Kino

Der Mann, der niemals lebte

der_mann_der_niemals_lebte_plakat.jpgRoger Ferris (Leonardo DiCaprio) ist der beste Mann des US-Geheimdienstes: Er bewährt sich in Situationen, in denen das Leben eines Menschen nicht mehr wert ist als die Information, die man aus ihm herausholt. Bei seinen weltweiten Einsätzen im Spannungsfeld zwischen dem Nahen Osten und Washington hängt Ferris‘ Leben oft von der Stimme am anderen Ende einer Handyverbindung ab: Sie gehört dem mit allen Wassern gewaschenen CIA-Agenten Ed Hoffman (Russell Crowe).

Hoffman führt seinen Krieg per Laptop im Wohnzimmer eines Einfamilienhauses: Er jagt eine neue Leitfigur der Terrorszene, die den Erdball mit einem Bombenteppich überzieht und dabei selbst dem ausgeklügelsten Geheimdienst-Network der Welt immer wieder Schnippchen schlägt. Um diesen Terroristen aus der Reserve zu locken, muss Ferris sich in dessen finstere Welt einschleusen. Doch je näher er sich an sein Ziel heranarbeitet, desto deutlicher spürt er: Vertrauen ist ein äußerst gefährlicher Luxus – aber auch seine einzige Chance, diesen Einsatz zu überleben.

(Quelle: Filmfacts)

Kritik:

Seit dem enormen Erfolg von „Gladiator“ scheint es fast so zu sein, dass es keinen Ridley Scott Film mehr ohne Russel Crowe in der Hauptrolle gibt. Zum gefühlten 1000 Mal steht der Australier für Scott vor der Kamera. Diesmal als alter fetter Sack der nur ausschließlich mit einem kabelgebundenen (!) Headset durch Washington rennt. Während die perfekten Satellitenbilder die Sicht auf die Terrorfront freigeben, werden schon mal per Telefon die Aktionen und Bombardierungen angeordnet. Entweder vom Büro aus oder auch schon mal auch direkt aus dem Einfamilienhaus, wo gleichzeitig auch die ganz alltäglichen, „norrmalen“ Alltagsverrichtungen wie Grillen, die Kinder zum Fußball bringen und ähnliches vorgenommen werden.

Da wäre aber auch noch Leonardo „Weichei“ DiCaprio, der als CIA Agent Roger Ferris im Nahen Osten den Führer einer neuen Terrorzelle jagt, die in Europa mit Bombenanschlägen für Angst und Schrecken sorgt. Während sich Ferris immer wieder in Lebensgefahr begibt, leitet der skrupellose Agent Ed Hoffman (Russel Crowe) die Operation über sein Headset. Dabei stellt er sich Ferris immer wieder in den Weg, der dadurch eine seiner heißesten Spuren verliert. Ein genialer Plan soll die Suche doch noch zu einem Erfolg führen. Doch Ferris muss einsehen, dass er zunächst überdenken sollte, ob er bislang den richtigen Menschen vertraut hat…

Explosiv, rasant, fiebrig in den besten Szenen – aber eben auch nach konventionellem Muster gestrickt: „Der Mann, der niemals lebte“ ist solide, aber kaum überraschende Kost von Ridley Scott. Handwerklich makellos, fehlen dem wenig fesselnden Drama mit Thrillerelementen. Scott bleibt zu banal und verlässt sich zu sehr auf die Kraft seiner Darsteller. Die größte Schwäche jedoch liegt im Mangel von Ideen.

Ridley Scott inszenierte mit „Der Mann, der niemals lebte“ einen routinierten, aber wenig spannenden Spionagethriller.

Trailer:

[youtube]http://de.youtube.com/watch?v=L4WVZc5ywlI[/youtube]

Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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