
EnBW bündelt Stromtarif, E-Auto-Laden und Smart Meter
EnBW baut sein Angebot für Haushalte mit E-Auto aus. Der Energieversorger bringt mit EnBW Strom FlexBonus einen neuen Haushaltsstromtarif auf den Markt, der sich besonders an Kundinnen und Kunden ohne Smart Meter richtet. Gleichzeitig wird das Laden unterwegs stärker mit dem Stromvertrag zuhause verzahnt. Ziel ist ein einfacherer Überblick über Stromkosten, Ladevorgänge und mögliche Einsparungen.
Der neue Tarif kombiniert einen festen Strompreis mit einem Bonusmodell. Wer sein E-Auto mit dem Heim-Energie-Management-System EnBW Mavi verbindet und dort die Funktion „intelligentes Laden“ aktiviert, kann einmalig 100 Euro pro Jahr erhalten. Voraussetzung ist, dass mindestens zwei Ladevorgänge pro Monat über EnBW Mavi gesteuert werden. Der Bonus wird laut EnBW automatisch mit der ersten Jahresrechnung verrechnet.
Laden wird stärker automatisiert
Die Idee dahinter ist simpel: Das Auto soll nicht einfach laden, sobald der Stecker steckt, sondern dann, wenn es für Haushalt und Stromnetz sinnvoller ist. EnBW Mavi kann Ladevorgänge automatisch in passende Zeitfenster verschieben. Dabei sollen auch eine vorhandene PV-Anlage oder ein gewünschter Mindestladestand des Akkus berücksichtigt werden.
Damit will EnBW auch Haushalte an dynamische und zeitvariable Stromtarife heranführen, die noch keinen intelligenten Stromzähler besitzen. Für echte dynamische Tarife bleibt ein Smart Meter aber die zentrale Voraussetzung. EnBW bietet bei seinen dynamischen und zeitvariablen Tarifen laut eigener Angabe den notwendigen Smart Meter inklusive kostenlosem Einbau an.
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Öffentlich laden ab 35 Cent pro Kilowattstunde
Auch unterwegs schraubt EnBW am Angebot. Kundinnen und Kunden mit einem EnBW Strom- oder Gasvertrag sowie dem EnBW mobility+ Ladetarif L sollen an öffentlich zugänglichen EnBW-Ladestationen ab 35 Cent pro Kilowattstunde laden können. Der Preis gilt laut Unternehmen an mehr als 8.000 Schnellladepunkten der EnBW in Deutschland. EnBW positioniert den Preis bewusst in der Nähe typischer Haushaltsstromkosten. Auf der EnBW-Tarifseite werden reguläre mobility+-Ladetarife derzeit ab 39 Cent pro Kilowattstunde genannt.
Eine App für zuhause und unterwegs
Parallel erweitert EnBW die Funktionen von EnBW Mavi. Neu sind unter anderem die Anbindung weiterer E-Automodelle und eine engere Schnittstelle zur EnBW mobility+ App. Ladevorgänge an öffentlichen Ladepunkten sollen künftig zusätzlich in der EnBW zuhause+ App erscheinen. Damit bekommen Nutzerinnen und Nutzer einen zentraleren Blick auf ihre Strom- und Ladekosten. Zuhause laden, unterwegs laden, einzelne Ladevorgänge prüfen, Kosten sehen: Alles soll stärker zusammenrücken.
Warum EnBW jetzt nachlegt
Der Zeitpunkt ist wenig überraschend. Die Zahl der reinen Elektroautos in Deutschland ist laut Kraftfahrt-Bundesamt Anfang 2026 erstmals über die Marke von zwei Millionen gestiegen. Zum Stichtag 1. Januar 2026 waren 2.034.260 batterieelektrische Pkw zugelassen. Damit wird das Laden zuhause für immer mehr Haushalte zu einem echten Kostenfaktor. EnBW versucht nun genau diese Baustellen in ein gemeinsames Paket zu pressen.
Ganz ohne Haken ist das nicht. Der beste Preis unterwegs hängt am passenden EnBW-Vertrag und am mobility+ Ladetarif L. Der FlexBonus wiederum setzt die Nutzung von EnBW Mavi und regelmäßiges gesteuertes Laden voraus. Wer ohnehin im EnBW-Ökosystem steckt, bekommt aber ein deutlich runderes Paket als bisher.
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