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Amazfit schickt die Cheetah 2 Ultra auf den Trail

Wer Pro sagt, muss auch Ultra sagen

Amazfit macht aus der Cheetah-Serie jetzt endgültig eine kleine Laufuhren-Familie mit klarer Arbeitsteilung. Die Cheetah 2 Pro richtet sich an Straßenläufer. Die neue Amazfit Cheetah 2 Ultra will dagegen raus aus der Komfortzone, rein in den Trail, hoch in die Berge und am besten noch ein paar Stunden länger durchhalten als der Mensch darunter.

Die Uhr startet ab sofort bei uns erhältlich. Der Preis liegt bei 599,90 Euro. Im Paket stecken neben der Uhr gleich zwei Armbänder, einmal Silikon und einmal Nylon. Die Cheetah 2 Ultra soll keine hübsche Fitnessuhr für die gepflegte Parkrunde sein, sondern ein Werkzeug für Trailrunner, Ultra-Läufer und alle, die bei „noch ein paar Höhenmeter“ nicht sofort innerlich kündigen.

Ultra ist plötzlich Mainstream

Dass Amazfit ausgerechnet jetzt eine Trailrunning-Uhr mit bis zu 60 Stunden GPS-Laufzeit, Offline-Karten und SOS-Taschenlampe bringt, wirkt fast schon verdächtig gut getimt. Gerade wurde der Berliner Extremsportler Arda Saatçi breit diskutiert, nachdem er laut taz 604 Kilometer durch die kalifornische Wüste bis an die Pazifikküste bei Los Angeles gelaufen ist.

Genau in dieses an dieser Stelle passt die Cheetah 2 Ultra ziemlich gut. Sie ist keine Uhr für „ich jogge mal kurz um den Block“, sondern für Menschen, die bei Akkulaufzeit, Offline-Karten, Höhenprofilen und SOS-Licht nicht an Spielerei denken, sondern an die nächste komplett bekloppte Strecke. Natürlich läuft auch diese Uhr keinen 600-Kilometer-Ultra komplett ohne Nachladen durch. Das wäre keine Sporttechnik mehr, sondern Hexerei mit AMOLED-Display.

Viel Akku für lange Läufe

Der wichtigste Punkt ist die Laufzeit. Amazfit nennt für die Cheetah 2 Ultra bis zu 30 Tage bei typischer Nutzung und bis zu 60 Stunden im hochpräzisen GPS-Modus. Im Trailrunning-Modus mit Always-on-Display, Kartennavigation und Sprachansagen sollen noch bis zu 33 Stunden möglich sein. Das ist der Bereich, in dem eine Sportuhr nicht mehr nur Daten sammelt, sondern auch schlicht nicht nerven darf.

Der Akku fällt mit 780 mAh deutlich größer aus als beim Pro-Modell. Auch der Speicher wächst auf 64 GB. Das ist vor allem für Karten, Audio und Apps interessant. Wer im Gelände unterwegs ist, will schließlich nicht erst diskutieren, ob noch genug Platz für die Route ist.

Offline-Karten und Ansagen ohne Netz

Für Trailrunner setzt Amazfit auf topografische Offline-Karten in Farbe. Die Uhr soll Routen auch ohne Internetverbindung anzeigen und unterwegs Hinweise zu Entfernung, Anstiegen, Abstiegen, Höhenunterschieden und Steigungswinkeln liefern.

Auch Sprachansagen zu Abbiegungen, Abfahrten und Anstiegen funktionieren offline. Das ist im Gelände oft sinnvoll. Netzabdeckung in Wäldern, Tälern oder Schluchten ist oft ein schlechter Witz mit Empfangsbalken. Dazu kommen Lautsprecher und Mikrofon.

Helles Display, Titan und Taschenlampe

Beim Display setzt Amazfit auf ein 1,5 Zoll großes AMOLED-Panel mit 480 × 480 Pixeln und bis zu 3000 Nits Spitzenhelligkeit. Ein Handschuhmodus wird ebenfalls unterstützt. Geschützt wird das Display durch Saphirglas.

Das Gehäuse besteht laut Amazfit aus Titan der Güteklasse 5. Dazu kommen vier Titan-Tasten, 5 ATM Wasserschutz und sechs Militärstandard-Zertifizierungen. Für Nachtläufe oder Notfälle gibt es außerdem eine zweifarbige LED-Taschenlampe mit weißem und rotem Licht sowie SOS-Modus.

Mehr Daten für Trailrunner

Die Cheetah 2 Ultra liefert im Trailrunning-Modus laut Amazfit 80 von 84 Parametern live. Dazu gehören unter anderem steigungskorrigierte Distanz und Pace, Steigungsgrad, Steigungswinkel, aktuelle Höhe, Körpertemperatur, Luftdruck sowie Countdown-Anzeigen für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Dazu kommen Werte wie Trainingsbelastung, Ermüdung, Laktatschwelle, HRV-basierte Hinweise zum Nervensystem und Amazfits BioCharge-Funktion. Klingt nach viel Zahlensalat, kann für ambitionierte Läufer aber genau der Punkt sein. Weniger Bauchgefühl, mehr Daten.

Amazfit Cheetah 2 Ultra vs. Cheetah 2 Pro

Merkmal Amazfit Cheetah 2 Ultra Amazfit Cheetah 2 Pro
Ausrichtung Trailrunning Road Running
Preis 599,90 Euro UVP 449 Euro
Display 1,5 Zoll AMOLED 1,32 Zoll AMOLED
Auflösung 480 × 480 Pixel 466 × 466 Pixel
Helligkeit bis 3000 Nits bis 3000 Nits
Displayglas Saphirglas Saphirglas
Maße 47,4 × 47,4 × 13,3 mm 48 × 48 × 13,2 mm
Gewicht ohne Armband 52 g 46 g
Taschenlampe Weiß, Rot, SOS Weiß, Rot, SOS
Prozessor HS3s HS3
Speicher 64 GB 32 GB
Akku 780 mAh 540 mAh
Typische Nutzung bis 30 Tage bis 17 Tage
Präziser GPS-Modus bis 60 Stunden bis 29 Stunden
GNSS Dual-Frequenz, 6 Satellitensysteme Dual-Frequenz, 6 Satellitensysteme
Offline-Karten Topokarten, Höhenlinien, Ski-Karten, POI Topokarten, Höhenlinien, Ski-Karten, POI
NFC europäische Version europäische Version
Verbindung WLAN 2,4 GHz, Bluetooth 5.2, BLE WLAN 2,4 GHz, Bluetooth 5.2, BLE
Material Titan-Mittelrahmen und Titan-Boden Polymer-Lünette, Titan-Mittelrahmen und Titan-Boden
Tasten 4 Titan-Tasten 4 Aluminium-Tasten
Armbandbreite 22 mm 20 mm
Wasserschutz 5 ATM 5 ATM
Militärstandard-Zertifizierung ja nein
Sportmodi 180+ 180+
Lieferumfang Uhr, 2 Armbänder, Ladepuck, Anleitung Uhr, 1 Armband, Ladepuck, Anleitung

Der eigentliche Unterschied steckt im Einsatzgebiet

Die Cheetah 2 Pro ist nicht plötzlich überflüssig, nur weil Amazfit jetzt „Ultra“ aufs Datenblatt knallt. Sie bleibt das Modell für Läufer, die vor allem Straße, Langstrecke und klassisches Lauftraining im Blick haben. Die Cheetah 2 Ultra ist dagegen klar härter zugeschnitten: längere GPS-Laufzeit, größerer Akku, mehr Speicher, robusteres Material, Militärstandard-Zertifizierung und das größere Display.

Wer also primär seine Runden auf Asphalt dreht, braucht nicht zwingend das Ultra-Modell. Wer dagegen ernsthaft Trails, Berge, lange Läufe und Navigation nutzt, bekommt bei der Ultra das deutlich passendere Paket. Kostet aber eben auch 150 Euro mehr. Für ein bisschen Parkrunde am Sonntag wäre das schon sehr viel Uhr fürs Ego.

Preis und Verfügbarkeit

Die Amazfit Cheetah 2 Ultra ist ab sofort über die europäische Amazfit-Webseite und ausgewählte Handelspartner erhältlich. Die UVP liegt bei 599,90 Euro. Die europäische Version unterstützt NFC-Zahlungen.

Amazfit positioniert die Cheetah 2 Ultra damit ziemlich eindeutig über der Cheetah 2 Pro. Wer Pro sagt, muss jetzt also auch Ultra sagen. Oder wenigstens sehr überzeugend erklären, warum die Straße reicht.

Spoiler: Ich teste gerade die Cheetah 2 Pro und schiele ein wenig neidisch auf das größere Display (die Augen sind in meinem Alter halt auch nicht mehr die besten)

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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