
Teurer Spaß – Mercedes frischt den EQS auf
Mercedes-Benz hat den EQS umfassend überarbeitet. Im Mittelpunkt stehen mehr Reichweite, schnelleres Laden und neue Technik im Antrieb. Das Spitzenmodell bei der Effizienz ist der EQS 450+ mit bis zu 926 Kilometern WLTP-Reichweite. Damit rückt die Luxuslimousine wieder stärker in den Fokus, nachdem der EQS zuletzt nicht immer als großer Verkaufserfolg galt.
Mehr Reichweite und 800-Volt-Technik
Die wichtigste Änderung sitzt unter dem Blech. Mercedes stellt den EQS auf eine 800-Volt-Architektur um. Dazu kommen neue Antriebseinheiten, überarbeitete Batterien und ein Zweigang-Getriebe an der Hinterachse. Beim EQS 450+ wächst die Batteriekapazität auf 122 kWh. Mercedes gibt für diese Version bis zu 926 Kilometer nach WLTP an. Der neue EQS 400 startet darunter mit 112 kWh und bis zu 810 Kilometern Reichweite. Auch die Allradmodelle EQS 500 4MATIC und EQS 580 4MATIC kommen laut Hersteller auf bis zu 869 Kilometer.
Laden geht jetzt deutlich schneller
Mit dem Technikwechsel steigt auch die Ladeleistung. Statt bisher 200 kW sind nun je nach Version bis zu 350 kW am DC-Schnelllader möglich. Mercedes spricht davon, dass sich in zehn Minuten bis zu 320 Kilometer WLTP-Reichweite nachladen lassen. An 400-Volt-Schnellladern kann das Batteriesystem laut Hersteller intern aufgeteilt werden, damit trotzdem bis zu 175 kW möglich sind. Für den Sprint von 10 auf 80 Prozent nennt Mercedes bei den großen Akku-Versionen rund 27 Minuten.
Neue Lenkung ohne mechanische Verbindung
Eine der auffälligsten Neuerungen ist das optionale Steer-by-Wire-System. Mercedes verzichtet dabei auf die klassische mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderrädern. Der Hersteller spricht von leichterem Rangieren, mehr Stabilität bei höherem Tempo und einem offeneren Raumgefühl im Cockpit durch das kompaktere Lenkrad. Gleichzeitig verweist Mercedes auf ein redundantes Sicherheitskonzept mit doppelten Signalpfaden. Als erster deutscher Hersteller bringt Mercedes diese Technik laut eigener Aussage in ein Serienfahrzeug.
Mehr Effizienz, mehr Rekuperation, mehr Zuglast
Auch bei der Energierückgewinnung legt der EQS zu. Die Rekuperationsleistung steigt laut Mercedes auf bis zu 385 kW und damit um rund ein Drittel. Zudem wurde die Zellchemie der Batterie überarbeitet. Mercedes nennt dabei Siliziumoxid-Anteile in den Anoden und einen geringeren Kobaltanteil. Praktisch ist auch der Blick auf die Anhängelast: Die heckgetriebenen Varianten dürfen jetzt bis zu 1.600 Kilogramm ziehen, die 4MATIC-Versionen bis zu 1.700 Kilogramm.
Preise und Marktstart
Der Einstieg beginnt beim EQS 400 bei rund 94.403 Euro. Darüber folgen der EQS 450+ für rund 108.635 Euro, der EQS 500 4MATIC ab etwa 123.285 Euro und der EQS 580 4MATIC ab rund 134.732 Euro. Zusätzlich soll der EQS später per Over-the-Air-Update auch bidirektionales Laden für Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid erhalten.
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