
Der geplante Zusammenschluss von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery bekommt massiven juristischen Gegenwind. Eine Koalition aus zwölf US-Bundesstaaten hat Klage eingereicht, um die rund 110 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme zu verhindern.
Bundesstaaten warnen vor weniger Wettbewerb
Angeführt wird die Klage vom kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Beteiligt sind zudem Arizona, Colorado, Connecticut, Massachusetts, Minnesota, Nevada, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon und Washington. Das Verfahren wurde beim Bundesgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht.
Die Bundesstaaten werfen den Unternehmen einen Verstoß gegen den Clayton Antitrust Act vor. Durch die Übernahme würden zwei der fünf großen Hollywood-Filmverleiher und zwei der größten Betreiber klassischer Kabelsender zusammengelegt. Paramount und Warner Bros. kämen nach Angaben der Kläger gemeinsam auf rund 27 Prozent des US-Kinovertriebs. Bei besonders umsatzstarken Blockbustern läge der Anteil sogar bei mehr als 30 Prozent. Die Folge wären nach Ansicht der Generalstaatsanwälte höhere Preise, schlechtere Konditionen für Kinos und Kabelanbieter sowie weniger Vielfalt bei Filmen und Serien. Die Unternehmen wurden aufgefordert, die Übernahme bis zum Abschluss des Verfahrens nicht zu vollziehen. Andernfalls wollen die Bundesstaaten eine einstweilige Verfügung beantragen.
Paramount will den Deal verteidigen
Paramount weist die Vorwürfe wenig überraschend zurück. Der Konzern bezeichnet die Klage als fehlerhafte Anwendung des Kartellrechts und argumentiert, dass der Zusammenschluss einen stärkeren Konkurrenten zu großen Streaming- und Technologiekonzernen schaffen würde. Eine Verzögerung schade vor allem Beschäftigten und Kreativen in der Unterhaltungsbranche.
Paramount will Warner Bros. Discovery für 31 US-Dollar je Aktie übernehmen. Der Deal bewertet das Unternehmen mit rund 81 Milliarden US-Dollar, einschließlich der übernommenen Schulden liegt der Unternehmenswert bei etwa 110 Milliarden US-Dollar. Die Aktionäre von Warner Bros. Discovery hatten der Transaktion bereits im April zugestimmt.
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