
Microsoft legt beim Surface Pro und Surface Laptop nach. Beide Geräte kommen in neuen Varianten mit Snapdragon-X2-Prozessoren. Damit schiebt Microsoft seine Copilot+ PCs weiter in Richtung Windows on ARM und versucht genau dort weiterzumachen, wo die erste Snapdragon-X-Generation noch ein bisschen zwischen „spannend“ und „ja, aber App-Kompatibilität?“ hing.
Die neuen Modelle heißen Surface Pro 13 Zoll und Surface Laptop 13,8 Zoll beziehungsweise 15 Zoll. Im Zentrum steht Qualcomms neuer Snapdragon X2. Microsoft verspricht mehr Leistung, längere Laufzeiten und genug KI-Power für lokale Workloads. Natürlich darf das Copilot+-Etikett nicht fehlen. Ohne KI-Aufkleber startet 2026 offenbar kein Laptop mehr.
Surface Pro bekommt mehr Leistung
Das neue Surface Pro 13 Zoll bleibt beim bekannten 2-in-1-Konzept. Tablet, Kickstand, optionales Keyboard, Stiftunterstützung und Windows in einem Gerät, das sich irgendwo zwischen iPad-Konkurrent und vollwertigem Laptop einsortiert. Microsoft nennt einen Startpreis von 1.499 US-Dollar. Die neue Version ist in Platin, Schwarz und Dune erhältlich.
Beim Display bleibt es bei 13 Zoll, optional gibt es ein OLED-Panel. Microsoft spricht außerdem von bis zu 53 Prozent mehr Grafikleistung gegenüber der vorherigen Generation. Dazu kommt eine Akkulaufzeit von bis zu 15,5 Stunden. Für Videocalls steckt eine 1440p-Quad-HD-Kamera mit Ultraweitwinkel im Gerät. Das klingt nach einer vernünftigen Aufwertung, aber eben auch nach Surface-typischem Feinschliff statt großer Revolution.
Surface Laptop in zwei Größen
Der neue Surface Laptop kommt weiterhin in 13,8 Zoll und 15 Zoll. Auch hier steckt Snapdragon X2 drin. Microsoft nennt bis zu 58 Prozent mehr Grafikleistung gegenüber dem Vorgänger. Die Akkulaufzeit soll beim 13,8-Zoll-Modell bis zu 20 Stunden erreichen, beim 15-Zoll-Modell bis zu 19 Stunden.
Beim Display setzt Microsoft auf helle LCD-Panels. Das 15-Zoll-Modell bekommt eine höhere Pixeldichte und springt laut Microsoft von 201 auf 262 ppi. Das ist ein sinnvoller Schritt, weil gerade große Displays mit zu niedriger Pixeldichte schnell so wirken, als hätte jemand Excel durch eine leicht fettige Scheibe geöffnet.
Farblich gibt es Platin, Schwarz und Dune. Beim 13,8-Zoll-Modell kommt zusätzlich Jade dazu. Der Startpreis liegt bei 1.599 US-Dollar.
Technische Eckdaten
| Modell | Display | Prozessor | Grafikleistung laut Microsoft | Akkulaufzeit | Besonderheiten | Startpreis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Surface Pro 13 Zoll | 13 Zoll, optional OLED | Snapdragon X2 | bis zu 53 % schneller als Vorgänger | bis zu 15,5 Stunden | 2-in-1, Kickstand, 1440p-Kamera, optionales Flex Keyboard | ab 1.499 US-Dollar |
| Surface Laptop 13,8 Zoll | 13,8 Zoll LCD | Snapdragon X2 | bis zu 58 % schneller als Vorgänger | bis zu 20 Stunden | neue Farbe Jade, haptisches Touchpad, Copilot+ PC | ab 1.599 US-Dollar |
| Surface Laptop 15 Zoll | 15 Zoll LCD, höhere Pixeldichte | Snapdragon X2 | bis zu 58 % schneller als Vorgänger | bis zu 19 Stunden | 262 ppi, haptisches Touchpad, Copilot+ PC | ab 1.599 US-Dollar |
Haptik, Reparatur und KI
Microsoft baut außerdem mehr haptisches Feedback ein. Beim Surface Laptop betrifft das das Touchpad, beim Surface Pro den Surface Slim Pen. Das soll sich nicht nur hübsch anfühlen, sondern auch bei Bedienung, Eingabe und kreativen Workflows helfen. Ob das im Alltag wirklich mehr ist als ein nettes „brumm brumm“ unter den Fingern, muss ein Test zeigen.
Dazu kommt ein stärkerer Fokus auf Reparierbarkeit. Microsoft spricht von einem neuen Surface Repair Tool, das Geräteinformationen, Tests für Komponenten und geführte Reparaturabläufe bereitstellt. Das passt zu Microsofts Linie, Surface-Geräte langsam weniger wie verklebte Edelplatten und etwas mehr wie wartbare Arbeitsgeräte wirken zu lassen.
Natürlich spielt auch lokale KI wieder eine große Rolle. Microsoft positioniert die neuen Geräte klar für hybride Workflows, bei denen Aufgaben teils lokal und teils in der Cloud laufen. Das ist technisch sinnvoll, auch wenn der Begriff KI inzwischen auf jeder Produktseite so oft steht, dass man fast schon einen Warnhinweis für Buzzword-Überdosierung bräuchte.
Start und Einordnung
Die neuen Surface-Modelle mit Snapdragon X2 sind ab dem 16. Juni erhältlich. Die Business-Varianten sollen ab dem 14. Juli folgen. Für Deutschland sind die finalen Europreise wohl noch nicht entschieden. Die US-Preise zeigen aber schon: Billig wird das nicht.
Microsoft liefert hier keine radikale Neuentwicklung, sondern ein klassisches Surface-Update. Mehr Leistung, bessere Laufzeit, mehr KI, etwas mehr Feinschliff. Wer schon ein aktuelles Snapdragon-X-Surface besitzt, muss nicht sofort nervös werden. Wer aber auf Windows on ARM gesetzt hat und mehr Leistung will, bekommt mit Snapdragon X2 das nächste ziemlich scharfe Besteck auf den Tisch gelegt.
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