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FMX 2024: Sprung in die technische Welt von “The Creator”

Großer Andrang am finalen Tag der Konferenz

Gareth Edwards sorgte mit seinem Science-Fiction Kracher “The Creator” im vergangenen Jahr für viel Aufsehen – eine emotionale Geschichte vermischt mit philosophischen Fragen rund um unser Menschsein in einer Welt voller humanoider Androiden. Visual Effects Supervisor Charmaine Chan und Amanda Johnstone-Batt als Computer Graphic Supervisor – beide von Industrial Light & Magic gaben interessante Einblicke.

Ich erinnere mich noch recht gut an die gefasste Stille während des Abspanns. “The Creator” von Gareth Edwards erwischte viele Kinogänger:innen, die einen actionreichen No Brainer erwartete, sicherlich hart. War es mitunter einer der wenigen neueren Filme der letzten Jahre im Science-Fiction Genre, der zwar Action beeinhaltete jedoch mit philosophischen Fragen zu unserer Existenz kreuzte. So war das Panel “Dive in the World of The Creator” sicherlich der Versuch durch die Art der überaus gelungenen technischen Umsetzung eine Art Interpreation zu entlocken. Anhand der einmal mehr langen Warteschlange eindeutig zu den letzten Programmpunkten zu zählen, füllte sich der ohnehin große König-Karl Saal innerhalb von Minuten. Nahezu jeder Platz schien dankend angenommen zu werden. Die FMX 2024 hatte ohnehin jeden Tag besondere Programmpunkte zu bieten, welche durch die schiere Überzahl an Themen kaum alleine zu berücksichtigen war.

The Creator
© Techkrams.de

Charmaine Chan und Amanda Johnstone-Batt nahmen das Panel als gespieltes Doppel auf, sodass Chan über die grundlegenden Visual Effekte sprach, die beispielsweise das Design der “Simulants” abbilden. So wurde der Kopf der Schauspieler:innen zum Hals abwärts leert, um ihnen einen mechanischen Rumpf inklusive Verbindung zum Kopf zu verpassen. Interessante Nebenanekdote: Gareth Edwards reiste vor einigen Jahren durch die staubtrockene Landschaft im US-Bundesstaat Iowa – beim Blick auf Farmen und das weite Land überkam ihn die Frage, was wohl wären wenn Cyborgs jene Landarbeit verrichten. An dieser Idee werkelte er, steckte sie eine Welt und schuf eine Geschichte. Die von “Star Wars”-Mastermin gegründete Effektschmiede “Industrial Light & Magic” (kurz: ILM) übernahm hierfür die Ausstattung an visuellen Effekten. Diese sind verdammt stark geworden. Wie Chan weiter ausführte, halfen On Lacation-Dreharbeiten in Nepal, Thailand und Vietnam immens um jene visuellen Spielereien täuschend echt zu lassen. Spezielle Szenen veranschaulichten dank wechselnden Filtern wie arbeitsreich die Schritte im Vorfeld waren.

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  • Dieser Artikel hat Deutsche Sprache und Untertitel.
  • Chan, Gemma, Watanabe, Ken, Janney, Allison (Schauspieler)
  • Edwards, Gareth (Regisseur)

Amanda Johnstone-Batt konnte dem gebannt zuhörendem Publikum als Computer Graphic Supervisor die genaue Anzahl an händisch eingebauten Stücken der später im Film auftauchenden Raumstation “Nomad” mitteilen, es waren mehr als 800.000. Zudem erläuterte sie durchschnittliche Arbeitsschritte. So werden bestimmte Sequenzen nicht am Computer designt sondern per VR-Brille halbwegs dem Filmdesign entsprechend nachgebaut, so ließ es sich Regisseur Edwards nicht nehmen, einige Strecken abzulaufen vor dem letztendlichen Bau. Die Mischung aus Vortrag und Filmausschnitten war unterhaltsam. Wir sehen diesen Sci-Fi Thriller nun nochmal anders.

Die FMX ist eine mehrtägige Veranstaltung der Filmakademie Baden-Württemberg und des Animationsinstitut. Ort: Haus der Wirtschaft Stuttgart und Online. Zeitraum (vor Ort): 23. bis 26. April 2024 – Weitere Informationen findet ihr hier.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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