GamingTestberichte

„Saints Row: The Third – The Full Package“ im Switch-Test

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Irrer Open-World-Wahnsinn nun auch auf der Nintendo Switch! „Saints Row: The Third – The Full Package“ bietet verbessertes Gameplay und typischen R-Rated Humor, der von Ninja-Piraten bis Dildo-Waffen reicht. Überzeugt das Saints Row-Abenteuer auch technisch? Unsere Review.

Derber Humor trifft Open World

Saints Row hat als Reihe eine bewegte Geschichte hinter sich. Beim heute nicht mehr bestehenden Publisher THQ entwickelt, wollte man einen ebenbürtigen Kontrahenten für die damals schon höchst populäre „Grand Theft Auto“-Serie erschaffen. Statt Einzelkämpfer ging es gleich um eine Straßengang in der fiktiven Stadt Steelport. Vom klassischen derben Humor fehlte dort jedoch jede Spur. Erst die Fortsetzung und schlussendlich Teil 3 etablierte sich als abgedrehte GTA-Alternative mit Dildo-Waffen oder den Sprung aus einem Flugzeug untermalt mit „Power“ von Kanye West. Entwickler Deep Silver Volition fand irgendwann den stilsicheren Spagat zwischen obskuren Charakteren und einer zweckmäßigen Open-World. In „Saints Row: The Third“ geht es um nichts weniger als Rettung der Stadt. In der rund 18-stündigen Kampagne wechseln sich herrlich übertriebene Story-Missionen mit recht abgehangenen Nebenmissionen ab. Zum Glück optional, da der Ideenreichtum von klassischen Shoot-Outs sowie „Tank Mayhem“ also Panzer-Aufträgen reicht. Das Gameplay bedient sich typischen Movements, die wir aber mit genügend XP im obligatorischen Upgrademenü durch frische Fähigkeiten unterstützen können. Seien es höhere Sprünge oder größere Munitionsbeutel. In manchen Momenten zickt gerne mal die Steuerung – einige Tasten sind doppelt belegt.
Während also der Umfang mit bis dato allen veröffentlichten DLC-Paketen glänzt, sieht es mit der Technik leider nicht so rosig auf. Gerade im Mobile-Betrieb fallen heftiges Kantenflimmern und teils starke Input-Lags negativ ins Auge. Zudem hatten wir in unserem Test, einen Absturz im Dock-Mode der Switch. Manchmal wollten auch Charaktere einfach nicht mit uns sprechen, obwohl wir vor ihnen standen. Macht „Saints Row: The Third – The Full Package“ jetzt nicht unspielbar, stört aber exorbitant den Spielfluss. Zumal wenn wir eine feindliche Basis stürmen kann es bei explosiven Momenten zu Framedrops kommen. Im Handheld-Mode ist jedoch die angepasste Steuerung und Sichtweite lobenswert. Die Open-World dient wie im PS3-Original eher als größer aufgezogene Kulisse als authentisch belebte Metropole. Bewohner rennen zwar bei Gefechten oder Gefahrensituationen weg, mehr aber auch nicht. Grafisch sollte man ebenso nicht zu viel erwarten.

Unser Fazit zu „Saints Row: The Third – The Full Package“

Endlich mal ein erwachsenes Open-World Spiel für die Switch! Und dann erscheint „Saints Row 3“. Nicht falsch verstehen, der Klassiker macht noch immer großen Spaß dennoch ist die ständig ausgespielte Ironie-Ebene für manchen Spieler vielleicht doch etwas zu viel. Alle anderen bekommen einen derben Shooter mit kreativen Missionsdesign. Dazu viele leider repetetive Nebenmissionen und eine uninteressante begehbare Open-World. Anders gesagt: Serien-Liebhaber mit Nintendo Switch im Haus sollten zum Budgetpreis zugreifen.
Entwickler: Deep Silver Volition | Preis: 29,99 Euro | Für PlayStation 3, Xbox 360, Nintendo Switch und PC | USK: ab 18

Saints Row The Third: The Full Package (Nintendo Switch)

Spielspaß - 72%
Gameplay - 76%
Grafik - 61%
Technik - 52%

65%

Durchschnittlich

Explosive Open World-Action, die nicht mit Humor geizt jedoch technisch unsauber wirkt.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.
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