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RingConn Gen 2 im Test: Dieser smarte Ring hat mich wirklich überrascht

Ich war beim RingConn Gen 2 anfangs ehrlich gesagt skeptisch. Smarte Ringe versprechen oft viel, wirken in der Praxis aber schnell wie ein Kompromiss aus Fitness-Tracker, Schlafsensor und zu teurem Gadget. Nach einiger Zeit mit dem Ring ist mein Eindruck aber deutlich positiver ausgefallen als erwartet. Vor allem beim Tragekomfort, bei der Akkulaufzeit und bei der Alltagstauglichkeit hat mich der RingConn Gen 2 mehr überzeugt, als ich gedacht hätte.

Das Größen-Set vor dem Kauf ist kein Gimmick

Was ich direkt positiv fand: Vor dem eigentlichen Ring bekommt man ein Größen-Set. RingConn bietet Größen von 6 bis 14 an und empfiehlt ausdrücklich, das Sizing-Kit vorab zu nutzen. Man soll die Probiergröße idealerweise rund 24 Stunden tragen, damit man merkt, wie sich der Ring im Alltag, nachts und bei leicht geschwollenen Fingern verhält. Genau das ist sinnvoll, denn ein smarter Ring muss enger und präziser sitzen als ein normaler Schmuckring, damit die Sensoren sauber arbeiten.

Ich würde das auch jedem genau so raten. Kurz anstecken, einmal “passt schon” sagen und bestellen, ist hier die falsche Herangehensweise. Der Ring sitzt nur dann richtig gut, wenn er fest genug für die Sensorik ist, aber nicht stört. Dass RingConn dieses Größen-Set direkt in den Prozess einbaut, hat mir gefallen, weil es spätere Fehlkäufe ziemlich gut abfedert.

Leicht, dünn und im Alltag schnell vergessen

Was mich beim ersten Tragen direkt überrascht hat, war das Gewicht. Der RingConn Gen 2 ist sehr leicht und sehr dünn. Je nach Größe liegt er bei etwa 2 bis 3 Gramm und bei rund 2 Millimetern Dicke. Ich habe den Ring im Alltag schnell vergessen, was für ein Wearable eigentlich das beste Kompliment ist.

Gerade nachts spielt ihm das in die Karten. Viele Wearables stören mich irgendwann im Schlaf. Der RingConn Gen 2 war da erstaunlich unauffällig. Beim Tippen, Arbeiten oder normalen Bewegen war er ebenfalls kaum präsent. Nur wenn ich fest zugegriffen habe oder etwas schwerer getragen habe, habe ich ihn bewusster gemerkt. Das ist bei dieser Geräteklasse aber normal.

Verarbeitung stark, aber nicht komplett sorgenfrei

Die Verarbeitung macht insgesamt einen guten Eindruck. Das Gehäuse setzt auf Titanlegierung, dazu kommen PVD-Beschichtung und eine wasserfeste Bauweise mit IP68. Rein technisch fühlt sich das nach einem hochwertigen Produkt an.

Ganz perfekt ist das Ganze aber nicht. Der Ring sieht gut aus, ich hatte aber den Eindruck, dass die Oberfläche auf Dauer nicht völlig unverwüstlich ist. Gerade bei dunklen oder matten Finishes muss man bei smarten Ringen allgemein mit Gebrauchsspuren rechnen, und auch beim RingConn Gen 2 gibt es Hinweise darauf, dass Kanten und Beschichtung mit der Zeit sichtbare Spuren bekommen können. Das ist kein Drama, aber etwas, das man vor dem Kauf wissen sollte.

Schlaftracking ist die große Stärke

Am meisten hat mich der Ring im Bereich Schlaftracking überzeugt. Genau da fühlt sich der RingConn Gen 2 auch am stärksten an. Er erfasst Schlafdauer, Schlafphasen, Ruhewerte und weitere Gesundheitsdaten sehr umfassend. Besonders wichtig: Die Darstellung wirkt nicht wie eine reine Spielerei, sondern liefert brauchbare Einblicke in den eigenen Schlafrhythmus.

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Ich hatte beim Blick in die Schlafdaten oft das Gefühl, dass der Ring ziemlich genau erkennt, wann ich eingeschlafen bin und wie ruhig oder unruhig die Nacht war. Gerade für ein Gerät, das man am Finger trägt und nicht einmal aktiv bedienen muss, ist das beeindruckend. Dazu kommt die Schlafapnoe-Überwachung, die RingConn beim Gen 2 deutlich sichtbarer integriert hat. Das ist kein Ersatz für eine medizinische Diagnose, aber als zusätzlicher Hinweis im Alltag ist die Funktion durchaus interessant. RingConn nennt hier rund 90 Prozent Genauigkeit beziehungsweise 90,7 Prozent in der Kommunikation rund um das Feature, ohne dass das als medizinische Diagnose verstanden werden sollte.

Gesundheitsdaten gibt es reichlich

Neben dem Schlaftracking sammelt der RingConn Gen 2 kontinuierlich viele weitere Werte. Dazu gehören Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Herzfrequenzvariabilität, Hauttemperatur und Atemfrequenz. Genau diese breite Datenerfassung ist einer der Gründe, warum der Ring im Alltag schnell spannend wird. Man merkt, dass er nicht nur ein Schlafring sein will, sondern ein kleines 24/7-Gesundheits-Wearable.

Im Alltag fand ich vor allem gut, dass viele Daten automatisch erfasst werden und ich eben nicht ständig etwas starten oder bestätigen musste. Ring an den Finger, tragen, ab und zu in die App schauen. Genau so sollte so ein Produkt funktionieren. Gleichzeitig muss man auch sagen: Der Ring liefert eine Menge Daten, und das kann schnell erschlagend wirken. Wer gern tief in Kurven, Trends und Einzelwerte eintaucht, wird hier glücklich. Wer lieber eine knappe, leicht verständliche Zusammenfassung will, muss sich teils etwas durch die App arbeiten.

Die App macht viel richtig, aber nicht alles

Mein Eindruck von der App ist gemischt, insgesamt aber positiv. Ich mochte, dass die wichtigsten Bereiche schnell erreichbar sind und dass Trends sichtbar gemacht werden. Der Wellness-Balance-Ansatz, also die Verdichtung aus Schlaf, Aktivität, Stress und Vitalwerten, ist grundsätzlich sinnvoll. Auch die Anzeige von Langzeittrends ist nützlich, wenn man nicht nur Tageswerte sehen will.

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Gleichzeitig ist die App nicht perfekt. Teilweise bekommt man sehr viele Informationen auf einmal. Für Einsteiger ist das nicht immer ideal. Ich hatte öfter das Gefühl, dass der Ring technisch schon sehr viel kann, die Software diese Fülle aber nicht immer so klar priorisiert, wie sie könnte. Trotzdem: Unterm Strich funktioniert das Ganze gut genug, dass ich im Alltag gern reingeschaut habe.

Beim Fitness-Tracking mit klaren Grenzen

Man sollte den RingConn Gen 2 nicht mit einer Sportuhr verwechseln. Für allgemeine Aktivität, Schritte, Kalorien und grobe Belastung reicht er aus. Wer aber sehr gezielt Sportdaten erfassen will, merkt schnell die Grenzen. Workout-Tracking ist vorhanden, war aber zum Start beziehungsweise in den Tests noch eingeschränkt. Unterstützt wurden vor allem Gehen, Laufen und Radfahren, eine automatische Trainingserkennung fehlt. Für präzises Trainings-Tracking ist ein gutes Handgelenk-Wearable oder ein Brustgurt weiterhin die bessere Wahl.

Ich sehe das aber nicht als K.o.-Kriterium. Der RingConn Gen 2 ist für mich kein Gerät für ambitionierte Sportanalysen, sondern ein starker Alltags- und Gesundheitsbegleiter. Wenn man mit genau dieser Erwartung rangeht, passt das Profil ziemlich gut.

Die Akkulaufzeit ist wirklich spitze

Einer der größten Pluspunkte ist für mich ganz klar die Akkulaufzeit. RingConn gibt bis zu 10 bis 12 Tage an, und genau dieser Bereich taucht auch in mehreren Praxiseindrücken auf. Je nach Nutzung und aktivierten Funktionen kann die Laufzeit sinken, gerade wenn zusätzliche Überwachungsfunktionen dauerhaft aktiv sind. Aber selbst dann bleibt der Ring für seine Klasse stark.

Noch besser wird das Ganze durch das Ladecase. Das ist nicht nur eine einfache Transportbox, sondern eine richtige mobile Reserve. Je nach Angabe sind damit ungefähr 15 zusätzliche Vollladungen drin. Das nimmt dem ganzen Thema Laden fast komplett den Nervfaktor. Ich musste dadurch nie dieses typische Gefühl haben, ein weiteres Gerät ständig im Blick behalten zu müssen. Genau das macht den Ring im Alltag so angenehm. Man trägt ihn einfach und vergisst fast, dass er überhaupt gepflegt werden muss.

Mein Eindruck nach dem Test

Der RingConn Gen 2 hat mich positiv überrascht. Nicht, weil er alles perfekt macht, sondern weil die wichtigen Dinge erstaunlich gut funktionieren. Der Ring ist angenehm leicht, sitzt mit dem richtigen Größen-Set sehr gut, trackt Schlaf und Vitaldaten zuverlässig und hält so lange durch, dass er im Alltag kaum Arbeit macht. Gerade diese lange Akkulaufzeit ist ein echter Vorteil und für mich eines der stärksten Argumente für das Gerät.

Ja, die App könnte an manchen Stellen klarer sein. Ja, beim Fitness-Tracking gibt es Grenzen. Und ja, die Oberfläche wird man vermutlich nicht ewig wie neu halten. Aber insgesamt hat mich der RingConn Gen 2 mehr überzeugt als viele andere Wearables, die auf dem Papier erst einmal spektakulärer wirken. Für mich ist das ein smarter Ring, der im Alltag erstaunlich reibungslos funktioniert und gerade deshalb so gut ist.

Fazit

Ich bin unterm Strich wirklich positiv überrascht und fast schon erstaunt, wie gut das alles funktioniert. Der RingConn Gen 2 wirkt im Alltag ausgereift, bequem und angenehm unkompliziert. Wer einen smarten Ring sucht, der vor allem bei Schlaf, Gesundheitsdaten und Akkulaufzeit liefert, bekommt hier ein sehr starkes Gesamtpaket.

RingConn Gen 2 Smart Ring, weltweit erstes Schlafapnoe-Monitoring, Keine App-Abonnement, 12 Tage Akkulaufzeit, Stress-/Herzfrequenz-/Frauen-Gesundheits-Tracker, kompatibel mit Android und iOS
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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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