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Canon EOS R6 V: Vollformatkamera für Creator ohne Sucher, aber mit viel Video-Tralala

Canon baut seine V-Serie weiter aus. Nach der kleinen EOS R50 V kommt jetzt die deutlich ernstere Variante: die Canon EOS R6 V. Eine spiegellose Vollformatkamera, die sich klar an Videografen, Content Creator und kleine Produktionen richtet.

Die neue Kamera basiert technisch eng auf der EOS R6 Mark III, setzt aber stärker auf Video. Der elektronische Sucher und der mechanische Verschluss fallen weg. Dafür gibt es ein kompakteres Gehäuse mit aktivem Lüfter, Video-Bedienelementen, Tally-Lights und Funktionen, die sonst eher im Cinema-Umfeld zu Hause sind.

32,5 Megapixel und 7K RAW

Im Inneren arbeitet ein 32,5-Megapixel-Vollformatsensor zusammen mit Canons DIGIC-X-Prozessor. Canon nennt unter anderem 7K 60p RAW, 4K 120p ohne Crop, Open-Gate-Aufzeichnung und eine kamerainterne Bildstabilisierung mit bis zu 7,5 Belichtungsstufen. Die EOS R6 V soll außerdem 4K-Material aus 7K-Oversampling liefern. Das bedeutet: Die Kamera liest mehr Bildinformationen aus und rechnet sie auf 4K herunter. In der Praxis kann das für detailreicheres und saubereres 4K sorgen. Für Zeitlupen stehen laut Canon und Fachberichten 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde sowie 2K mit bis zu 180 Bildern pro Sekunde bereit.

Kein Sucher, kein mechanischer Verschluss

Dass Canon den Sucher streicht, dürfte manche Foto-Puristen kurz zusammenzucken lassen. Für die Zielgruppe ist es aber konsequent. Die EOS R6 V will keine klassische Hybridkamera für alles sein. Sie will auf Rigs, Gimbals, Stative und Creator-Setups. Dafür bekommt sie unter anderem eine zweite Stativaufnahme für vertikale Aufnahmen, eine Record-Taste auf der Vorderseite, Tally-Lampen und ein dreh- und schwenkbares Display. Der mechanische Verschluss fehlt ebenfalls. Fotos kann die Kamera trotzdem aufnehmen, aber der Schwerpunkt ist ziemlich eindeutig.

Aktiv gekühlt für längere Aufnahmen

Ein wichtiger Punkt ist der eingebaute Lüfter. Gerade bei hoher Auflösung, hohen Bildraten und langen Takes ist Hitze immer der kleine miese Gegner im Gehäuse. Die EOS R6 V setzt deshalb auf aktive Kühlung. Sie ist kleiner und günstiger als eine ausgewachsene Cine-Kamera, aber deutlich stärker auf Video zugeschnitten als eine normale R6.

Neues Power-Zoom-Objektiv gleich mit dabei

Passend zur Kamera stellt Canon auch das RF 20-50mm F4 L IS USM PZ vor. Das Objektiv ist ein Vollformat-Zoom mit Power-Zoom-Funktion und L-Serien-Anspruch. Es kann laut Digital Camera World sowohl motorisiert als auch klassisch manuell gezoomt werden. Der Zoombereich bleibt intern, Fokus-Breathing soll reduziert sein, und die Stabilisierung liegt je nach Kombination bei bis zu sechs beziehungsweise acht Stufen.

Preis und Verfügbarkeit

Die Canon EOS R6 V soll Ende Juni 2026 erscheinen. Für Deutschland lsteht der Preis von 2.499 Euro für das Gehäuse im Raum. Das neue RF 20-50mm F4 L IS USM PZ liegt bei 1.499 Euro, das Kit aus Kamera und Objektiv bei 3.699 Euro.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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