Kino

Kino-Flash mit „Sonic the Hedgehog 2“, „Jackass Forever“ & „Morbius“

Aktuelle Filmkritiken im Überblick von April 2022

Mit geballter Blockbuster-Power kehrt er zurück – der Kino-Flash! Hier besprechen wir aktuelle Kinofilme, für die es bisher keine große Filmkritik bei uns gab. Heute enorm gefüllt für fast jeden Filmgeschmack u.a. mit “Morbius”, “Red Rocket” und „Sonic the Hedgehog 2“.“

Morbius

Als Cineast gebe ich kaum etwas auf einhellige Meinungen aber bei der neuesten Marvel-Verfilmung von Sony – „Morbius“ – stimmt sie. Es ist schlichtweg ein furchtbarer zeitfressender Film ohne den Willen überhaupt das versammelte Publikum zu unterhalten. Die hauchdünne Story: Dr. Michael Morbius (Jared Leto) ist leidet unheilbar an einer Blutkrankheit. Als Wundermittel mischt er Fledermaus- mit menschlicher DNA und verwandelt sich daraufhin in ein blutdürstendes Klauenwesen. Die Exposition sämtlicher Hauptfiguren ist schrecklich, Regisseur Daniél Espinosa (Safe House) hetzt zum nächsten Plotpoint ohne den geringsten Hauch von Emotionalität geschweige denn Identifikation mit der Motivation seiner Hauptfigur zuzulassen. 105 Minuten Spielzeit, die 105 Minuten zu lange dauern. Zumal Recycling innerhalb Hollywood’s endlich ernst genommen wird, sämtliche Effekte von „Morbius“ wirken per Copy & Paste aus „Venom“ entnommen. Leider ohne den rettenden Humor seitens Tom Hardy. Gerade Jared Leto spielt verhältnismäßig normal gar introvertiert, obwohl die Rolle seinen bekannten Wahnsinn mit Sicherheit stützen könnte. Schlussendlich rate ich dringend von einem Kinobesuch ab.

Release: 31. März. 2022 | Länge: 105 Minuten | FSK: ab 12 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Ja.

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Jackass Forever

„Hi! I’m Johnny Knoxville and this is Jackass!“ – diesen Satz werdet ihr ungefähr 50 Mal, mit verschiedenen Endungen hören, solltet ihr in den Abschluss einer langjährigen Stunt-Institution auf MTV gehen – „Jackass Forever“. Absurde Sketche mit explodierenden Sofakissen im Möbelhaus treffen auf blutige Hodenquetschungen aufgrund direktem Ballkontakt. Zum Glück kann sich die Crew einen Krankenwagen in Amerika leisten. Besondere Relevanz erhielt der militärische Beginn, in dem Knoxville, Steve-O und Co. vom übergroßen Godzilla-Penis angegriffen werden um ihn als Armee aufzuhalten, ungewohnt filmisch präsentiert, geht es kurze Zeit wieder temporeich von Ekel zu Lacher. Typisches Brüllpublikum mit lauer Junggesellenabschied-Stimmung ist bei dieser Ansammlung von Absurditäten zu empfehlen, da auf eine Handlung selbstredend verzichtet wurde. 96 Minuten sind als Laufzeit nahe an der Grenze, weil sich das Grundgerüst zunehmend kannibalisiert. Schlussendlich ist es nicht nur der Abschluss einer chaotischen Truppe sondern auch einer lockereren Zeit.

Release: 10. März. 2022 | Länge: 96 Minuten | FSK: ab 16 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Ja.

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Sonic the Hedgehog 2

Sega’s kleiner blauer Igel rast wieder über die weltweiten Leinwände und bekommt es wieder mit Bösewicht Dr. Robotnik (Jim Carrey) zu tun. Mithilfe den undurchsichtigen roten Wüterichs Knuckles (Idris Elba) macht er Jagd auf Sonic, der sich wiederum in unserer Welt als echter Held bzw. Verbrechensbekämpfer beweisen will, was jedoch durch anschließende Zerstörungsorgien in den Innenstädten nicht so ganz funktioniert. Die Handlung ist zwar etwas sprunghaft aufgrund charmanten Einfällen wie einem Dancebattle in einer sibirischen Halunkenkneipe oder dem großartig gespielten Wahnsinn seitens Jim Carrey verzeiht man diese offensichtliche Schwäche ganz gerne. Aufgrund leicht heftigeren Action-Szenen verpasste die FSK „Sonic the Hedgehog 2“ zwar das 12er-Siegel, wobei die Jüngeren sicherlich sehr gut mit der Präsentation umgehen können. Das CGI ist im Vergleich zum Erstling noch einen Tick besser geworden, obwohl manche Szenen im Dialog der digitalisierten Helden mit Menschen etwas steif wirken. Storytelling zielt jedoch merklich auf jüngere Semester ab, wobei einige Gags seitens Robotnik deutlich für Erwachsene gedacht sind. Kurzum: Trotz leichten Einbußen in Sachen Charme macht das zweite Kino-Abenteuer von Sonic noch immer großen Spaß.

Release: 31. März. 2022 | Länge: 122 Minuten | FSK: ab 12 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

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Red Rocket

Mikey Saber (Simon Rex) ist getrieben. Mal von anderen als Pornostar in Los Angeles oder Flüchtiger aller privater Probleme in seiner Heimat Texas. Seine entfremdete Frau will ebenso wenig von ihm wissen, wie der gesamte Ort. Nur die beinahe volljährige Donut-Verkäuferin „Strawberry“ begeistert sich für den Loser auf Abwegen. Sean Baker (The Florida Project) beleuchtet in ungekünstelten Bildern das Leben von Verlierern in einer so besonderen Art, dass sich seine Filme häufig im Programm von Cannes wiederfinden. Zu recht! Sämtliche Dialoge wirken raubeinig, dadurch erfrischend realistisch, obwohl sich jegliche Figuren kaum weiterentwickeln. Hier auch nicht. Für Mainstream-Schauer könnte das schroffe Storytelling samt überaus nackten Tatsachen bzw. vielen Sex-Szenen womöglich befremdlich wirken, weil „Red Rocket“ für Cineasten gedacht ist. Etwas Humor in klassischer R-Rated-Manier verbinden wenige dafür gute Plotpoints zu einem merkwürdigen Filmerlebnis von denen es im glattgeleckten Marvel-Meer der Filmstarts seit Jahren viel zu wenige gibt. Zumal der NSYNC-Klassiker „Bye Bye Bye“ wohl selten so passend Teil eines Score war.

Release: 14. April. 2022 | Länge: 128 Minuten | FSK: ab 16 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

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Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für alle besprochenen Filme gibt es hier.

Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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