
Google Health wird nach Fitbit-Aus nachgebessert
Google hat die Fitbit-App endgültig in Google Health überführt. Nutzer melden Probleme, fehlende Funktionen und eine App, die nicht überall so rund läuft, wie Google das vermutlich gerne auf die Folie für den Produktlaunch geschrieben hätte.
Fitbit ist jetzt Google Health
Der Wechsel war angekündigt: Aus der bisherigen Fitbit-App wird die neue Google-Health-App. Google beschreibt sie als zentrale Plattform für Gesundheits- und Fitnessdaten. Die App bekommt eine neue Struktur mit vier Bereichen: Today, Fitness, Sleep und Health. Dazu kommen KI-Funktionen über den Google Health Coach, der auf Gemini basiert und vor allem für Premium-Nutzer interessant sein soll.
Für Nutzer mit Fitbit-Gerät oder Pixel Watch bedeutet das: Die gewohnten Fitbit-Daten wandern nicht einfach weg, sondern werden in die neue App-Struktur eingebaut. Google sagt außerdem, dass historische Daten, Meilensteine und Gesundheitstrends erhalten bleiben. Ganz weg ist Fitbit damit trotzdem nicht. Als Hardware-Marke lebt der Name weiter, die App selbst wird aber klar unter Google Health einsortiert.
Die ersten Nutzer sind nicht begeistert
Das Problem: Gerade bei Gesundheits- und Fitness-Apps hängt viel an Gewohnheit. Wo waren die Schlafdaten? Wo ist die Trainingsübersicht? Warum sieht alles anders aus? Und warum muss jetzt wieder irgendein KI-Coach in der Ecke stehen und motiviert nicken? Laut WinFuture soll Google bereits an mehreren Baustellen arbeiten. Dazu gehören Verbesserungen an der neuen Oberfläche, Fehlerkorrekturen und Anpassungen bei zentralen Funktionen. Auch die Umstellung von Fitbit Premium auf Google Health Premium gehört zum neuen Paket.
Health Connect wird wichtiger
Spannend ist der Umbau auch deshalb, weil Google seine Gesundheitsdienste stärker zusammenzieht. Health Connect spielt dabei eine größere Rolle. Die Plattform dient unter Android als Schnittstelle für Gesundheits- und Fitnessdaten und soll Apps sauberer miteinander verbinden. Entwickler sollen zudem perspektivisch weg von alten Google-Fit-APIs und hin zu Google Health API oder Health Connect. Die Google-Fit-APIs werden laut offizieller Android-Dokumentation nur noch bis Ende 2026 unterstützt.
KI-Coach nur mit Premium
Ein weiterer Punkt ist Google Health Premium. Aus Fitbit Premium wird Google Health Premium. Premium-Nutzer in unterstützten Ländern bekommen Zugriff auf den Google Health Coach. Der soll mit Gemini arbeiten und persönliche Trainings-, Schlaf- und Gesundheitsimpulse liefern. Das ist technisch interessant, dürfte aber nicht jeden glücklich machen. Denn viele Nutzer wollen von einer Fitness-App erst einmal saubere Daten, klare Diagramme und keine digitale Motivationsansprache mit Abo-Schildchen dran.
Google Health kann am Ende die deutlich stärkere Plattform werden. Aber aktuell wirkt der Wechsel noch ein wenig wie ein Umzug, bei dem die Kisten zwar beschriftet sind, aber niemand mehr weiß, wo das Ladekabel liegt.
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