KinoKritiken

Filmkritik zu Flight Risk – Wer ist der Feind an Bord?

Bundesweiter Kinostart: 20. Februar 2025

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Da helfen auch keine Sauerstoffmasken mehr: Mel Gibson kehrt mit „Flight Risk“ als Regisseur zurück und liefert einen kompakten Thriller in luftigen Höhen, der auf ein minimalistisches Setting setzt. Lohnt sich das Kammerspiel mit Mark Wahlberg?

Die Geschichte dreht sich um U.S. Marshal Madelyn Harris (Michelle Dockery), die den Kronzeugen Winston (Topher Grace) sicher transportieren soll. Doch das Flugzeug, das sie für den Transport nutzen, wird von einem mysteriösen Piloten (Mark Wahlberg) gesteuert, dessen wahre Absichten nicht allzu lange im Dunkeln bleiben. Während die Figuren in der engen Kabine aufeinandertreffen, entsteht ein anfangs spannendes Kammerspiel, das mit psychologischen Machtspielen und sich steigernder Anspannung arbeitet jedoch ab Mitte auf den psychologischen Wahnsinn von Wahlberg abzielt, der es sichtlich genießt mal nicht den Sunny Boy vom Dienst zu spielen, aber inhaltlich bzw. das Drehbuch nicht viel für ihn erübrigen kann.

Die Inszenierung nutzt das beengte Setting effektiv, um zeitweise eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Besonders die Interaktionen zwischen den Figuren stehen im Fokus, und das Drehbuch bemüht sich, Spannung durch subtile Andeutungen und Charakterdynamiken aufzubauen. Doch trotz einzelner cleverer Wendungen bleibt der Film in vielerlei Hinsicht vorhersehbar. Die Figuren sind vom Cast gut gespielt, bleiben aber innerhalb bekannter Thriller-Stereotypen: die entschlossene Marshal, der zwielichtige Pilot und der nervöse Zeuge. Zudem verlässt sich der Film auf einige Genre-Standards wie plötzliche Enthüllungen und doppelte Böden, ohne diese wirklich neu zu interpretieren. Für Regisseur Mel Gibson ist dieser filmische Beitrag generell überraschend, das man ihn sonst nur von großangelegten Projekten wie „Apokalypto“ oder zuletzt „Hacksaw Ridge“ kennt, der zweifellos mehr Seele besaß als dieser Thriller.

Hacksaw Ridge
  • Dieser Artikel hat Deutsche Sprache und Untertitel.

Visuell bleibt „Flight Risk“ unaufgeregt und konzentriert sich auf eine funktionale Bildsprache, die den engen Raum des Flugzeugs effektiv nutzt, aber keine besonderen Akzente setzt. Gibsons Regie ist routiniert und hält das Tempo auf einem gleichmäßigen Level, vermeidet aber große Überraschungsmomente oder visuelle Experimente. Was bleibt, ist ein solider, handwerklich sauberer Thriller, der zwar für Spannung sorgt, aber nicht nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Wer ein klassisches Katz-und-Maus-Spiel in begrenztem Raum sucht, wird hier solide unterhalten, sollte aber keine großen Innovationen erwarten. Im Kino für ausgehungerte Thriller-Fans durchaus zu empfehlen.

Flight Risk. USA 2025. Verleih: Tobis. Regie: Mel Gibson. Mit Mark Wahlberg, Topher Grace, Michelle Dockery. Genre: Thriller. 91 Minuten. FSK: Ab 12 Jahren.

Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Nein.

Vielen Dank an TOBIS für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Flight Risk“ gibt es hier.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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