Kino

Wer oder was ist eigentlich dieser James Bond?

In wenigen Tagen startet endlich der neue James Bond – Streifen in unseren Kinos, daher habe ich mir mal ein wenig Zeit genommen, um ein paar Dinge über unseren Lieblingsagenten zusammenzuschreiben.

Jeder kennt den Geheimagenten seiner Majestät mit der Lizenz zum Töten. Aber nicht viele werden die Facts kennen, die ich heute versuchen will in diesem kleinen Artikel zu nennen. Ich habe mich dabei quer durch das Internet gesucht und aus unzähligen Quellen zusammengetragen, ein paar Dinge waren mir schon bekannt, bei anderen war ich selbst überrascht.

Aber legen wir mal los:

Erfunden wurde die Person James Bond vom britischen Romanautor Ian Flemming über den er insgesamt 14 Romane geschrieben hat, die bis heute mehr als 100 Millionen mal verkauft wurden, angelehnt ist die fiktive Person an ein reales Vorbild: Wilfried „Biffy“ Dunderdale, ein echter MI6 Agent, der Paris stationiert und mit Ian Flemming befreundet war. Den Namen hat sich der Hobby-Ornithologe von einem Vogelbuchautor entliehen, er hieß „James Bond“.

Bis heute gab es bis heute 8 Bond Darsteller: David Niven, Barry Nelson, Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig – die meisten Einsätze im Auftrag der Krone hatte Roger Moore (7x), Sean Connery kommt leider nur auf 6 Einsätze – er soll übrigens in allen Filmen ein Toupet getragen haben.
George Lazenby, Barry Nelson & David Niven sind übrigens die einzigen die die Rolle des James Bond nur einmal verkörpert haben. Sean Connery hat übrigens dadurch ein Comeback in Diamentenfieber, nachdem er schon in Rente geschickt wurde.

Neben dem offiziellen Kanon gibt es noch 3 weitere Filme die James Bond als Hauptfigur haben. Im Jahr 1954 gab es bereits einen Casino Royale als Fernsehfassung und einen weiteren Casino Royale im Jahre 1967 mit David Niven die durchaus eine skurrile Entstehungsgeschichte hatte. Ebenso gab es den Film „Sag niemals nie“ in dem Sean Connery ebenfalls den Doppel-Null-Agenten verkörpert und eigentlich ein Remake von „Fireball“ ist.

Der in den Filmen genannte Geheimdienst MI6 wurde erst im Jahr 1994 offiziell von der britischen Regierung bestätigt, vorher war es immer nur ein Gerücht, das Ian Flemming aufgebaut und weitergesponnen hat. Der damalige Außenminister Cook genehmigte sogar persönlich Aufnahmen der britischen Geheimdienst-Zentrale, er soll gesagt haben: „Nach allem, was Bond für Britannien getan hat, war es das mindeste, was wir für Bond tun konnten.“

Der Waffenmeister Q heißt mit richtigem Namen eigentlich Major Boothroys, der an einen Waffenexperten angelehnt war, der Ian Flemming bei seinen Büchern mit Rat & Tat zur Seite stand. Gespielt wurde er von Desomd Llewelyn der die Rolle in 17 Filmen verkörperte und alle Bond Darsteller begleitet bevor er im Jahr 1999 verstarb und zunächst durch seinen Nachfolger John Cleese und anschließend durch Ben Whishaw ersetzt wurde.


Wenn wir schon beim Waffenmeister sind, im Film „Der Spion der mich liebt“ hatte Bond einen Lotus Esprit mit Spezialfunktionen, nach dem Film stiegen die Anfragen nach diesem Auto so stark, dass man 3 Jahre auf seine Bestellung warten musste.

Thema Autos, nicht nur ein Lotus Esprit wurde von James Bond gefahren, das Bond-Auto schlechthin ist wohl der Aston Martin DB5, der immer wieder in den Filmen seit Goldfinger auftaucht und auch bei Bond selbst Nostalgie und alte Erinnerungen aufkommen lässt. Die Queen selbst soll eine Miniaturausgabe für Prinz Andrew gekauft haben. Bonds Aston Martin aus Casino Royale steht übrigens auch im Guinnessbuch der Rekorde mit den meisten Überschlägen während eines Stunts. Das Stunt-Team hat es mit viel Getüftelt geschafft, dass der Wagen sich 7x überschlägt – Computeranimation wäre nicht „realistisch“ genug gewesen.

Realistisch ist ein weiteres Thema, so wurden nach Überlieferungen eines Schneiders alleine für die erste Szene von Skyfall insgesamt 85 (!) Varianten des Anzuges angefertigt – u.a. gab es beschwerte Krawatten damit sie nicht Daniel Craig ins Gesicht fliegen oder die Ärmel länger als normal waren, dass selbst beim Motorrad fahren der Anzug perfekt sitz. Selbstverständlich mussten Daniel Craig und seine Stunt-Doubles mit den Anzügen ausgestattet werden.

Aber nicht nur Autos waren vollgepackt mit Gadgets, auch handlichere Dinge wurden sich ausgedacht, die durchaus realistisch erschienen. So soll der britische Geheimdienst die Mini-Atemgeräte aus Feuerball versucht haben zu kaufen, bis die Produzenten ihnen glaubhaft versichern konnten, dass dies nur Requisiten seien und gar nicht funktionierten.

Die Doppelnull ist ein echter Frauenheld, in den 25 Filmen hat er mit über 50 Frauen geschlafen (ein Teil davon wollte ihn sogar umbringen), wenn er nicht gerade den Geschlechtsakt ausgeübt hat, hat er dank seiner Lizenz zum Töten knapp 370 Menschen getötet. Geheiratet hat er auch einmal, im Film „Im Geheimdienst seiner Majestät“ heiratete James Bond sein Bond Girl Tracy um an Informationen zu kommen.

Auch die Queen selbst war einmal Bond-Girl (sie ist übrigens gleichzeitig seine oberste Dienstherrin). Zur Eröffnung der Olympischen Spiele im Jahr 2012 in London wurde sie von James Bond höchst persönlich vom Buckingham Palace per Taxi und Helikopter ins Stadion eskortiert.

Die Produktionskosten sind über die Jahre hinweg immer weiter explodiert so hatte Spectre im Jahr 2015 knapp 300 Mio $ verschlungen und hatte 240 Drehtage. Eingespielt hat er dagegen 900 Mio $ weltweit.

Na, wie sieht es aus, wollt ihr mehr Infos über James Bond um die Zeit bis zum Kinostart zu verkürzen?

Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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