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Google macht Fitbit Air zum Maker-Projekt

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Google geht mit dem neuen Fitbit Air (unser Test) einen ungewöhnlichen Weg. Statt Zubehör und Armbänder ausschließlich ausgewählten Herstellern vorzubehalten, veröffentlicht das Unternehmen jetzt offiziell die Konstruktionsdaten des Fitness-Trackers. Damit können Bastler, 3D-Druck-Enthusiasten und kleine Zubehörhersteller eigene Armbänder und Halterungen entwickeln.

Das Fitbit Air setzt auf ein modulares Konzept. Der eigentliche Sensor steckt in einem kleinen, pillenförmigen Modul, das sich aus dem Armband herausnehmen lässt. Genau für dieses Modul hat Google nun 2D-CAD-Zeichnungen, technische Spezifikationen und Designrichtlinien veröffentlicht. Die Unterlagen enthalten unter anderem Maße, Toleranzen sowie Angaben zur Einrast- und Lösekraft des Trackers.

Eigene Armbänder aus dem 3D-Drucker

Google begründet den Schritt damit, dass die Community bereits kurz nach dem Marktstart kreative Ideen für alternative Tragevarianten entwickelt habe. So wurden beispielsweise Lösungen vorgestellt, um das Fitbit Air am Oberarm statt am Handgelenk zu tragen. Mit den nun veröffentlichten Daten sollen unabhängige Designer und Maker einfacher eigene Produkte entwickeln können.

Gerade für Besitzer eines 3D-Druckers dürfte das interessant sein. Individuelle Armbänder, Clip-Halterungen oder spezielle Sport- und Outdoor-Lösungen lassen sich nun deutlich einfacher konstruieren.

Fitbit Air setzt auf Minimalismus

Das Fitbit Air wurde erst vor wenigen Wochen vorgestellt. Der Tracker verzichtet komplett auf ein Display, wiegt lediglich rund 12 Gramm inklusive Armband und konzentriert sich auf die kontinuierliche Erfassung von Gesundheits- und Fitnessdaten. Herzfrequenz, Schlaftracking, SpO₂-Messung und Aktivitätserkennung gehören zur Ausstattung. Die Auswertung erfolgt über die neue Google-Health-App.

Mit der Veröffentlichung der Konstruktionsdaten erinnert Google ein wenig an die frühen Android-Jahre, als Offenheit und Bastlerfreundlichkeit noch stärker im Mittelpunkt standen. Für die Maker-Community dürfte das Fitbit Air damit deutlich interessanter werden als ein gewöhnlicher Fitness-Tracker.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

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