
eufyMake E1 startet: UV-Drucker für den Schreibtisch
UV-Druck war bisher eher die Sache von Druckereien, Werbetechnikern und kleinen Produktionsbetrieben. Große Geräte, hohe Einstiegskosten, spezielles Material, viel Geduld. eufyMake will diese Lücke nun kleiner machen. Der eufyMake E1 ist ab sofort erhältlich und soll UV-Direktdruck mit fühlbaren 3D-Strukturen in den Heim-, Studio- und Maker-Bereich bringen.
Ganz billig wird der Spaß nicht. Zum Verkaufsstart kostet der eufyMake E1 ab 2.299 Euro. Die Aktion läuft bis zum 31. Mai 2026. Danach liegt das Basic Bundle bei 2.499 Euro, das Deluxe Bundle bei 3.299 Euro. Offizielle Produktseiten und Händler listen den E1 ebenfalls im Bereich ab rund 2.199 bis 2.299 Euro, je nach Bundle und Aktion.
Ein UV-Drucker für Kreative und kleine Werkstätten
Der eufyMake E1 ist kein klassischer 3D-Drucker. Er baut keine Objekte aus Filament oder Resin auf. Stattdessen bedruckt er vorhandene Oberflächen direkt mit UV-härtender Tinte. Das können flache Materialien wie Holz, Metall, Glas, Leder, Acryl oder Keramik sein. Mit passendem Zubehör sollen aber auch zylindrische Objekte wie Flaschen oder Becher bedruckt werden können.
Spannend wird das Gerät durch seine 3D-Textur-Funktion. Die Amass3D-Technologie soll Reliefstrukturen von bis zu fünf Millimetern Höhe erzeugen. Damit lassen sich etwa Pinselstriche, Prägungen, Lederoptiken oder andere fühlbare Oberflächen simulieren. Das ist genau der Punkt, an dem der E1 aus der üblichen Bastel-Ecke herausragt. Ein bedrucktes Schild ist nett. Ein Schild mit fühlbarer Struktur macht schon deutlich mehr her.
1.440 DPI und Druck auf mehr als 300 Materialien
Laut Hersteller druckt der eufyMake E1 mit bis zu 1.440 DPI und unterstützt mehr als eine Million Farben. Der Drucker soll auf über 300 Materialien arbeiten können. Genannt werden unter anderem Metall, Holz, Acryl, Keramik, Stoffe mit flexibler weißer Tinte und weitere Oberflächen.
Das macht den E1 vor allem für personalisierte Produkte interessant. Also für kleine Shops, Etsy-Verkäufer, Maker, Modellbauer oder Leute, die ohnehin gerne jedes zweite Objekt im Haushalt individualisieren. Holzboxen, Handyhüllen, Schilder, Becher, Geschenkartikel, Sticker, kleine Serien für Vereine oder Merch-Projekte: Genau hier liegt der Reiz.
Kamera, Laser und weniger Gefummel
Damit die Drucke nicht schief auf dem Objekt landen, setzt eufyMake auf ein Positionierungssystem mit Kamera und Dual-Laser. Die Technik soll Höhe und Konturen des Druckobjekts erfassen und die Platzierung automatisch präziser machen. Gerade bei transparenten oder ungewöhnlich geformten Materialien ist das wichtig, weil man sonst schnell viel Tinte und Laune verbrennt.
Dazu kommt JetClean, ein Selbstreinigungssystem für die Druckeinheit. UV-Tinte ist praktisch, aber sie ist auch nicht gerade dafür bekannt, völlig zickfrei zu sein. Verstopfte Düsen sind bei solchen Systemen ein echtes Thema. eufyMake verspricht hier weniger Wartungsaufwand und stabilere Druckprozesse. Ob das im Alltag dauerhaft so entspannt bleibt, wird erst die Praxis zeigen. Die Richtung stimmt aber.
Modularer Aufbau mit Rotation und DTF
Der E1 ist modular aufgebaut. Neben dem klassischen Flachdruck gibt es ein Rotationsmodul für runde Objekte. Damit lassen sich etwa Flaschen, Becher oder ähnliche Formen bedrucken. Das Deluxe Bundle enthält nach Händlerangaben neben dem Drucker auch Zubehör wie Rotationsmodul und UV-DTF-Komponenten.
Das DTF-Modul erweitert den Einsatzbereich deutlich. Direct-to-Film bedeutet hier, dass Motive zunächst auf eine Folie gedruckt und anschließend auf schwierigere oder unebene Oberflächen übertragen werden können. Für Sticker, Labels oder komplexere Formen ist das deutlich flexibler als reiner Direktdruck.
Software für PC, Mac, iOS und Android
Beim Workflow will eufyMake die Einstiegshürde niedrig halten. Die Design-Software läuft laut Pressemeldung auf PC, macOS, iOS und Android. Enthalten sind KI-Funktionen, Vorlagen und Werkzeuge für die Motiverstellung. Auf der offiziellen Produktseite nennt eufyMake unter anderem KI-gestützte 3D-Textur-Erstellung, Hintergrundentfernung und Stilübertragung.
Das klingt nach genau dem Paket, das ein solches Gerät braucht. Denn der beste UV-Drucker bringt wenig, wenn die Vorbereitung jedes Motivs zur halben Ausbildung in Druckvorstufe wird.
Vom Kickstarter-Hype zum Verkaufsstart
Der E1 ist nicht einfach still und heimlich aus einem Labor gefallen. Das Projekt hat bereits vor dem Marktstart viel Aufmerksamkeit bekommen. Medienberichte nennen mehr als 17.000 Unterstützer und eine Kickstarter-Summe von über 45 Millionen US-Dollar. TechRadar sprach sogar von der erfolgreichsten Kickstarter-Kampagne überhaupt.
Das erklärt auch, warum eufyMake den Drucker klar als Gerät für Kreative, kleine Unternehmen und personalisierte Produktion positioniert. Die Nachfrage ist da. Die Frage ist nur, wie viele Nutzer den E1 wirklich wirtschaftlich einsetzen können. Denn bei einem Einstiegspreis von über 2.000 Euro ist das kein spontaner Bastelkauf für einen verregneten Sonntag.
Tinten-Abo soll Folgekosten senken
Ab dem 20. Mai will eufyMake zusätzlich ein UV-Tinten-Abonnement anbieten. Der konkrete Preis wurde in der Pressemeldung noch nicht genannt. Kunden sollen Lieferintervalle und Mengen flexibel anpassen können. Dazu kommen priorisierter Versand und Einsparungen von bis zu 30 Prozent bei den Tintenkosten pro Lieferung.
Das ist ein wichtiger Punkt. Gerade bei UV-Druckern entscheidet nicht nur der Gerätepreis, sondern auch der laufende Verbrauch. Tinte, Reinigung, Ersatzteile und Ausschuss können schnell mehr kosten als geplant. Ein Abo kann helfen, wenn es transparent bleibt. Es kann aber auch zur nächsten kleinen Kostenfalle werden, wenn man es nur nutzt, weil der Drucker sonst trocken herumsteht.
Preis und Verfügbarkeit
Der eufyMake E1 ist ab sofort erhältlich. Bis zum 31. Mai 2026 startet der Preis bei 2.299 Euro. Nach der Early-Access-Phase kostet das Basic Bundle 2.499 Euro. Das Deluxe Bundle liegt anschließend bei 3.299 Euro. Händlerlisten zeigen aktuell ebenfalls Startpreise um 2.199 bis 2.299 Euro.
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