
Crealitys neuer 3D-Drucker könnte mehr als nur zwei Düsen haben
Bei Creality taucht offenbar der nächste 3D-Drucker mit Dual-Nozzle-Technik auf. In einer chinesischen Community wurden Fotos veröffentlicht, die ein bislang nicht offiziell angekündigtes Modell zeigen sollen.
Das gezeigte Gerät erinnert optisch an die SPARKX-i7-Reihe. Möglich wäre also eine Art SPARKX i7 2.0 oder ein neues Modell auf ähnlicher Basis. 
Zwei Düsen, zwei Wege
Auf den geleakten Bildern ist eine ungewöhnliche Extruder-Kombination zu erkennen. Die linke Einheit scheint direkt im Druckkopf integriert zu sein. Das spricht für Direct Drive. Die rechte Einheit sitzt dagegen offenbar am Gehäuse und führt das Filament über einen Bowden-Schlauch zur Düse.
Creality würde damit Direct Drive und Bowden in einem System kombinieren. Das kann aber durchaus Sinn ergeben. Direct Drive ist bei flexiblen Materialien und präziser Filamentkontrolle stark. Bowden kann Gewicht am Druckkopf sparen. In der Theorie also eine clevere Mischung. In der Praxis hängt alles daran, wie sauber Creality das System abstimmt. Zwei Düsen sind nämlich nicht automatisch besser. Sie sind erst einmal zwei potenzielle Fehlerquellen mehr.
Dual-Nozzle ist nicht neu
Dual-Nozzle-Drucker sind keine neue Erfindung. Schon vor mehr als zehn Jahren hatten Hersteller wie MakerBot und Ultimaker entsprechende Geräte im Programm. Der Gedanke dahinter ist einfach: Zwei Düsen erlauben den
Creality kennt das Thema bereits
Ganz neu wäre Dual-Nozzle für Creality ebenfalls nicht. Mit dem Sermoon D3 Pro hatte der Hersteller bereits 2022 ein Modell mit zwei Düsen im Portfolio. Der Drucker richtete sich allerdings stärker an professionelle und industrielle Anwender. Für den klassischen Hobbybereich war das eher nichts, was man sich spontan neben den Schreibtisch stellt.
Mehr als nur Mehrfarbdruck
Sollte Creality tatsächlich mehrere Dual-Nozzle-Konzepte testen, wäre das ein klares Signal. Der Hersteller könnte versuchen, den nächsten Schritt beim Mehrmaterialdruck vorzubereiten. Nicht nur mit automatischen Filamentwechslern, sondern direkt über mehrere Düsen oder Druckköpfe.
Der eigentliche nächste Schritt wäre ein Toolchanger
Trotzdem bleibt Dual-Nozzle nur ein Zwischenschritt. Der größere Wurf wäre ein echter Toolchanger. Also ein Drucker, der verschiedene Druckköpfe oder Werkzeuge automatisch wechseln kann. Damit wären nicht nur zwei Materialien möglich, sondern deutlich flexiblere Setups mit unterschiedlichen Düsendurchmessern, Spezialfilamenten oder sogar Werkzeugmodulen.
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