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TL;DR Wochenrückblick: KI-Wahnsinn, Wearables und 3D-Druck

Diese Woche hatte wieder dieses schöne Tech-Gefühl von „eigentlich wollte ich nur kurz nachsehen, was passiert ist“ und plötzlich steht man knietief in KI-Deals, Trainingsdaten, wasserdichten 3D-Drucken, neuen Sportuhren, GoPro-Sorgen und Gaming-Ankündigungen. Google macht weiter auf Rechenzentrums-Monster, Strava lässt Claude an Trainingsdaten, Goose will Whoop-Nutzern das Abo-Gefängnis aufbohren und im 3D-Druck wurde wieder ordentlich geschraubt, gedruckt, geplottet und versiegelt.

Google, SpaceX und der nächste absurde KI-Deal

Google soll sich KI-Rechenleistung bei SpaceX sichern – und zwar nicht gerade im Kleingeldbereich. Im Raum stehen 920 Millionen Dollar pro Monat. Ja, pro Monat. Willkommen in der Phase, in der KI-Infrastruktur langsam klingt wie ein Bond-Bösewicht-Plan mit Excel-Tabelle. Der Deal zeigt vor allem eines: Wer bei KI vorne mitspielen will, braucht nicht nur Modelle, Daten und gute Pressefotos, sondern vor allem brutal viel Rechenleistung. Und offenbar auch ziemlich tiefe Taschen.

GoPro warnt vor drohender Insolvenz

GoPro hat in seinen aktuellen Unterlagen selbst auf erhebliche Zweifel an der Fortführung des Unternehmens hingewiesen. Das ist der trockene Buchhalter-Satz für: Hier brennt nicht nur eine kleine LED am Akku. Der Actioncam-Pionier kämpft seit Jahren mit sinkender Relevanz, harter Konkurrenz und einem Markt, der längst nicht mehr automatisch „GoPro“ sagt, wenn irgendwo eine Kamera an Helm, Lenker oder Brustgurt soll. Für eine Marke, die einmal praktisch synonym für Actioncams war, ist das ein ziemlich harter Moment. Und auch ein schönes Beispiel dafür, dass selbst Ikonen irgendwann sehr unsanft merken, wenn der eigene Vorsprung wegschmilzt.

Goose will Whoop-Daten ohne Abo nutzbar machen

Whoop ohne teures Abo? Genau da setzt Goose an. Die App will vorhandene Whoop-Daten auswerten und nutzbar machen, ohne dass man dauerhaft im Abo-Hamsterrad hängt. Das klingt erstmal ziemlich verlockend, vor allem für alle, die ihre Gesundheits- und Trainingsdaten nicht einfach im digitalen Tresor verschwinden lassen wollen, sobald das Monatsabo kneift. Goose verspricht Einblicke in Schlaf, Belastung, Erholung und Training. Die große Frage bleibt aber: Wie lange lässt Whoop so etwas laufen, bevor irgendwo ein Stecker gezogen, eine Schnittstelle zugemauert oder ein Anwalt aus dem Schrank gelassen wird?

Sovol M1D: 3D-Druck mit Werkzeugwechsel

Im 3D-Druck wurde es mit dem Sovol M1D spannend. Der Drucker kombiniert ein IDEX-System mit Werkzeugwechsel und zielt damit auf mehrere Materialien, zwei Extruder und mehr Flexibilität am Schreibtisch. Klingt erstmal nach Bastelkeller mit Ambitionen, kann aber für Maker ziemlich interessant werden. Besonders dann, wenn Sovol das Ganze bezahlbar und halbwegs sauber umgesetzt bekommt. Denn Werkzeugwechsel ist geil, aber nur solange man danach nicht selbst zum Werkzeug wird.

So bekommt ihr eure 3D-Drucke wirklich wasserdicht

FDM-Drucke sehen oft dichter aus, als sie wirklich sind. Zwischen Layern, Wandlinien und winzigen Druckfehlern bleiben schnell kleine Wege für Wasser offen. Genau darum reicht es eben nicht, einfach mehr Perimeter zu setzen und zu hoffen, dass der Drucker schon irgendwie Zauberfolie ausspuckt. Im Artikel geht es darum, welche Methoden wirklich helfen: sauberere Druckparameter, mehr Wandstärke, höhere Temperaturen, passende Materialien und nachträgliche Versiegelung. Denn wer Vasen, Behälter oder technische Teile druckt, will nicht erst beim Befüllen merken, dass das Ding eigentlich nur ein sehr ambitioniertes Sieb ist.

Bambu Lab A2L: großer Druckraum, kleiner Preis und plötzlich ein Plotter

Bambu Lab hat mit dem A2L wieder so ein Gerät hingestellt, bei dem man kurz denkt: Musste das jetzt auch noch sein? Der neue 3D-Drucker setzt auf einen größeren Bauraum, bleibt preislich aber erstaunlich bodennah und bekommt obendrauf noch eine Plotter-Funktion. Damit wird aus dem Drucker nicht nur eine Maschine für Filament, sondern auch ein kleines Kreativ-Werkzeug für Schneid- und Zeichenarbeiten. Genau diese Mischung macht den A2L interessant: mehr Platz, mehr Spielerei, mehr „ach komm, das probiere ich auch noch aus“. Und schon steht wieder ein Gerät mehr im Raum, das man sich völlig vernünftig schönredet.

Amazfit Balance Ultra und Balance 3 kommen nach Deutschland

Amazfit bringt die Balance Ultra und Balance 3 nach Deutschland. Beide Modelle richten sich an Sportler, die nicht nur Schritte zählen wollen, sondern Training, Erholung und Alltag sauberer abbilden möchten. Die Ultra setzt stärker auf Premium-Materialien und Performance-Anspruch, die Balance 3 dürfte für viele der vernünftigere Griff sein. Also genau der Moment, in dem man sich einredet, dass man die teurere Uhr wirklich braucht. Für die Motivation. Natürlich nur dafür.

TAG Heuer baut die Smartwatch zum Flexobjekt um

Die TAG Heuer Connected Calibre E5 x Formula 1 ist keine Smartwatch für Menschen, die nur wissen wollen, ob sie heute 8.000 Schritte geschafft haben. Das Ding ist eher die Antwort auf die Frage: „Was passiert, wenn Motorsport-DNA, Luxusmarke und Smartwatch in einen Mixer fallen?“ Braucht man das? Vermutlich nicht. Will man damit im Gym kurz so tun, als wäre der Crosstrainer die Start-Ziel-Gerade in Monaco? Vielleicht schon.

State of Play: Sony lädt den Gaming-Teller voll

Sony hat mit der State of Play im Juni ordentlich Material rausgehauen. Die Präsentation lief über 60 Minuten und brachte neue Einblicke, Termine und Ankündigungen. Mit dabei waren unter anderem Marvel’s Wolverine und God of War Laufey. Das Ganze wirkte weniger wie ein kurzer Ausblick und mehr wie ein digitaler Einkaufswagen, in den Sony einfach alles reingeworfen hat, was noch irgendwo im Regal lag.

Strava lässt Claude an eure Trainingsdaten

Strava macht die Tür für Claude auf. Über einen neuen MCP-Connector können zahlende Nutzer ihre Trainingshistorie mit dem KI-Assistenten von Anthropic verbinden und dann in natürlicher Sprache ausquetschen. Also nicht nur „Wie war mein letzter Lauf?“, sondern eher: „Sind meine lockeren Tage wirklich locker?“ oder „Warum fühle ich mich nach jedem dritten Lauf wie ein defekter Klappstuhl?“ Die Integration bekommt laut Strava nur lesenden Zugriff und kann wieder entzogen werden. Trotzdem geht es hier um sensible Daten: Puls, Tempo, GPS, Leistungswerte und Trainingsverlauf. Praktisch? Ja. Ein bisschen gruselig? Auch ja. Genau dieser schöne moderne Moment, in dem die KI nicht nur weiß, was ihr schreibt, sondern auch, wo ihr keuchend euren Puls verloren habt.

Palworld verlässt den Early Access

Palworld soll im Juli den Early Access verlassen. Pocketpair hat beim Summer Game Fest 2026 neues Material zu Version 1.0 gezeigt und damit klargemacht, dass das Pokémon-mit-Waffen-Ding noch nicht fertig mit der Welt ist. Nach dem riesigen Hype zum Start wird jetzt spannend, ob Palworld den Sprung vom viralen Chaos-Spiel zum dauerhaft relevanten Titel schafft. Oder ob es einfach der nächste große Internet-Rausch war, der irgendwann mit leerem Akku in der Ecke liegt.

Stargate bleibt bei Prime Video erstmal zu

Bei Prime Video gibt es dagegen schlechte Nachrichten für alle Stargate-Fans. Das geplante Projekt ist vorerst Geschichte. Das Tor bleibt also zu. Wieder einmal. Für eine Marke, die eigentlich genug Stoff für Serien, Spin-offs und Nerd-Diskussionen bis 2047 hätte, ist das ziemlich bitter. Aber hey, vielleicht gräbt in ein paar Jahren wieder jemand den Ring aus, pustet den Staub runter und nennt es dann mutig „neue Vision“.

Disclaimer: Titelbild mit ChatGPT erstellt

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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