verwirrung. Erst verschwand 4K UHD samt HDR, anschließend tauchte 4K teilweise wieder auf – nur eben nicht überall. Disney bestätigte schließlich, dass bestimmte Geräte wieder UHD unterstützen, während HDR in Deutschland weiterhin nicht verfügbar ist. Für Premium-Abonnenten ist das eher mäßig lustig, schließlich steht „Premium“ normalerweise nicht für „mal schauen, was heute funktioniert“.
Immerhin bewegt sich etwas. Nur leider ungefähr so elegant wie ein Kühlschrank auf einer Treppe.
Banjo-Kazooie kommen tatsächlich zurück
Für Freunde gepflegter N64-Nostalgie gab es diese Woche eine ziemlich hübsche Überraschung. Banjo-Kazooie und Banjo-Tooie erscheinen gemeinsam auf einem Evercade-Modul. Blaze Entertainment packt beide Rare-Klassiker in ein Double Pack und bringt damit zwei der bekanntesten 3D-Plattformer der Nintendo-64-Zeit auf aktuelle Evercade-Hardware.
Kein Remake, kein Live-Service, kein Battle Pass. Einfach Banjo, Kazooie und vermutlich wieder ein paar Stunden auf der Suche nach irgendeinem verdammten Puzzleteil. So geht Retro.
OpenAI könnte einen Donut ins Wohnzimmer stellen
OpenAI arbeitet offenbar weiter daran, ChatGPT aus Browser und Smartphone herauszuholen. Gemeinsam mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive soll unter anderem an einem eigenen Gerät gearbeitet werden. Besonders interessant ist dabei ein angeblicher ChatGPT-Lautsprecher, dessen bisher beschriebene Form eher an einen Donut als an Alexa, HomePod oder Google Home erinnert.
Was am Ende wirklich daraus wird, bleibt abzuwarten. Aber offenbar reicht es 2026 nicht mehr, wenn eine KI einfach nur redet. Sie muss jetzt auch noch dekorativ herumstehen.
Meta bekommt erneut juristisch auf die Finger
Auch Meta hatte keine besonders entspannte Woche. Ein Gericht ordnete weitere Änderungen bei Facebook und Instagram an und stellte eine zusätzliche Zahlung von 567 Millionen US-Dollar in den Raum. Im Mittelpunkt stehen erneut die Auswirkungen der Plattformen auf Kinder und Jugendliche sowie die Frage, welche Schutzmaßnahmen Meta tatsächlich umsetzen muss.
Für den Konzern ist das längst mehr als gelegentliches juristisches Hintergrundrauschen. Die Regeln rund um soziale Netzwerke werden enger – und die Zeiten von „wir stellen einfach noch irgendwo einen Schalter in die Einstellungen“ dürften langsam vorbei sein.
Google Home bekommt endlich wieder Nachwuchs
Google bringt seinen neuen Google Home Speaker nach Deutschland. Der Smart Speaker wurde speziell auf Gemini zugeschnitten und kann inzwischen auch hierzulande bestellt werden. Damit bekommt Googles Smart-Home-Plattform endlich wieder Hardware, die nicht wirkt, als hätte man sie irgendwann in einem Lager hinter mehreren Kisten Chromecast vergessen.
Spannend wird vor allem, ob Gemini den entscheidenden Unterschied macht. Denn bei smarten Lautsprechern ist längst nicht mehr der Klang das größte Problem – sondern die Frage, wie oft man einen Sprachbefehl wiederholen muss, bevor man anfängt, das Ding persönlich zu beleidigen.
3D-Druck: QIDI dreht die Heizung auf
Auch beim 3D-Druck gab es diese Woche neuen Stoff. Der QIDI Plus5 setzt auf einen geschlossenen Bauraum und bringt eine aktive Bauraumheizung mit, die bis zu 65 Grad Celsius erreicht. Dazu kommt ein Hotend für Temperaturen bis 370 Grad Celsius. Damit zielt QIDI deutlich auf Anwender, die nicht nur PLA-Einhörner und Handyhalter drucken wollen, sondern sich auch an anspruchsvollere technische Materialien wagen.
Der Markt für geschlossene Drucker wird damit noch einmal interessanter – und vor allem im mittleren Preisbereich zunehmend unangenehm voll für die Konkurrenz.
The Adventures of Elliot: wunderschön, aber etwas von gestern
Mit The Adventures of Elliot: The Millennium Tales hatten wir diese Woche außerdem eines der interessanteren Rollenspiele auf dem Tisch. Optisch ist das Ding stellenweise wunderschön. Das HD-2D-Prinzip funktioniert weiterhin hervorragend und Square Enix weiß inzwischen ziemlich genau, welche Nostalgieknöpfe gedrückt werden müssen.
Spielerisch merkt man allerdings ebenfalls, woher das Ganze kommt. Manche Systeme und Designentscheidungen fühlen sich inzwischen etwas angestaubt an. Das macht Elliot keineswegs schlecht – aber eben auch nicht automatisch modern, nur weil hübsche Partikeleffekte darüberfliegen.
Corsair bringt neue Gaming-Hardware für Normalverdiener
Corsair hat mit SKIFF 100 und SKIFF 100 PLUS zwei neue Fullsize-Tastaturen vorgestellt. Beide setzen auf Membrantasten, RGB-Beleuchtung und klassische Gaming-Funktionen. Dazu kommt die HARPOON v2 WIRELESS mit einem MARKSMAN-Sensor bis 26.000 DPI, sechs programmierbaren Tasten sowie 2,4-GHz-Funk, Bluetooth und USB.
Keine Tastatur für 349 Euro, deren Verpackung vermutlich aus handgeklöppeltem Titan besteht. Einfach Gaming-Peripherie. Fast schon erfrischend.
Und dann wäre da noch Spider-Man
Im Kino sorgt Spider-Man: Brand New Day derweil für ziemlich volle Säle. Der neue Film mit Tom Holland legte in Deutschland einen starken Start hin und setzte sich direkt an die Spitze der Charts.Dass Spider-Man funktioniert, ist jetzt keine bahnbrechende Erkenntnis. Trotzdem zeigt der Start erneut, dass große Kinomarken auch 2026 noch Menschen aus dem heimischen Streaming-Sumpf ziehen können.
Klimatisierte Kinos während eines heißen Augusts dürften dabei allerdings ebenfalls kein völlig unwichtiger Superheld gewesen sein.
Das war die Woche
Unterm Strich hatte die erste volle Augustwoche erstaunlich viel zu bieten: GTA 6 bekommt einen Netflix-Auftritt, Disney+ kämpft mit seiner eigenen Premium-Definition, Google und OpenAI wollen ins Wohnzimmer und Banjo-Kazooie beweisen, dass gute Spiele offenbar einfach nicht totzukriegen sind.
Und irgendwo dazwischen werden 3D-Drucker immer heißer, Gaming-Mäuse immer empfindlicher und Meta-Rechnungen immer größer.
Also eigentlich alles ganz normal.
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