
In China ist die DJI Osmo Pocket 4P offiziell gestartet. Das P steht dabei ziemlich offensichtlich für Pro, auch wenn DJI selbst beim Namen kompakt bleibt. Der wichtigste Unterschied zur normalen Osmo Pocket 4: Die neue Version bekommt ein Dual-Kamera-System mit zusätzlicher 3x-Telekamera. Endlich also nicht mehr nur digital reinzoomen und hoffen, dass es keiner merkt.
Die Osmo Pocket 4P bleibt grundsätzlich beim bekannten Pocket-Konzept. Kleine Kamera, mechanischer 3-Achsen-Gimbal, drehbarer Touchscreen und ein Gehäuse, das noch immer deutlich handlicher ist als jedes klassische Kamera-Rig. Trotzdem wird das Gerät größer und schwerer. DJI nennt 230 Gramm, während die normale Osmo Pocket 4 bei 190,5 Gramm liegt. Das ist immer noch kompakt, aber eben nicht mehr ganz so hosentaschenleicht wie früher. Irgendwo muss die zweite Kamera ja hin.
Dual-Kamera statt nur Weitwinkel
Die Hauptkamera setzt weiterhin auf einen 1-Zoll-Sensor mit 20 mm Brennweite und f/2.0-Blende. Neu ist laut DJI ein höherer Dynamikumfang von 17 Blendenstufen. Dazu kommt D-Log 2, womit die Pocket 4P stärker in Richtung ernsthafte Farbkorrektur und professionellere Workflows rückt.
Der eigentliche Kniff ist aber die zweite Kamera. DJI ergänzt eine 60-mm-Telekamera mit f/1.8-Blende. Das entspricht ungefähr einem 3x-Zoom gegenüber der Hauptkamera. Für Interviews, Close-ups, Produktaufnahmen oder etwas mehr Hintergrundkompression ist das deutlich spannender als der bisherige rein digitale Zoom. Gerade bei kleinen Creator-Kameras ist das ein sinnvoller Schritt. Man kann endlich näher ran, ohne dem gefilmten Menschen direkt die Kamera in die Nasenhaare zu schieben.
Display, Gimbal und Speicher
Beim Display bleibt DJI beim rotierbaren 2-Zoll-OLED-Touchscreen mit 556 × 314 Pixeln und 1.000 Nits Helligkeit. Das ist hell genug, um draußen nicht komplett blind herumzutippen. Die Kamera unterstützt microSD-Karten mit bis zu 1 TB. Dazu kommen drei Mikrofone und die gewohnte mechanische Stabilisierung über den Gimbal.
Die Osmo Pocket 4P soll außerdem 4K-Slow-Motion mit bis zu 240 fps unterstützen. Damit bleibt sie bei einem der stärksten Argumente der normalen Pocket 4.
Technische Daten der DJI Osmo Pocket 4P
| Merkmal | DJI Osmo Pocket 4P |
|---|---|
| Kameratyp | Kompakte Gimbal-Kamera |
| Kamerasystem | Dual-Kamera-System |
| Hauptkamera | 1-Zoll-Sensor |
| Hauptkamera-Brennweite | 20 mm äquivalent |
| Hauptkamera-Blende | f/2.0 |
| Telekamera | 60 mm äquivalent |
| Telekamera-Blende | f/1.8 |
| Optischer Zoom | 3x über Telekamera |
| Dynamikumfang | bis zu 17 Blendenstufen |
| Farbprofil | D-Log 2 |
| Slow Motion | bis zu 4K/240 fps |
| Stabilisierung | 3-Achsen-Gimbal |
| Display | 2 Zoll OLED-Touchscreen |
| Display-Auflösung | 556 × 314 Pixel |
| Display-Helligkeit | 1.000 Nits |
| Mikrofone | 3 |
| Speicher | microSD bis 1 TB |
| Abmessungen | 159,5 × 63,3 × 33,5 mm |
| Gewicht | 230 g |
| Farben | Classic Black, Pearl White |
| China-Preis | ab 3.799 Yuan (knapp 500 Euro) |
| Vlog-Set China | 4.299 Yuan (ca. 550 Euro) |
| Globaler Start | laut bisherigen Angaben später 2026 |
Erst China, dann der Rest
Aktuell ist die Osmo Pocket 4P in China gestartet. In China startet die DJI Osmo Pocket 4P bei 3.799 Yuan, umgerechnet also bei rund 485 Euro. Das Vlog-Set kostet in China 4.299 Yuan, umgerechnet also rund 549 Euro. Ein offizieller Euro-Preis für Europa steht noch aus. Ein europäischer Preis ist damit aber noch nicht automatisch gesetzt. Zudem gibt es noch keinen Termin für Europa. Es sieht aber danach aus, dass DJI die Kamera später 2026 auch global anbieten will.
Spannend wird vor allem der Preisabstand zur normalen Osmo Pocket 4. Die ist bereits stark genug für viele Creator, bringt 1-Zoll-Sensor, 4K/240 fps, ActiveTrack 7.0, drehbaren 2-Zoll-Screen und sehr viel Komfort mit. Die Pocket 4P legt genau dort nach, wo die normale Version noch limitiert ist: beim optischen Zoom und beim cineastischeren Bildlook.
Der Druck auf Insta360 steigt
Mit der Osmo Pocket 4P reagiert DJI auch auf den deutlich härteren Wettbewerb im Markt der kompakten Gimbal-Kameras. Insta360 drückt mit eigenen Konzepten in dieselbe Richtung, Da hilft auch nichts, dass DJI Insta360 verklagt, die mit einer Gegenklage antworten.
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