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HeyGears sorgt mit seiner neuen G1-Serie auf Kickstarter für ordentlich Aufmerksamkeit. Die Kampagne für das modulare Drucksystem hat bereits mehr als 7 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das Besondere: Je nach Ausstattung kann das Gerät vollfarbige 3D-Modelle herstellen, Oberflächen mit fühlbaren Strukturen versehen und gewöhnliche Gegenstände direkt per UV-Druck bedrucken.
Die Kickstarter-Kampagne startete am 23. Juli 2026. HeyGears richtet sich mit dem System weniger an klassische Einsteiger, sondern vor allem an Kreative, kleine Produktionsbetriebe, Modellbauer und Anbieter personalisierter Produkte.
Vollfarbige 3D-Modelle ohne nachträgliches Bemalen
Das Topmodell HeyGears G1X arbeitet mit einem sogenannten Digital-Material-Jetting-Verfahren. Dabei werden winzige Tropfen unterschiedlicher Materialien aufgetragen und unmittelbar mit UV-Licht ausgehärtet.
Anders als bei einem gewöhnlichen Resin-Drucker entstehen die Modelle dadurch bereits während des Druckvorgangs in Farbe. HeyGears spricht von mehr als 10 Millionen darstellbaren Farben. Auch transparente und farbige Bereiche lassen sich innerhalb eines einzigen Modells miteinander kombinieren.
Der Hersteller verspricht eine Schichtstärke von 10 bis 20 Mikrometern. Sichtbare Schichtlinien sollen dadurch weitgehend verschwinden. Für Überhänge und Hohlräume verwendet der G1X wasserlösliches Stützmaterial, das nach dem Druck in normalem Wasser entfernt werden kann.
Gleichzeitig ein vollwertiger UV-Drucker
Der G1X beschränkt sich nicht auf dreidimensionale Modelle. Im UV-Modus lassen sich Bilder, Schriftzüge und Muster direkt auf Gegenstände drucken. Laut HeyGears werden mehr als 400 Materialien unterstützt, darunter Metall, Acryl, Holz, Leder und Keramik.
Zusätzlich kann der Drucker erhabene Oberflächen und Reliefs erzeugen. Damit sind beispielsweise fühlbare Strukturen, Kunstwerke, Schilder oder Braille-Schrift möglich. Mit optionalem Zubehör können außerdem Tassen, Becher und andere zylindrische Gegenstände bedruckt werden.
Für den UV-Druck kommt ein Epson-i3200-Druckkopf mit 3.200 Düsen und acht Farbkanälen zum Einsatz. Die maximale Auflösung gibt HeyGears mit 1.440 × 2.400 dpi an. Eine automatische Objekterkennung soll Form, Position und Kanten des eingelegten Gegenstands erfassen und das Motiv passend ausrichten.
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KI erstellt Modelle aus Texten und Bildern
Zur G1-Serie gehört die Softwareumgebung aus HeyVerse und Blueprint Studio. Nutzer können darin Druckaufträge vorbereiten, Motive positionieren und den voraussichtlichen Materialverbrauch berechnen.
Außerdem sollen sich mithilfe künstlicher Intelligenz dreidimensionale Modelle aus Textbeschreibungen oder hochgeladenen Bildern erzeugen lassen. HeyGears stellt zusätzlich eine Bibliothek mit mehr als 500 vorbereiteten Elementen und Designs bereit.
Damit will der Hersteller auch Nutzer erreichen, die selbst keine Erfahrung mit klassischer 3D-Modellierung besitzen. Wie gut die KI-generierten Modelle tatsächlich druckbar sind, muss sich allerdings erst im praktischen Einsatz zeigen.
G1 und G1X unterscheiden sich deutlich
Die G1-Serie besteht aus mehreren Ausstattungsvarianten. Das günstigere G1 Starter Pack konzentriert sich vor allem auf den UV-Druck. Die umfangreicheren G1X-Pakete ergänzen den echten Vollfarb-3D-Druck und weiteres Zubehör.
Das G1 Starter Pack wurde innerhalb der Kampagne ab 1.999 US-Dollar angeboten. Der spätere Verkaufspreis soll bei 2.699 US-Dollar liegen.
Die G1X-Pakete starten bei 3.299 US-Dollar und reichen je nach enthaltenen Modulen und Zubehör bis 6.999 US-Dollar. Für die umfangreichste Ausstattung nennt HeyGears einen späteren regulären Preis von bis zu 10.998 US-Dollar.
Spannende Technik mit entsprechendem Preis
Die HeyGears G1-Serie schließt die Lücke zwischen 3D-Drucker und UV-Drucksystem. Besonders der G1X dürfte für Figuren, Architekturmodelle, Prototypen und personalisierte Produkte interessant sein. Modelle kommen direkt farbig aus dem Drucker und müssen nicht mehr mühsam grundiert und bemalt werden.
Für gewöhnliche Hobbyanwender bleibt die Technik aufgrund des hohen Preises allerdings eine ziemlich dicke Nummer. Hinzu kommen laufende Kosten für die verschiedenen Tinten, Druckmaterialien und gegebenenfalls zusätzliche Module.
Wie bei allen Crowdfunding-Projekten gilt außerdem: Eine erfolgreiche Finanzierung ist keine Garantie für eine pünktliche oder überhaupt erfolgende Auslieferung. Kickstarter ist kein normaler Onlineshop, selbst wenn eine professionell aufgezogene Kampagne verdammt stark danach aussieht.
Mehr zum Kickstarter
Warum inzwischen auch etablierte Hersteller Kickstarter als Vorverkaufs- und Marketingplattform einsetzen, welche großen Erfolge es gab und warum Unterstützer trotzdem vorsichtig sein sollten, erklären wir ausführlich in unserem Artikel:
Kickstarter: Wie aus einer Kreativplattform ein globaler Preorder-Motor wurde
Quelle: HeyGears G1 Series auf Kickstarter
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