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One Piece Card Game: Warum die Preise explodieren – und wie Bandai Scalper ausbremsen will

Die Preise für das One Piece Card Game sind in den letzten Monaten massiv gestiegen. Booster-Displays kosten teils das Zwei- bis Dreifache der UVP, einzelne Karten erreichen vierstellige Beträge. Verantwortlich dafür ist kein einzelner Faktor, sondern ein Zusammenspiel aus extremer Nachfrage, Influencer-Hype und gezieltem Scalping. Jetzt reagiert Bandai mit einer drastischen Maßnahme: Zukünftige Displays sollen ohne Folienversiegelung verkauft werden.

Ein globales Franchise trifft auf ein knappes Angebot

One Piece ist eines der größten Entertainment-Franchises weltweit. Manga, Anime und die Netflix-Seriesorgen konstant für neue Fans. Als das One Piece Card Game populär wurde, wollten nicht nur TCG-Spieler einsteigen, sondern auch Sammler, Anime-Fans und Investoren.

Das Problem: Viele frühe Sets waren schnell ausverkauft, Reprints kamen verzögert oder in begrenztem Umfang. Wer leer ausging, musste auf den Zweitmarkt ausweichen – und dort bestimmen Angebot und Nachfrage die Preise.

Influencer und Social Media als Preistreiber

Ein erheblicher Teil des Hypes entsteht durch Content Creator. YouTube-Kanäle wie DK’s Card Pirates inszenieren Releases als Events, zeigen stundenlange Warteschlangen und groß angelegte Case-Openings. Titel wie „I Pulled the Rarest One Piece Card“ oder „12 Hours in Line – Worth It?“ erhöhen den Hype.

Weitere Kanäle wie TCG Pulls, Manny Simone Cards oder Card Addicts Anonymous fokussieren sich auf Manga-Rare-Hunts oder Live Boxbreaks. Auf TikTok und Whatnot setzen Live-Breaks, „Rip till you hit“ und Case-Wetten diesen Trend fort. Große Mengen Ware wechseln direkt in den Streams die Besitzer – oft zu Preisen weit über UVP.

Das eigentliche Problem: Sealed-Scalping

Ein zentraler Grund für die Preisexplosion ist versiegelte Ware als Spekulationsobjekt. Displays werden nicht geöffnet, sondern eingelagert oder weiterverkauft. Die Einschweißfolie ist dabei entscheidend: Sie signalisiert Originalität, Unberührtheit und potenziellen Wertzuwachs.

Genau hier setzt Bandai nun an.

Bandais Anti-Scalper-Maßnahme: Displays ohne Folie

Bandai hat angekündigt, künftige One-Piece-Displays im regulären Handel ohne Folienversiegelung auszuliefern. Die Boxen bleiben original, gelten aber nicht mehr als klassisch „sealed“. Ziel ist es, Displays wieder als Spielprodukt zu positionieren – nicht als Investment.

Für Scalper ist das ein klarer Warnschuss. Ohne Folie verlieren Displays deutlich an Attraktivität für das Horten und Weiterverkaufen. Karten sollen wieder geöffnet werden und in den Umlauf kommen.

Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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