Zendure und Terra Connect starten Partnerschaft: Neue SolarFlow Mix Serie und PowerHub vorgestellt
Zendure zeigt neue Heimenergiesysteme und PowerHub in Frankfurt
Zendure hat in Frankfurt gemeinsam mit Terra Connect ein Event genutzt, um den Start einer Partnerschaft für den deutschen Markt anzukündigen – und gleichzeitig zu zeigen, wohin die eigene Produktstrategie geht. Statt einzelner Geräte stand ein zusammenhängendes Energiesystem im Mittelpunkt, das sich an unterschiedliche Haushaltsgrößen anpassen lässt und bewusst auf Erweiterbarkeit setzt – Techkrams war bei dieser Einführung natürlich dabei.
Im Kern geht es bei der Zusammenarbeit darum, zwei Seiten zusammenzubringen: Zendure liefert die technische Plattform – ein Plug-in-HEMS-Ökosystem aus Speicher, Software und KI-gestütztem Energiemanagement. Terra Connect ergänzt das Ganze mit einem bestehenden Vertriebs- und Installationsnetzwerk in Deutschland. Gerade dieser praktische Teil ist entscheidend, weil viele Systeme zwar technisch funktionieren, aber an der Umsetzung im Alltag scheitern. Terra Connect soll hier über seine Einheit Terra Energy den Vertrieb, die Beratung und die Integration in konkrete Projekte übernehmen. Ein Detail vorweg: Die gezeigten Geräte waren noch Vorserienmodelle. Das aktuell sichtbare Branding „4000 Ultra“ ist nicht final, ebenso wenig wie das MPPT-Port-Layout. Das wurde vor Ort offen kommuniziert, sodass sich einige Aspekte noch im Feinschliff befinden.
Ausgestellt war vor allem die SolarFlow Mix Serie, die aus drei Systemen besteht und unterschiedliche Einsatzbereiche abdeckt. Der SolarFlow 4000 Mix Pro ist klar auf größere Haushalte ausgelegt. Er bietet bis zu 4 kW bidirektionale AC-Leistung, unterstützt PV-Leistung bis 13 kW und lässt sich bei der Batteriekapazität von 8 auf bis zu 50 kWh skalieren. In typischen Vier-Personen-Haushalten mit rund 7.000 kWh Jahresverbrauch stellt Zendure Einsparungen von bis zu 91 Prozent beziehungsweise bis zu 2.560 Euro pro Jahr in Aussicht.
Der SolarFlow 4000 Mix AC+ richtet sich stärker an Bestandsanlagen. Durch den zusätzlichen AC-Eingang können bestehende PV-Wechselrichter eingebunden werden, ohne dass größere Umbauten nötig sind. Das reduziert den Installationsaufwand deutlich und macht das System besonders für Nachrüstungen interessant. Technisch liegt die Dauerleistung ebenfalls bei bis zu 4 kW, die Kapazität ist identisch skalierbar. Für Haushalte mit etwa 5.000 kWh Jahresverbrauch nennt Zendure Einsparpotenziale von bis zu 88 Prozent. Als kleinere Variante wurde der SolarFlow 3000 Mix AC+ gezeigt. Er kombiniert 3 kW AC-Leistung mit einer fest integrierten Batterie von 8 kWh und zielt auf kompaktere Setups oder flexible Anwendungen ab. Auch hier wird mit Einsparungen von bis zu 88 Prozent gerechnet, abhängig vom Verbrauch.
Alle drei Systeme basieren auf derselben Plattform. HEMS 2.0 übernimmt die Steuerung, ZENKI 2.0 AI optimiert die Nutzung im Hintergrund, und ZEN+OS verbindet die einzelnen Komponenten. Ergänzt wird das durch Sicherheitsfunktionen wie ZenGuard sowie den Tarifdienst ZenWave, der sich an Echtzeitpreisen der europäischen Strombörse orientiert. Ziel ist ein automatisiertes Energiemanagement, das sich an Ertrag, Verbrauch und Strompreis anpasst. Die Systeme sind auf bis zu 10.000 Ladezyklen ausgelegt, mit einer erwarteten Lebensdauer von bis zu 15 Jahren und einer Round-Trip-Effizienz von bis zu 90 Prozent.
Ein wichtiger Punkt ist die Anschlussfähigkeit. Neben klassischen DC-Eingängen gibt es auch einen dedizierten PV-IN-AC-Port, über den sich Wechselrichter von Drittanbietern integrieren lassen. Gerade für bestehende Anlagen ist das relevant, weil vorhandene Infrastruktur weiter genutzt werden kann. Gleichzeitig unterstützt der SolarFlow 4000 Mix Pro Dual-MPPT mit bis zu 8 kW Hochvolt-PV-Eingang, was vor allem bei größeren Installationen Vorteile bringt. Die Serie ist dabei bewusst modular aufgebaut. Von Plug-and-Play über Festverdrahtung bis hin zu kabelgebundener Kommunikation per LAN oder RS485 lässt sich das System schrittweise erweitern. Ein einzelnes Gerät startet bei 8 kWh, kann aber je nach Bedarf deutlich ausgebaut werden.
Mit dem Zendure PowerHub wird das Ganze auf Systemebene zusammengeführt. Er fungiert als zentrale Steuerung im Haushalt und verbindet Photovoltaik, Speicher, Netzstrom, Notstromversorgung, Wärmepumpen, Ladepunkte für Elektroautos und weitere Verbraucher. Technisch sind bis zu 12 kW Leistung möglich, die Speicherkapazität lässt sich auf bis zu 150 kWh skalieren. Der PowerHub ist als einphasige und dreiphasige Variante erhältlich und unterstützt Standards wie SG-Ready, EEBus, OCPP und VPP-Ready.
Auch Funktionen wie eine Backup-Umschaltung mit rund 10 Millisekunden oder Schwarzstartfähigkeit wurden hervorgehoben. Beim Thema Autarkie nennt Zendure übrigens Werte von bis zu 91 Prozent für typische Haushalte, kombiniert mit Einsparungen von mehreren tausend Euro jährlich – abhängig von Setup und Nutzung. Gleichzeitig sollen die Installationskosten durch das Plug-in-Konzept deutlich sinken – im Vergleich zu klassischen Systemen.
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Terra Connect übernimmt in diesem Setup die operative Umsetzung. Dazu gehören nicht nur Vertrieb und Logistik, sondern auch Schulungen und Zertifizierungen für Installateur:innen. Themen sind unter anderem die HEMS-2.0-Plattform, ZEN+OS und die dreiphasige Architektur des PowerHub. Ziel ist es, die Systeme nicht nur verfügbar zu machen, sondern auch korrekt zu integrieren.
Vor einem feierlichen Abend mit schmackhaftem Flying Buffet mitten in der Mainmetropole wurde außerdem ein Pionierprogramm angekündigt. Die ersten 1.000 Kund:innen in Europa, die mindestens zwei Einheiten der SolarFlow Mix Serie installieren, erhalten den PowerHub ohne zusätzliche Kosten. Damit soll der Einstieg in das komplette System erleichtert werden. Das unterhaltsame Event in Frankfurt am Main zeigte vor allem die Ausrichtung: weg von einzelnen Geräten, hin zu einem vernetzten Energiesystem für das gesamte Zuhause. Die Richtung wurde klar definiert – modular, kompatibel und auf praktische Umsetzung ausgelegt.
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