
| 0 | 0 |
Heute mal ein Klassiker, der Erlkönig von Goethe in einer WortArt.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
er hat den Knaben wohl in dem Arm,
er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.
„Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?“
„Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif?“
„Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.“
„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
manch bunte Blumen sind an dem Strand,
meine Mutter hat manch gülden Gewand.“
„Mein Vater, mein Vater, und hörst du nicht,
was Erlenkönig mir leise verspricht?“
„Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
in dürren Blättern säuselt der Wind.“
„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön:
meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
und wiegen und tanzen und singen dich ein.“
„Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort?“
„Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
es scheinen die alten Weiden so grau.“-
„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“
„Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!“
Dem Vater grausts; er reitet geschwind,
er hält in den Armen das ächzende Kind,
erreicht den Hof mit Müh und Not;
in seinen Armen das Kind war tot.
Folgt uns
Folgt uns auch auf unseren Techkrams-Kanälen bei Bluesky, Mastodon, X, Threads, Instagram, Facebook und LinkedIn, damit ihr keine News, Tests und Artikel verpasst. Dort gibt es regelmäßig neue Beiträge, Updates und zusätzlichen Technikkram.
Wenn ihr bei Google nach Informationen sucht, werden bestimmte Nachrichten in der sogenannten Schlagzeilen-Box angezeigt. Welche das sind, könnt ihr jetzt direkt mitbestimmen.
Wenn ihr techkrams.de als bevorzugte Quelle hinterlegt, werden euch unsere Inhalte häufiger angezeigt. Wie das genau geht, erklären wir hier .
→ Hier könnt ihr techkrams.de direkt als bevorzugte Quelle einstellen.







