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3 Wochen eine Smartwatch am Arm….und was die Pebble alles NICHT kann

Pebble

Manchmal kommt es anders als man denkt…und wird überrascht. So auch dieses Jahr an Weihnachten. Nichtsahnend saß ich unterm Baum und bekam ein kleines Päckchen von meinem Frauchen gereicht. Die Freude war dann groß, als ich plötzlich und ohne jede Vorahnung einen Pebble Smartwatch in der Hand hielt.

Jetzt sind es 3 Wochen und die Kleine und ich haben uns schon richtig angefreundet. Eins vorab, die Pebble kann genau das was ihre primäre Aufgabe ist – Sie zeigt die Zeit an, das ganze natürlich mit den unterschiedlichsten Zifferblättern die man sich per Bluetooth aus den verschiedensten Quellen im Netz ziehen kann. Dort geibt es fast alles was das Geek-Herz begehrt und falls man etwas mit mehr Stil oder für den eigenen Geschmack möchte, kann man sich seine „Watchfaces“ auch online selbst gestalten.

Alles in allem ist das schon einmal die erste Funktion die ohne Probleme funktioniert. Was haben wir noch? Wenn man die Uhr mit seinem Smartphone verbunden hat, was eigentlich Sinn macht, und auch ohne Probleme rasend schnell funktioniert, kann man sein Telefon (in meinem Fall ein iPhone 5s) so konfigurieren, dass die verschiedenen Notifications die so manches App erzeugt auch auf der Pebble angezeigt werden. Zusätzlich werden SMS und eingehende Telefonanrufe auf der Uhr angezeigt, so dass das Handy ruhig in der Tasche bleiben kann. Diese Funktionen sind einfach eingerichtet und funktionieren ebenfalls problemlos. Ein weitere Funktion die es Out-of-the-Box gibt ist das steuern des Medienplayers des Handys. Play-Pause-Skip alles kein Problem.

Groß und ganz war es das auch schon was die „Smartwatch“ mit dem der derzeit offiziellen SDK 1.0 alles kann, ABER…die SDK 2.0 ist momentan in der Beta 3 und wird wohl in absehbarer Zeit auch released werden. Hinzukommen dann weitere Funktionen und das erste mal ein App-Store, der wohl die Attraktivität der Pebble für Entwickler attraktiver machen wird, da sie das erste mal ihr Apps zentral einer breiten Masse zur Verfügung stellen können, ob es auch Paid Apps geben wird kann ich momentan nicht sagen dazu habe ich mich noch nicht genug mit der Materie auseinandergesetzt. Wie ihr seht, ist der Funktionsumfang momentan noch recht übersichtlich, Luft nach oben ist aber auf jeden Fall.

Einige werden sich jetzt fragen, warum man sich eine Art „zweites Handydisplay“ ans Handgelenk nageln sollte wenn es eigentlich keinen funktionalen Einsatz gibt? Und genau das ist der Grund für mich warum ich mich in den letzten 3 Wochen so an diese Uhr gewöhnt habe. Sie bietet mir nicht einen überladenen Funktionsumfang von denen ich eh 75% niemals verwenden werde, sondern eine gut durchdachte Möglichkeit die Funktion meines iPhones zu erweitern. Den Nutzen den ich daraus ziehe, ist mir eine Art Filter für Nachrichten zu geben, indem ich z.B. nur Notifications über Mails ausgeben lasse, die an eine bestimmte Mailadresse gesendet werden, oder ich baue mir mit IFTT meine eigenen Regeln die ich dann wiederum per Notification auf dem iPhone und ebenso auf der Pebble habe.

Was die Pebble NICHT kann.

Die Pebble besitze keine besonderen Sensoren, somit fallen so Scherze wie GPS, Beschleunigung, Luftdruck, Wasserstand und alles andere nicht ins Gewicht was sich dann auch im Preis zeigt. Momentan ist die Pebble für 150$ + 25$ Fracht zu bekommen, ALLERDINGS (NOCH) NICHT in Deutschland, da es irgendein Problem mit dem Deutschen Zoll gibt. Wer sich sich also eine Pebble zulegen möchte, sollte wie ich Verwante oder Bekannte im EU Ausland haben oder einen Trip in die USA machen und dort einem BestBuy einen Besuch abstatten und das Ding gleich mitnehmen, eine „normale“ Uhr von den verschiedenen Herstellern kann durchaus teurer sein und man hat keine Bluetooth Verbindung zu seinem Handy. Wer allerdings glaubt irgendwann könnte die Pebble auch noch die Aufgabe eines Schrittzählers wie dem fitbit Flex oder eines Jawbone UP übernehmen muss sich nach einer andern Smartwatch umsehen.

Fazit: Funktioniert, reicht für meine Ansprüche und ist sein Geld wert. Akku hält zwischen 5 und 7 Tagen (je nach Watchface) und es lässt absolut auf mehr hoffen.

Gegen die Konkurenz wie das Razor Nabu, Samsung Galaxy Gear, Sony Smartwatch 2 SW2, Martian Smartwatch, i’m Watch oder die Cookoo Smartwatch kann sich die Pebble auf jeden Fall behaupten und man darf gespannt sein, was der Hersteller sich für die kommenden Versionen noch alles einfallen lässt.

Hier ncoh das Video mit dem die Pebble alle Rekorde auf der Crowdfunding Plattform Kickstarter gebrochen hat. Die Jungs wollten eigentlich „nur“ 100.000$ und sind am Ende mit über 10.000.000$ aus der Kampagne rausgekommen.

 

 

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Torsten

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

4 Kommentare

  1. Sehr sehr cool 🙂 werde mir die Uhr möglicherweise auch bestellen…nur das Design ist so unterirdisch, bin mir nicht so ganz sicher, ob ich sie tragen würde. Für uns Frauen ist sie (denke ich) nicht so passend…

  2. Hmm, also ich kann den Smart-Watches irgendwie nix abgewinnen. Sie sind höchsten ein nettes Spielzeug. Ich habe mich jetzt schon so dran gewöhnt keine Uhr zu tragen und immer auf mein Smartphone zu gucken, dass für mich so eine Uhr überflüssig wäre. Aber es gibt ja für alles einen Markt! 😉

  3. Wie auch bei den Google Glass: Warten bis es ausreift, und „modisch“ wird, damit man nicht da steht und auch keine Unsummen zahlt. Vielleicht in 3 Jahren 🙂

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