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Der Eberhofer Franz, Birkenberger und Susi stecken bis zum Kinn im „Steckerlfischfiasko“ – die Verfilmungen von Rita Falks Krimi-Bestsellern geht in die jubilare 10. Runde und da muss die Frage erlaubt sein: Funktioniert die Mischung aus Schmunzelhumor im ländlichen Bayern, eigensinniger Figuren und sanft dosiertem Krimi-Anteil auch zum wiederholten Male nun im Jahr 2026? Unsere Filmkritik zum neuen Ed Herzog-Film mit Sebastian Bezzel in der Hauptrolle – „Steckerlfischfiasko“.
Der Steckerlfischkönig Paulus (Christian Tramitz) wird erschlagen in den Sanitäranlagen seines Golfclubs aufgefunden. Zuvor gab es verbale Rangeleien mit der hiesigen Flodder-ähnlichen Schausteller-Großfamilie Dottinger auf der örtlichen Kirmes. Doch dem ermittelnden Franz Eberhofer (Bezzel) und Birkenberger (Simon Schwarz) kommen erhebliche Zweifel bei der Klärung des Mordfalls. Erschwerend hinzu kommt, dass sich Letztgenannter neuerdings dem Minimalismus verschrieb, deshalb in seinem Auto lebt und regelmäßige Körperreinigungen subversiv meidet um natürliche Ressourcen zu sparen. Zudem kandidiert Eberhofers Susi (Lisa Maria Potthoff) als Bürgermeisterin von Niederkaltenkirchen was die Gesamtsituation im beschaulichen Dörfchen an den Rand der normalen Entspanntheit führt. Man merkt, auch im zehnten Kino-Fall der Heimatkrimi-Reihe ist der Krimi-Anteil eher überschaubar und nur der sprichwörtliche Kitt, den die ohnehin amüant geschriebenen Figuren in noch absurdere Lagen bringt.
Der Reiz der Eberhofer-Filme lebt vielmehr vom dörflichen Leben inklusive situativen Humor. Beispielsweise von pointierten Onelinern wie „Wer Hochdeutsch redet hat nicht automatisch recht!“ oder dem Surren der Fliegen, die den aus eigenen Stücken verwahrlosten Birkenberger automatisch verfolgen und dank guter Tonmischung sogar im Kinosaal zu hören sind. Wobei Rita Falk als Autorin der Vorlage hier deutlich mehr Mitspracherecht besaß als bei den vorherigen Teilen und gewiss am letztlichen Drehbuch mitschrieb, da bräsige Kalauer und schlüpfrigere Ideen hier kaum noch vorkommen, was „Steckerfischfiasko“ nicht für die ältere Pear Group zu einem durchaus unterhaltsamen Filmerlebnis macht.
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Trotzdessen dürfen sich altgediente Eberhofer-Fans auf ein zünftiges Wiedersehen mit dem Simmerl und Flötzinger gefasst machen. Überhaupt konnte Ed Herzog wieder seine ganz eigene cineastische Vision umsetzen, die sich wohltuend von einem Großteil Deutscher Komödien emanzipiert und fast schon, leider deutlich blutleerere, Edgar Wright-Züge („Hot Fuzz“) annimmt.
Steckerlfischfiasko. Deutschland 2026. Verleih: Constantin Film. Regie: Ed Herzog. Mit Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Ruby O. Fee. Genre: Krimikomödie. 99 Minuten. FSK: Ab 12 Jahren.
Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Ja.
Disclaimer: Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „ Steckerlfischfiasko“ gibt es hier.
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