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Creality K3: KliTek soll Düsen in fünf Sekunden wechseln

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Creality will beim kommenden K3 eines der größten Ärgernisse des mehrfarbigen 3D-Drucks angehen: lange Materialwechsel und Berge von ausgespültem Filament. Statt ständig neues Material durch eine einzelne Düse zu jagen, setzt der Hersteller beim K3 auf sein neues KliTek-System. Dabei wird die komplette Düsenbaugruppe automatisch gewechselt – laut Creality in weniger als fünf Sekunden. Der Creality K3 soll noch im dritten Quartal 2026 erscheinen. Einen konkreten Verkaufstermin und einen Preis für Deutschland nennt der Hersteller bislang allerdings nicht. KliTek hatte Creality bereits Ende Mai vorgestellt, inzwischen nennt die deutsche Produktseite deutlich mehr technische Details zum System.

KliTek tauscht die Düse statt des ganzen Druckkopfs

KliTek ist kein klassischer Toolchanger, bei dem komplette Druckköpfe gewechselt werden. Stattdessen tauscht der K3 nur die jeweilige Düsenbaugruppe. Die verschiedenen Filamentkanäle bleiben dabei vorbereitet, sodass beim Wechsel zwischen Farben oder Materialien nicht jedes Mal Filament zurückgezogen, neu geladen und anschließend gespült werden muss. Ein Düsenwechsel soll weniger als fünf Sekunden benötigen, ein kompletter Wechsel zwischen unterschiedlichen Farben oder Materialien weniger als 15 Sekunden. Nach jedem Wechsel verspricht Creality eine XYZ-Repositionierungsgenauigkeit von höchstens 25 Mikrometern. Insgesamt arbeiten laut Hersteller 37 Sensoren im K3, zwölf davon sind speziell für den Wechselvorgang zuständig.

Das System erlaubt außerdem, unterschiedliche Düsendurchmesser innerhalb eines Druckjobs einzusetzen. Creality nennt beispielsweise eine Kombination aus 0,4-mm-Düse für Außenwände und Details sowie 0,8-mm-Düse für schneller gedruckten Infill. Creality Print soll die unterschiedlichen Parameter automatisch berücksichtigen.

Weniger Filament für die Tonne

Interessant wird KliTek vor allem beim Multicolor-Druck. Klassische Systeme mit nur einer Düse müssen beim Farbwechsel das vorherige Material aus dem Hotend entfernen. Genau dabei entstehen die bekannten Purge-Tower und Filamenthäufchen neben dem Drucker.Creality spricht bei KliTek dagegen von praktisch keinem Spülabfall. Ein kleiner Prime Tower bleibt weiterhin notwendig. In einem herstellereigenen Vergleich benötigte KliTek 39 Gramm Filament, während ein Einzeldüsensystem für denselben Test auf 278 Gramm kam. Daraus leitet Creality eine mögliche Materialersparnis von bis zu 80 Prozent pro Druck ab. Das sind allerdings Laborwerte des Herstellers und noch keine unabhängig überprüften Ergebnisse.

Spannend dürfte das System auch für Multi-Material-Drucke werden. Der K3 soll beispielsweise PLA und PVA für lösliche Stützstrukturen kombinieren können. Creality nennt zudem TPU bis hinunter zu Shore 80A und demonstriert Drucke, bei denen flexible Materialien mit unterschiedlichen Härtegraden in einem Modell verarbeitet werden.

Auch CMYK-Druck mit Cyan, Magenta, Gelb und Weiß beziehungsweise Schwarz gehört zu den Szenarien, die Creality für KliTek vorsieht.

Der K3 könnte Crealitys spannendster Drucker 2026 werden

Technisch unterscheidet sich KliTek damit deutlich von vielen derzeit verbreiteten Multicolor-Systemen. Statt Filament durch einen gemeinsamen Druckkopf zu schleusen oder gleich einen kompletten Toolhead zu wechseln, versucht Creality einen Mittelweg: Die relativ kleine Düsenbaugruppe wird getauscht, während der eigentliche Druckkopf am Schlitten bleibt. Das könnte gleich zwei Probleme lösen – Geschwindigkeit und Materialverschwendung. Ob Creality seine ambitionierten Angaben auch im normalen Druckalltag halten kann, muss der K3 allerdings erst beweisen. Besonders die langfristige Zuverlässigkeit und Präzision nach Tausenden automatischen Düsenwechseln dürfte interessant werden. Creality nennt außerdem einen weiteren praktischen Vorteil: Muss eine Düsenbaugruppe ersetzt werden, soll sie deutlich günstiger sein als ein kompletter Toolhead. Auf seiner Produktseite stellt der Hersteller rund 14 US-Dollar für eine KliTek-Baugruppe etwa 67 US-Dollar für eine komplette Vergleichslösung gegenüber. Creality weist selbst darauf hin, dass sich der Preis der Düsenbaugruppe noch ändern kann. Einen Europreis gibt es derzeit nicht.

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Mehr Informationen

Der Creality K3 ist für das dritte Quartal 2026 angekündigt. Da dieses bereits läuft, dürfte Creality in Kürze konkreter werden müssen. Preis, endgültiger Verkaufsstart und mögliche Varianten des K3 sind derzeit noch offen.

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Torsten "Pixelaffe" Schmitt

Torsten "Pixelaffe" Schmitt

CvD & Evil Genius
3D-Druck, Serien & Filme, Gaming, jede Art von Gadget
Seit 20085.911 Artikel170 Tests

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen.

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