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GoPro warnt vor drohender Insolvenz

GoPro steckt tiefer in der Krise als bisher sichtbar. In einer aktualisierten Börsenmeldung weist der Actioncam-Hersteller auf „erhebliche Zweifel“ hin, ob das Unternehmen seinen Betrieb in den kommenden zwölf Monaten fortführen kann. Das ist keine direkte Insolvenzmeldung, aber ein sehr lautes Warnsignal. Also kein kleines Kratzen am Gehäuse, sondern eher ein Sprung quer durchs Display. Gleichzeit prüft man einen möglichen Verkauf.

Schlechte Verkäufe, hohe Kosten, wenig Luft

GoPro kämpft gleich an mehreren Fronten. Die Umsätze sind schwach, die Nachfrage bleibt hinter den Erwartungen zurück, und gleichzeitig steigen die Kosten für Speicherkomponenten massiv. Besonders bitter: Ausgerechnet der KI-Boom verschärft die Lage, weil Speicherchips stärker nachgefragt werden und für GoPro teurer werden. In Berichten ist von Kostensteigerungen im Bereich von rund 80 bis 110 Prozent die Rede. In der Mitteilung heißt es sinngemäß: Ohne zusätzliche Finanzierung oder eine strategische Transaktion könnte GoPro gezwungen sein, den Betrieb stark zu verkleinern, umzustrukturieren, einzustellen oder Schutz nach US-Insolvenzrecht zu suchen.

Verkauf oder frisches Geld gesucht

GoPro hat bereits Maßnahmen eingeleitet. Dazu gehören Stellenabbau, Restrukturierung und die Suche nach strategischen Alternativen. Im Mai hatte das Unternehmen zudem die Investmentbank Houlihan Lokey beauftragt, mögliche Optionen zu prüfen. Das kann eine Finanzierung, Partnerschaft oder auch ein Verkauf sein.

Actioncam-Pionier unter Druck

GoPro war jahrelang praktisch das Synonym für Actioncams. Genau das ist inzwischen das Problem. Der Markt ist enger geworden, Smartphones filmen immer besser, und Konkurrenten wie DJI oder Insta360 drücken mit starken Produkten in dieselbe Nische. GoPro hat zwar weiterhin eine bekannte Marke, aber Markenname allein zahlt keine Schulden. Leider. Wäre sonst auch für viele andere Firmen eine sehr bequeme Nummer.

Quelle

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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