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Oppo Watch im Test – Die Hoffnung für wearOS, oder viel mehr?

Am besten lässt sich die Watch mit “WOW” beschreiben. Ihr Design mit dem abgerundeten AMOLED Display sieht wahnsinnig gut aus, die Software läuft flüssig wie Butter in einer heißen Pfanne und hat ein wunderschönes, Oppo typisch verspieltes, dennoch seriöses Design. Aber lasst mich mal von Wolke 7 runterkommen. Dazu soll noch gesagt sein, dass sich das Review auf die 46 mm Variante bezieht. Eine günstigere mit 42 mm gibt es auch noch, diese hat dann aber einen kleineren Akku, kein LTE und noch einige andere abgespeckte Sachen.

Was sagen die technischen Daten über die Oppo Watch?

  • Größe: 46 x 39 x 11,4 mm
  • Gewicht: 40 g (Aluminium) / 45.5 g (Stainless steel)
  • Bauweise: Glas auf de Front, Aluminium Gehäuse, Ceramic-sapphire Rückseite
  • Konnektivität: eSIM (46 mm Version) WLAN, Bluetooth, NFC (46 mm und 42 mm)
  • Display: gebogenes AMOLED, 326ppi
  • Prozessor: Snapdragon Wear 3100
  • Akku 430 mAh
  • Speicher: 8 GB und 1 GB

Lieferumfang

Neben der Oppo Watch selber ist noch ein Ladekabel dabei, welches sich magnetisch an die Uhr klebt und dort auch bleibt. Geladen wird die Uhr dann mit 7,5 Watt und ist in ca. Einer Stunde vollgeladen. Eine zusätzliche Armbandklemme ist auch noch dabei, falls man diese mal verliert. Das Armband selber ist aus sehr weichem Silikon und angenehm zu tragen. Leider ist der Anschluss sehr speziell und es gibt keine anderen Armbänder offiziell von Oppo. Dazu kommt noch eine kurze deutsche Bedienungsanleitung.

Einfach ein wunderschönes Design

Das Design ist das schönste, was meine Augen bis jetzt in einer Smartwatch sehen durften. Vor allem der dunkelblaue Rahmen und das gebogene Display darüber haben es mir angetan.

Sie sind Oppo typisch in höchster Qualität verarbeitet. Das verbaute Schott Glas hält einiges aus. Lediglich der Rahmen fühlt sich manchmal ein wenig billig an, als wäre er aus Plastik. Die Front dafür aber umso weniger. Irgendwie fühlt sich das Glas richtig smooth an. Fingerabdrücke zieht es leider trotzdem magisch an. Der untere der beiden Knöpfe ist mit einem Oppo typisch grünem Akzent versehen. Die insgesamt 28 Ziffernblätter sind ganz nach dem Motto “Qualität statt Quantität” entworfen und haben für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ob es das edle analoge Ziffernblatt ist, oder eine Ente, die zum Takt wippt.

Ja sogar Luftballons kann man bei Langeweile zerplatzen lassen. Über den Google PlayStore können natürlich weitere Ziffernblätter heruntergeladen werden, wobei man das wahrscheinlich nie brauchen wird.

Software – WearOS what else

Mir ist sofort aufgefallen, dass die Software nur so vor sich hin Buttert. Im Alltag sind mir trotz des “schwachen” Prozessors keine Ruckler aufgefallen. Ich kann mich auch nach knapp drei Wochen nicht an den Animationen satt sehen. Mit einem Swipe nach links kommt man auf die maximal 5 Widgets, die Dinge wie das Wetter, Fitness und Schlaf anzeigen. Unten sind die Benachrichtigungen, die über Schnellantworten, Spracheingabe oder eine mini Tastatur beantwortet werden können. Wischt man sie aus dem Benachichtigungsfeld der Uhr raus, so verschwinden sie auch auf dem Smartphone. Reichen einem die vorinstallierten Apps nicht, kann man einfach 3rd Party Apps aus dem Google PlayStore herunterladen. Besonders praktisch fand ich aber den Google Assistent. Durch langes drücken auf den oberen Knopf ist er sofort aktiviert und hört einem zu. Die Sprache wird auf Smartphone-Niveau erkannt und sofort verarbeitet. Die Schnelligkeit beeindruckt mich wirklich immer wieder auf´s neue.

Nicht zuletzt liegt das an den 1 GB RAM, die dieses kleine Stück Technik besitzt. Ich verstehe nicht, wie das überhaupt funktioniert. Aber willkommen in 2021. Wo wir gerade von RAM sprechen, Apps bleiben gefühlt immer offen und das bei mir sogar eine ganze Woche!

Fitness

Vier Sportmodi werden durch die Fitness App von Oppo unterstützt, die durch den unteren Knopf erreichbar sind. Mit der “Fünf Minuten Workout” App werden die vier kurzen Workouts von einem Trainer und einer gruseligen Stimme begleitet. Mehr als 40 weitere Workouts werden in der Google health App supportet.

Warum nur dieser Prozessor?

Versteht mich nicht falsch, mit dem Snapdragon Wear 3100 läuft die Software so flüssig, wie sie nur laufen könnte. Dieser Prozessor aber ist im 27 nm Verfahren hergestellt. Für die, die sich damit nicht auskennen, kommt hier eine einfache Erklärung: 27 nm gibt an, wie groß die Transistoren auf dem Prozessor sind. Je kleiner die sind, umso mehr Leistung haben sie, weil einfach mehr Transistoren auf denselben Platz passen, und verbrauchen weniger Strom. Der Snapdragon 888 oder A14 Bionic z. B. sind im 5 nm Verfahren hergestellt. Also zieht dieser Prozessor Strom wie weiß nicht was. Hätte Oppo auf den neueren, stärkeren Snapdragon Wear 4100+ gesetzt, wäre der Prozessor durch sein 12 nm Verfahren deutlich energieeffizienter. Für welchen Preis ist dieser Prozessor gemacht, wenn nicht für die Oppo Watch? Wo wir gerade bei Akkulaufzeit sind. Die ist auf gar keinen Fall schlecht, denn mit aktiviertem Always-On Display und Raise-to-wake Geste kommt man locker durch 2 Tage, wenn man die Uhr in der Nacht abnimmt. Ohne Always-On bekommt man ca. 3-4 Stunden mehr Laufzeit.

Oppo Watch – warum nur?

Klar, kein Stück Technik kann perfekt sein. Tut mir leid, Oppo Watch, aber ich muss mich mal ein wenig über dich auslassen.

Warum vibriert die Uhr, wenn ich an meinem Handy bin und eine Nachricht dann sowieso schon lese? Warum musst du vibrieren, wenn ich die Nachricht auf dem Handy beantworte? Warum bekomme ich keine Bestätigung, wenn ich einen Timer über den Google Assistent gemacht habe? Warum kann ich drei verschiedene Apps benutzen, die irgendwie das Gleiche machen, aber irgendwie auch nicht? Warum gibt es drei verschiedene vorinstallierte Apps zum Sport machen? Warum funktioniert “Hey Google” nicht, obwohl es eingeschaltet ist?

Fazit

Die Oppo Watch ist eine der besten wearOS Watches und das auch zu ihrem Preis. Wenn man 399€ für eine Uhr ausgeben kann und will, ist die Oppo Watch eine Empfehlung Wert. Es gibt wenige Bugs, ja. Das macht sie aber nicht zu einer schlechten Uhr denn alles andere ist auf Top-Niveau.

Angebot
OPPO Smartwatch 46 mm LTE - Vodafone eSIM only, Curved AMOLED Display, GPS, NFC, Bluetooth 4.2, WiFi, Wear OS by Google, VOOC Schnellladefunktion, schwarz
  • Brillante Darstellung: Mit dem flexiblen doppelt gewölbten 1,9 Zoll AMOLED Display sorgt die OPPO Watch 46 mm für ein ultraklares Seherlebnis
  • Flexibel mit LTE: Die OPPO Watch ist wie ein Smartphone am Handgelenk. Die LTE Funktion ist in Deutschland mit der Vodafone eSIM nutzbar. Außerhalb Deutschlands ist die Watch ohne eSIM anwendbar
  • Vielseitig und robust: Mit dem eingebauten GPS-Sensor, Wasserschutz bis zu 5 ATM und dem Trainings- und Gesundheitstracking ist die OPPO Smartwatch als Sportuhr gut gerüstet für alle Aktivitäten

Disclaimer: Die Oppo Watch wurde für den Testzeitraum von Oppo zur Verfügung gestellt.

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Moritz

Moritz habe ich im Internet aufgegabelt und festegestellt, das er ein riesen realme Fan ist. Es war nur eine Frage der zeit, bis ich ihn fragen MUSSTE ob er nicht als Gastautor ab und an einen Artikel schreiben möchte. Seid also Lieb zu ihm!

3 Kommentare

  1. Sehr gutes Review! Schöne Bilder und ich bin fast komplett überzeugt sie zu kaufen. Ich warte wahrscheinlich noch auf ein Angebot

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