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Honor bringt Werbung in System-Apps – und ich hasse es jetzt schon

Honor scheint damit zu beginnen, Werbung in vorinstallierte System-Apps auf seinen Smartphones zu integrieren. Darauf weist ein aktueller Bericht von WinFuture hin. Dort ist konkret von Display-Werbung in einigen ab Werk mitgelieferten Apps die Rede. Parallel dazu tauchen in der Honor-Community inzwischen Berichte auf, laut denen nach einem Update der Wetter-App neue Bedingungen mit dem Hinweis auf „added advertising content“ angezeigt werden.

System-Werbung ist auf Smartphones besonders ärgerlich

Man kann über Werbung in kostenlosen Apps streiten. Bei vorinstallierten System-Apps sieht die Sache aber ganz anders aus. Wer ein Honor-Smartphone kauft, zahlt nicht für ein Gerät, um sich später im Wetterdienst, Cleaner oder in anderen Bordmitteln noch Anzeigen unterjubeln zu lassen. Genau da liegt das Problem: Diese Apps sind kein optionaler Download, sondern Teil des Systems. Wenn dort Werbung auftaucht, dann fühlt sich das schnell das Gerät mehr wie ein Werbemittel an, das ich bezahlt habe.

Aus „Empfehlungen“ wird schnell Werbung

Das alte Spiel kennt man längst aus anderen Android-Oberflächen wie Xiaomi: Mal heißen die Einblendungen „Empfehlungen“, mal „Vorschläge“, mal „personalisierte Inhalte“. Für Nutzer ist der Unterschied oft egal. Sobald eine System-App anfängt, mehr zu tun als ihre eigentliche Aufgabe, und mir Dinge anzeigt, ist es Werbung – Ende.

Honor schießt sich damit ins eigene Knie

Gerade Honor ist eigentlich in einer Phase, in der die Marke international weiter Vertrauen aufbauen müsste. Das Unternehmen investiert stark in MagicOS, KI-Funktionen, Datenschutz-Kommunikation und neue Gerätegenerationen. Auf den offiziellen Datenschutz- und MagicOS-Seiten stellt Honor die Kontrolle des Nutzers, Sicherheit und Komfort klar in den Vordergrund. Umso schräger wirkt es, wenn ausgerechnet System-Apps mit Werbeinhalten aufgeladen werden. Das sendet ein völlig falsches Signal.

Warum ich diese Art Werbung klar ablehne

Ich finde System-Werbung auf Smartphones schlicht daneben. Nicht, weil Werbung als Geschäftsmodell grundsätzlich verboten wäre, sondern weil hier die Grenze zwischen Produkt und Vermarktungsfläche verschwimmt. Wer ein Gerät kauft, erwartet Kontrolle, Ruhe und Verlässlichkeit. Er erwartet nicht, dass der Hersteller später anfängt, vorinstallierte Apps als Anzeigeninventar zu behandeln.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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