92%DJI Mic Mini 2S: Klein, leicht und jetzt endlich mit internem Speicher
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Das DJI Mic Mini 2S setzt genau dort an, wo mir beim ursprünglichen Mic Mini eigentlich nur eine Sache gefehlt hat: die interne Aufnahme. DJI kombiniert das winzige Format nun mit internem Speicher, 32-Bit-Float-Aufzeichnung und einer überarbeiteten Geräuschunterdrückung. Ich habe für diesen Test allerdings bewusst nicht das komplette Set verwendet, sondern ausschließlich einen einzelnen Mic Mini 2S Sender direkt mit der DJI Osmo Pocket 4P gekoppelt. Genau dieser Einsatz ist für mich schließlich einer der interessantesten Anwendungsfälle des kleinen Mikrofons.
Die Kombination funktioniert ohne zusätzlichen Empfänger. Die Osmo Pocket 4P unterstützt den Mic Mini 2S Sender direkt per Funk, wodurch das Setup angenehm kompakt bleibt. Nach dem ersten Pairing erkennen sich Kamera und Mikrofon beim nächsten Einschalten automatisch wieder.
Genau so sollte mobiles Audio funktionieren
Für meinen Einsatz ist genau diese Reduktion auf Kamera und Sender der große Reiz. Pocket 4P einschalten, Mic Mini 2S anstecken und aufnehmen. Kein Empfänger hängt an der Kamera, kein zusätzliches Kabel baumelt herum und auch der USB-C-Anschluss bleibt frei. Der Sender wiegt gerade einmal rund 12 Gramm und fällt am Shirt entsprechend kaum auf. Selbst mit Magnet bleibt das Ganze angenehm leicht. Genau das war bereits eine der großen Stärken des Mic Mini und daran hat DJI glücklicherweise nichts geändert.
Das magnetische Befestigungssystem gefällt mir weiterhin ausgesprochen gut. Der Sender lässt sich schnell an Hemd, Shirt oder Jacke positionieren, ohne dass ein schwerer Clip den Stoff nach unten zieht. Einziger Nachteil dieses Miniaturformats: Das Ding ist so klein, dass man nach einer Aufnahme tatsächlich daran denken sollte, es wieder einzupacken.
Klanglich gibt es wenig zu meckern
Beim eigentlichen Klang liefert der Mic Mini 2S genau das, was ich von einem aktuellen DJI-Funkmikrofon erwarte. Stimmen kommen klar, präsent und mit ausreichend Substanz an. Direkt an der Pocket 4P ist der Unterschied gegenüber dem internen Kameramikrofon entsprechend deutlich, sobald man sich etwas von der Kamera entfernt oder Umgebungsgeräusche hinzukommen.Besonders angenehm ist für mich, dass ich mich beim normalen Vlogging nicht groß mit der Technik beschäftigen muss. Der Sender hängt am Shirt und die Stimme bleibt unabhängig von der Entfernung zur Pocket relativ konstant. 
Gerade bei einer kleinen Gimbal-Kamera, mit der man sich bewegt, ist das wesentlich wichtiger als irgendwelche theoretischen Studioqualitäten. DJI bietet außerdem eine KI-Geräuschunterdrückung, verschiedene Stimmprofile und automatische Pegelkontrolle. Die Geräuschunterdrückung arbeitet dabei effektiv genug, um Wind und störende Umgebungsgeräusche zurückzunehmen, ohne Stimmen sofort komplett künstlich wirken zu lassen.
Wie bei praktisch jeder algorithmischen Geräuschunterdrückung gilt trotzdem: Weniger ist manchmal mehr. In ruhiger Umgebung würde ich sie nicht unnötig aggressiv einsetzen. Etwas natürliche Umgebung klingt für mich häufig besser als eine bis auf die Knochen blankgeputzte Sprachspur.
Der eigentliche Grund für das 2S: interne Aufnahme
Die entscheidende Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen DJI Mic Mini steckt allerdings im Sender. Der Mic Mini 2S besitzt rund 14,5 GB internen Speicher und kann unabhängig von der Funkübertragung eine eigene Audiodatei aufzeichnen. DJI nennt bis zu 28 Stunden Aufnahme in 24 Bit beziehungsweise rund 22 Stunden bei 32-Bit-Float.
Und genau das ist für mich der Punkt, an dem der 2S vom netten Upgrade zum wirklich interessanten Mikrofon wird.
Beim ursprünglichen Mic Mini hatte man zwar eine sehr unkomplizierte Funkstrecke, aber eben keine lokale Sicherheitskopie im Sender. Bricht die Verbindung ab oder läuft beim Pegel etwas schief, ist die Aufnahme im schlimmsten Fall hinüber. Das Mic Mini 2S kann dagegen parallel intern aufnehmen, während der Ton an die Kamera übertragen wird. Gerade beim Einsatz mit der Pocket 4P gefällt mir das ausgesprochen gut. Die direkte Funkverbindung bleibt maximal unkompliziert, gleichzeitig gibt es im Hintergrund eine zusätzliche Aufnahme. Für Interviews, Events oder einmalige Situationen ist das ein verdammt beruhigendes Sicherheitsnetz.
32-Bit-Float macht tatsächlich Sinn
Noch wichtiger wird das Ganze durch 32-Bit-Float. Vereinfacht gesagt gibt mir die Aufzeichnung deutlich mehr Spielraum, wenn jemand plötzlich wesentlich lauter oder leiser spricht als erwartet. Ein übersteuerter oder zu leiser Pegel lässt sich dadurch in vielen Situationen in der Nachbearbeitung retten. Für klassische Vlogs benötigt man das nicht zwingend bei jeder Aufnahme. Sobald ich aber etwas aufnehme, das sich nicht einfach wiederholen lässt, würde ich die interne 32-Bit-Float-Aufnahme einschalten.
Genau diese Funktion war bislang einer der großen Vorteile des größeren DJI Mic 2. Das Mic Mini 2S schließt diese Lücke nun weitgehend und besitzt mit 14,5 GB sogar mehr internen Speicher als das Mic 2.
Bedienung: Anschalten und vergessen
Im Zusammenspiel mit der Pocket 4P ist die Bedienung beinahe schon langweilig – und das ist als Kompliment gemeint. Nach dem erstmaligen Koppeln verbinden sich Sender und Kamera automatisch wieder. Die Pocket zeigt den Audiopegel direkt im Display an und der Receiver bleibt zu Hause. Ein wenig Eingewöhnung benötigen lediglich die verschiedenen Funktionen der seitlichen Tasten. Da auf so einem kleinen Gehäuse naturgemäß nicht viel Platz für Bedienelemente vorhanden ist, muss man sich merken, welcher Tastendruck welche Funktion startet.
Nach kurzer Eingewöhnung spielt das für mich aber kaum noch eine Rolle. Im Alltag will ich an einem solchen Mikrofon ohnehin möglichst wenig herumfummeln.
Akkulaufzeit: Für meinen Einsatz kein Thema
Bei meinen Aufnahmen mit der Pocket 4P war der Akku des Senders kein Punkt, über den ich mir ernsthaft Gedanken machen musste. Genau das erwarte ich bei einem solchen System auch: Mikrofon morgens einpacken und nicht nach zwei Stunden schon wieder nach USB-C suchen. Wer das vollständige Set mit Ladeschale nutzt, bekommt zusätzlich den entsprechenden Puffer für längere Einsätze. Da ich Receiver und Ladecase nicht selbst getestet habe, fließen deren Bedienung und Qualität aber ausdrücklich nicht in meine Bewertung ein.
Was mir nicht gefällt
Perfekt ist der Mic Mini 2S trotzdem nicht. Die bereits angesprochene Tastenbelegung könnte intuitiver sein. Außerdem ist das deutlich sichtbare DJI-Logo nicht gerade subtil, wenn der Sender offen am Shirt getragen wird. Und das winzige Format ist Fluch und Segen zugleich: Beim Tragen hervorragend, beim hektischen Zusammenpacken erstaunlich schnell verschwunden.
Der wichtigste Kritikpunkt betrifft allerdings Besitzer des normalen Mic Mini: DJI hat mit dem 2S genau die Funktion nachgereicht, die man sich eigentlich schon beim ursprünglichen Mini gewünscht hätte. Wer diesen noch nicht lange besitzt, dürfte sich darüber durchaus ein bisschen ärgern.
DJI Mic Mini 2S vs. Mic Mini 2 vs. Mic Mini: Für wen lohnt sich der Wechsel?
Wer bereits ein DJI Mic Mini besitzt, bekommt mit dem Mic Mini 2 und vor allem dem neuen Mic Mini 2S eine konsequente Weiterentwicklung des kleinen Funkmikrofons. Dabei ist allerdings wichtig: Bei der reinen Sprachqualität sind die Unterschiede kleiner, als die Modellwechsel zunächst vermuten lassen. Alle drei sind vor allem für ein möglichst kompaktes und unkompliziertes Setup gedacht. Die entscheidenden Unterschiede liegen vielmehr bei den zusätzlichen Funktionen und der Absicherung der Aufnahme. Das ursprüngliche Mic Mini bleibt die einfachste Variante. Es ist winzig, leicht und für Vlogs, Reels, kurze YouTube-Videos oder Aufnahmen mit einer kompatiblen DJI-Kamera nach wie vor völlig ausreichend. Wer damit zufrieden ist und keine lokale Sicherheitskopie benötigt, muss deshalb nicht allein wegen eines neueren Modells wechseln.
Das Mic Mini 2 entwickelt dieses Konzept weiter und ist vor allem für Nutzer interessant, die etwas mehr Komfort und Funktionen möchten, ohne auf das kompakte Format der Mini-Serie zu verzichten. Wer bereits ein Mic Mini besitzt und mit dessen Möglichkeiten an Grenzen stößt, findet hier den logischeren Zwischenschritt. Der größte Sprung kommt für mich allerdings mit dem Mic Mini 2S. Der Sender kann Audio intern aufzeichnen, bietet 32-Bit-Float und besitzt rund 14,5 GB Speicher. Damit bekommt man erstmals in der Mini-Baureihe ein echtes Sicherheitsnetz für wichtige Aufnahmen. Bricht die Funkverbindung ab oder stimmt der Pegel nicht, liegt zusätzlich eine lokale Audiodatei auf dem Sender.
Vom ursprünglichen Mic Mini würde ich deshalb direkt zum Mic Mini 2S wechseln, wenn häufig Interviews, Events oder andere nicht wiederholbare Situationen aufgenommen werden. Wer dagegen lediglich Vlogs und Social-Media-Clips produziert, kann sein Mic Mini weiterhin problemlos verwenden.
Besitzer eines Mic Mini 2 müssen ebenfalls nicht automatisch zum 2S greifen. Hier lohnt sich das Upgrade vor allem dann, wenn die interne Aufnahme und 32-Bit-Float für den eigenen Workflow einen echten Mehrwert darstellen. Genau diese beiden Funktionen sind für mich letztlich das stärkste Argument für das neue Modell.
Beim Neukauf würde ich zusammen mit einer Osmo Pocket 4P klar zum Mic Mini 2S greifen. Es behält die großen Vorteile der Mini-Serie – klein, leicht und unkompliziert – und ergänzt sie um die bislang wichtigste fehlende Funktion: eine unabhängige Sicherheitsaufnahme direkt im Sender.
Fazit: Für die Pocket 4P nahezu die perfekte Ergänzung
Das DJI Mic Mini 2S behebt genau die größte Schwäche des ursprünglichen Mic Mini. Die interne Aufnahme samt 32-Bit-Float verwandelt das winzige Funkmikrofon von einer unkomplizierten Vlogging-Lösung in ein System, dem ich auch wichtigere Aufnahmen anvertrauen würde.
In Kombination mit der Osmo Pocket 4P gefällt mir das Konzept besonders gut. Sender anstecken, Kamera einschalten und loslegen. Kein Receiver, kein Kabel und trotzdem eine lokale Sicherheitskopie auf dem Mikrofon. Viel unkomplizierter bekommt man vernünftigen Funkton derzeit kaum hin.
Wer bereits ein Mic Mini besitzt, muss deshalb nicht panisch upgraden. Wer interne Sicherheitsaufnahmen benötigt, sollte den Wechsel aber ernsthaft überlegen. Besitzer eines Mic 2 können dagegen entspannt bleiben – es sei denn, sie wollen ihr Setup bewusst kleiner und leichter machen.
Getestet wurde ausschließlich der DJI Mic Mini 2S Sender in direkter Verbindung mit einer DJI Osmo Pocket 4P. Receiver, Mobile Receiver und Ladeschale waren nicht Bestandteil dieses Tests.
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DJI Mic Mini 2S
Das DJI Mic Mini 2S ist für Nutzer der Osmo Pocket 4P fast die ideale Ergänzung: winzig, unkompliziert und dank interner 32-Bit-Float-Aufnahme deutlich sicherer als das erste Mic Mini. Wer bereits ein Mic 2 besitzt, muss dagegen nur wechseln, wenn Größe und Gewicht wichtiger sind als maximale Flexibilität.
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