
WhatsApp bekommt Benutzernamen: Endlich nicht mehr direkt die Handynummer rausrücken
WhatsApp zieht bei der Privatsphäre ein großes Stück nach: Nutzer sollen künftig auch per Benutzername erreichbar sein, ohne direkt ihre Handynummer weitergeben zu müssen. Der Messenger bleibt zwar weiterhin an eine Telefonnummer für die Kontoerstellung gekoppelt, für neue Kontakte muss diese aber nicht mehr zwangsläufig sichtbar werden.
Benutzername statt Nummer
Die neue Funktion arbeitet mit eindeutigen Namen im Stil von @Name123. Wer seinen Benutzernamen teilt, kann darüber angeschrieben werden, ohne direkt die eigene Telefonnummer offenzulegen. Gerade bei Kleinanzeigen, Gruppen, Communitys oder flüchtigen Kontakten ist das eine längst überfällige Änderung. Denn ja: Es war schon immer ein bisschen absurd, dass man für eine kurze WhatsApp-Nachricht gleich seine private Nummer auf den Tisch legen musste. WhatsApp betont dabei, dass Benutzernamen optional bleiben. Wer weiter klassisch über Telefonnummern kommunizieren möchte, kann das natürlich tun. Auch ein öffentliches Suchverzeichnis soll es nicht geben. Man muss den exakten Benutzernamen kennen, um jemanden darüber kontaktieren zu können.
Username Key als zusätzliche Bremse
Zusätzlich führt WhatsApp einen sogenannten Username Key ein. Dabei handelt es sich um einen optionalen Code, der verhindern soll, dass jeder mit bekanntem Benutzernamen sofort eine Nachricht schicken kann. Wer diese Schutzfunktion aktiviert, muss neben dem Benutzernamen auch den passenden Schlüssel weitergeben. Für Unternehmen und öffentliche Profile dürfte die Funktion ebenfalls spannend werden. Benutzernamen könnten künftig leichter kommuniziert werden als Telefonnummern und gleichzeitig etwas professioneller wirken. Für private Nutzer ist der wichtigste Punkt aber klar: weniger Nummernweitergabe, etwas mehr Kontrolle, weniger digitales Entblößen.
Rollout läuft schrittweise
Die Funktion wird schrittweise ausgerollt. Nutzer sollen ihren gewünschten Benutzernamen reservieren und später aktiv verwenden können. Wann die Funktion bei jedem Konto sichtbar ist, dürfte wie bei WhatsApp üblich vom jeweiligen Rollout abhängen. Wer sie schon hat, findet sie in den Kontoeinstellungen beziehungsweise im Profilbereich.
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