
Google DeepMind und A24 machen gemeinsame Sache. Das Studio, das regelmäßig Filme rausdrückt, bei denen man nach dem Abspann erst einmal zehn Minuten auf die Wand starrt und sich fragt, ob man gerade Kunst, Trauma oder beides gesehen hat.
Google spricht von einer „first-of-its-kind“-Forschungspartnerschaft. Ziel ist es, neue Workflows und Techniken für Filmschaffende zu entwickeln. Also nicht einfach nur: „KI macht Film, Mensch guckt traurig zu.“ Zumindest verkauft Google es anders. Die Werkzeuge sollen direkt mit Kreativen entwickelt werden, damit sie tatsächlich zum Filmemachen passen und nicht wie der nächste generische Prompt-Mixer.
Keine reine Spielerei
Die Kooperation soll über mehrere Projekte laufen. A24 und Google DeepMind wollen dabei ausloten, wie KI im kreativen Prozess helfen kann. Es geht also um Forschung, Entwicklung und Feedback aus der Praxis. Google betont, dass A24-Filmemacher die Technik mitprägen sollen. Dazu kommt: Google hat in A24 investiert, nennt offiziell aber keine Summe. Spannend ist das vor allem, weil A24 nicht gerade nach glattgebügeltem Mainstream riecht. Das Studio hat sich mit eigenwilligen, oft ziemlich kaputten, aber eben auch auffälligen Filmen einen Namen gemacht. Genau deshalb wirkt die Verbindung mit Google DeepMind erstmal wie ein sehr seltsames Date. Einer bringt Kunst mit. Der andere bringt Serverfarmen, Modelle und wahrscheinlich sehr viele Slides mit.
KI im Film bleibt ein Reizthema
Natürlich hängt über dem Ganzen sofort die große KI-Frage: Hilft das wirklich Kreativen, oder wird am Ende wieder nur Arbeit billiger gemacht und als Innovation verkauft? Google formuliert es bewusst weich. Die Partnerschaft soll Möglichkeiten im Entertainment erweitern, nicht einfach kreative Entscheidungen automatisieren. Konkrete Produkte, Filme oder technische Ergebnisse nennt Google bisher nicht. Noch ist offen, ob daraus praktische Werkzeuge für Storyboards, Schnitt, Effekte, Previsualisierung oder ganz andere Produktionsschritte entstehen. Dass ausgerechnet A24 diesen Weg mitgeht, dürfte nicht jedem Fan gefallen. Das Studio lebt von Ecken, Kanten, Irritation und diesem leichten Gefühl, dass irgendwo im Hintergrund jemand sehr bewusst „Wirr“ ist. Wenn KI dabei hilft, neue Ideen schneller sichtbar zu machen: fein. Wenn am Ende alles nur sauberer, berechenbarer und markttauglicher wird, dann gute Nacht.
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